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Die neue Single von Subterfuge heißt "Stephanie Said"

Comeback der Düsseldorfer Helden : Die Hymne dieses Sommers kommt von Subterfuge

Die Düsseldorfer Band veröffentlicht nach 16 Jahren überraschend ein Lebenszeichen. „Stephanie Said“ ist Vorbote zum neuen Album des Sextetts.

Wenn der Sommer so schön wird wie dieses Lied, ist alles gut. „Stephanie Said“ heißt das Stück, die Band Subterfuge hat es veröffentlicht, und der Song hätte gar nicht mal so toll sein müssen, um viele Leute froh zu machen: Ja, stimmt wirklich, Subterfuge sind wieder da!

Warum erst jetzt? 16 Jahre sind seit dem Album „The Legendary Eifel Tapes“ vergangen, und Lars Schmidt, Gitarrist und einer der Songschreiber der Gruppe, sagt, die Platte habe damals wenig Aufmerksamkeit bekommen, und man habe nicht so recht gewusst, wohin es musikalisch gehen sollte. Außerdem wurden die Jobs immer wichtiger, es kamen Kinder, und Schmidt ging für drei Jahre nach Kopenhagen.

Subterfuge lösten sich aber nie auf, und wenn es eine Band gibt, die wirklich aus Freunden besteht, dann diese. Sie blieben einander also gewogen, traten bei verschiedenen Anlässen in wechselnden Kombinationen auf, und dann war da die Idee: wieder miteinander ins Studio gehen. Das Ergebnis hört man jetzt, und es ist ein Song, der mit halb geschlossenen Lidern gegen die Sonne geblinzelt wurde.

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Thomas Baumhoff schrieb das fluffig gewandete Stück, es sollte klingen, als könne es bei WDR 5 laufen, erzählt Lars Schmidt. Im idyllischen Video sieht man die älter gewordenen Helden des 90er-Jahre-Gitarrenpops auf der Wiese stehen und für Raupen und Gräser musizieren. Die Bilder sind stark gefiltert, das passt zum versonnenen Sound des Stücks, das den Zuhörer in Sicherheit wiegt. Und es soll nur der Anfang einer Reihe von Singles sein, die nun nach und nach erscheinen. Das Album kündigt Schmidt für Anfang 2022 an.

Begonnen haben sie mit den Aufnahmen im vergangenen Jahr, sie schickten dann Soundfiles hin und her, arbeiteten manchmal alle zusammen, manchmal in Teams von je zweien oder dreien an den Kompositionen. Und vielleicht ist das ja tatsächlich eine gute Zeit für diese Art von Musik. Es gibt ja kaum aktuelle Bands, die diesen klassischen Gitarrenpop machen, Die alten Helden wie Amelia Fletcher von Talulah Gosh und Heavenly kehren mit neuen Bands und Alben zurück, und offenbar ist das Interesse der Menschen da.

Ein Sommer mit Subterfuge also und ein neues Jahr mit noch mehr Subterfuge. Gute Aussichten.

Info „Stephanie Said“ findet man bei allen Streamingplattformen und bei Youtube