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Schauspielhaus: Dresdner Intendant Schulz könnte nach Düsseldorf kommen

Schauspielhaus : Dresdner Intendant Schulz könnte nach Düsseldorf kommen

Die Suche nach einem neuen Intendanten für das Schauspielhaus geht in die entscheidende Phase. Wie zu hören ist, könnte Wilfried Schulz der neue Chef am Gründgensplatz werden. Er ist derzeit Intendant am Staatsschauspiel Dresden.

Zuvor war Schulz Chef am Staatstheater Hannover, verfügt also über Erfahrung in der künstlerischen wie wirtschaftlichen Leitung großer Häuser. Der 1952 in Brandenburg geborene Schulz hat viele Jahre mit Frank Baumbauer zusammengearbeitet. Unter ihm war er Chefdramaturg in Basel und folgte ihm 1993 ans Deutsche Schauspielhaus in Hamburg. Dort wirkte er sieben Jahre als Chefdramaturg und arbeitete daran mit, dass die Bühne mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Auf Anfrage wollte Schulz die Gerüchte um seine bevorstehende Berufung nicht kommentieren, dementierte sie aber auch nicht.

Schulz wird ebenfalls als Kandidat für den Posten des Wiener Burgtheater-Direktors gehandelt. Österreichische Medien meldeten, er gehöre zu einem Kreis von sechs Bewerbern, die in Wien in der engeren Auswahl stünden. Darüber hatten auch die Zeitungen in seiner Heimat Dresden spekuliert. "Mir geht es gut in Dresden", sagte Schulz dazu gestern im Gespräch, "die Burg ist eine schwierige Bühne, Düsseldorf ist eine schwierige Bühne, mehr will ich dazu nicht sagen."

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Zunächst hatte es auch geheißen, der frühere Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und jetzige Kulturmanager, Tom Stromberg, könnte ans Düsseldorfer Schauspielhaus kommen. Stromberg ist in der Szene bestens vernetzt und hat bis 2011 in der Region die "Impulse" geleitet, das Festival des Off-Theaters. Allerdings wies Stromberg alle Mutmaßungen über seine Ambitionen zurück. Kulturdezernent Hans-Georg Lohe (CDU) wollte zu allen Spekulationen gestern keine Stellung nehmen. "Ich kommentiere das alles nicht", sagte er auf Anfrage.

Der Aufsichtsrat des Schauspielhauses tagt wieder am 29. September. Bis dahin sollte der neue Intendant feststehen. Eine baldige Benennung würde eine klare Perspektive und endlich Ruhe für das Theater bedeuten. Dann bekäme der amtierende Intendanten Günther Beelitz auch die Aufmerksamkeit, die er für die Eröffnung seiner Spielzeit verdient.

(RP)