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Düsseldorf: Die großen letzten Streichquartette

Düsseldorf : Die großen letzten Streichquartette

Zu den Konzerten dieses Jahres, denen man aus vollem Herzen ein volles Haus wünscht, zählt das Gastkonzert des Auryn-Quartetts im Robert-Schumann-Saal am Allerheiligentag (1. November, 17 Uhr). Es spielt ein wahrhaft spektakuläres Programm mit Werken von Jean Sibelius, Leo Janáek und Ludwig van Beethoven.

Jedes der drei Werke gilt als ein kammermusikalischer Höhepunkt des Komponisten. Sibelius selbst ist in diesem Konzert mit seinem wohl persönlichsten kammermusikalischen Werk vertreten: dem oft grüblerisch anmutenden Streichquartett in d-Moll mit Beinamen "Voces intimae", komponiert in Zeiten großer gesundheitlicher und finanzieller Krisen. Voller sehr persönlicher Emotionen ist auch Janáeks Streichquartett Nr. 2 - auch genannt "Intime Briefe" -, in dem die verzweifelt tiefen Gefühle des damals 74-jährigen Komponisten zu seiner langjährig umworbenen Muse Kamila Stösslová allgegenwärtig sind.

Von einer anderen Art der Innigkeit spricht das späte Streichquartett Nr. 15 in a-Moll des von Taubheit und Krankheit geplagten Beethoven. Er war gezwungen, die Komposition zu unterbrechen, und betitelte den später fertiggestellten mittleren Satz als "Heiligen Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit", mit der Anweisung, dessen Schluss "mit innigster Empfindung" zu spielen.

Info Karten von 12 bis 29 Euro (Schüler/Studenten sieben Euro) gibt es unter Telefon 274000 und an der Abendkasse. Weitere Informationen im Internet unter www.robert-schumann-saal

(w.g.)