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Doppelter "Orgeltag" mit 14 Veranstaltungen in Düsseldorf

Doppelter „Orgeltag“ in Düsseldorf : Zinn, Blei und reichlich Wind quer durchs Stadtgebiet

Die Orgel ist das „Instrument des Jahres“ 2021. Düsseldorfs katholische Kirchenmusiker feiern das mit einem üppigen Orgelwochenende.

Zwar sitzen sie infektionsmedizinisch am sichersten Ort, der sich auf Erden denken lässt, nämlich der Kirchenorgel. Trotzdem ist vielen Kirchenmusikern in den vergangenen Monaten nicht wohl in ihrer Haut gewesen. Mit ihren Chören proben konnten sie nicht oder nur kaum, das Singen der Gemeinde in Gottesdienst war ebenfalls stark eingeschränkt; Konzerte fielen aus oder fanden vor handverlesenem Publikum statt.

Nun läuft gerade die Reihe der „Sommerlichen Orgelvespern“ in der Neanderkirche, und die katholischen Kollegen wollen im September nachziehen, allerdings geballt und gebündelt. Am 11. und 12. September gibt es einen doppelten „Orgeltag“ als prallvolles Orgelwochenende mit 14 Veranstaltungen quer durchs gesamte Stadtgebiet. Die Orgel ist auch offiziell das „Instrument des Jahres“.

Nicht vermeiden konnten es die Planer, dass sich einzelne Konzerte überschneiden werden. Die Qual der Wahl hat man ohne Zweifel, denn wie gerne wäre man beispielsweise am 11. September um 11.15 Uhr in St. Margareta (Gerresheim), um Michael Park und einer Werkauswahl von Grigny, Messiaen und Widor lauschen. Andererseits präsentiert Christoph Scholz um 11.30 Uhr in der Maxkirche Werke des „Stylus Phantasticus“ unter dem Motto „Freiheit und Ordnung“ – das klingt nicht minder verlockend. 

  • Die Orgel der Johanneskirche am Martin-Luther-Platz.
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  • Auch die Orgel in der Andreaskirche
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  • Die Beckerath-Orgel der Andreaskirche in der
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  • Die Orgel in St. Lambertus.
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  • Sebastian 23 untersucht das Phänomen Dummheit.
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  • Die Orgel der Basilika St. Margareta
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Nicht versäumen sollte man die Orgelversion von Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ in Herz-Jesu an der Roßstraße, gespielt von Hanjo Robrecht (Samstag, 17 Uhr; bei großem Andrang gibt es eine Wiederholung um 18.30 Uhr).

Noch größer ist die Auswahl am Sonntag; da gibt es zwischen 11 und 15 Uhr eine ganze Reihe von Parallelveranstaltungen zwischen Kaiserswerth und Mörsenbroich, der Altstadt, Itter, Holthausen und Wersten. Überall sind die Programm spannend und dazu lehrreich, etwa Markus Belmanns Orgel(vor)führung in der Maxkirche um 14.30 und 15.30 Uhr unter dem Motto „Zinn, Blei und reichlich Wind“.

Beschlossen wird das Orgelwochenende am Sonntag um 16 Uhr, dann erklingt die 2007 gebaute Orgel in St. Cäcilia in Benrath. Nick Goudkuil spielt Werke von Mendelssohn und Alain.

Info Alle Programme gibt es im Internet unter www.duesseldorfer-kirchenmusik.de.