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Die Malerin Yvonne Schweidtmann bittet zum Projekt „Hölle“.

Projekt in der Kunsthalle : Die Unterwelt im Kinosaal

Die Malerin Yvonne Schweidtmann bittet Künstler interdisziplinär zur Kunst. Jetzt gibt es ein reichhaltiges Projekt unter der Überschrift „Hölle“.

Eine Malerin, die sich nicht auf ihre Kunst beschränken mag: Yvonne Schweidtmann gelingt es immer wieder, Kreative aller Genres zusammenzubringen. Ob in kleinen Galerien oder größeren Räumen, stets wird vor Publikum getanzt, musiziert, rezitiert. Nun stehen unter ihrer Federführung erneut zwei Veranstaltungen an. Mit ihrer künstlerisch reizvollen Kombination und anregenden Inhalten versprechen sie Spannung und Inspiration.

Am Sonntag, 31. Oktober, öffnet sich der Kinosaal der Kunsthalle für das Projekt „Hölle“ – das Datum an Halloween ist aber reiner Zufall. Zwei Mal, um 16 und um 19 Uhr, wird eine jeweils einstündige Performance zu diesem Thema gezeigt. „Die Vorstellung der Hölle ist der menschlichen Gedankenwelt entsprungen und wird vordergründig mit Religion verbunden“, sagt Yvonne Schweidtmann. „Es ist aber ein Reizwort auf allen Ebenen. Auch als Struktur in der Gesellschaft wird der Hölle Bedeutung beigemessen.“

Der Malerin ist es ein Anliegen, ein Thema so zu transportieren, dass alle Sinne bedient und möglichst viele Kreative einbezogen werden. Alle mitwirkenden Tänzer und Musiker haben eine klassische Ausbildung. Beim „Hölle“-Projekt tanzt Daniel Smith zum „Mephisto-Walzer“ von Franz Liszt, am Klavier wird er begleitet von Aleksandar Filic. Uli Thiess rezitiert Texte von Dante Alighieri, Bertolt Brecht, Albert Camus, Thomas Bernhard und Herbert Achternbusch, dazu spielt Frank Michaelis auf dem Saxofon. Als Duo musizieren Gilad Kaplansky (Cello) und Eduard Bayer (Geige). Thomas Huy singt „Morgen“ von Richard Strauss und das Schubert-Lied „Gruppe aus dem Tartarus“.

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Auch zwischen den beiden Vorstellungen mit festen Zeiten sind Besucher willkommen, es wird über den ganzen Nachmittag etwas zu sehen und zu hören sein“, kündigt Yvonne Schweidtmann an, die zur Performance einige ihrer Bilder ausstellt. Der Eintritt ist kostenlos; wer will, kann etwas spenden.

Folgt man der Malerin weiter, geht es von der Hölle schnurstracks in den Himmel der Glückseligkeit: „Love letters … erklär mir Liebe“ hat sie ihr Projekt am 20. November im Haus der Universität am Schadowplatz 14 überschrieben (Eintritt 10 Euro). Der Abend beginnt um 19 Uhr mit einem Tanzstück von Paul Calderone und Louiz Rodriguez.

Das Programm: Musik von Johannes Brahms mit dem Pianisten Alexandar Filic, Rezitationen von Frauke Thomczak und Uli Thiess aus diversen literarischen Liebesbriefen, ein Cello-Solo mit Gilad Kaplansky. Zum Abschluss singt Thomas Huy eine Auswahl aus Robert Schumanns „Dichterliebe“ und weitere Lieder.