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Die Düsseldorfer Jonges boten ein Benefizkonzert in der Tonhalle.

Benefizkonzert in der Tonhalle : Solche Töne erweichen auch den Barbier von Sevilla

Die Düsseldorfer Jonges veranstalteten ein Benefizkonzert in der Tonhalle. Solistin dieser „italienischen Nacht“ war die Mezzosopranistin Valerie Eickhoff.

Endlich konnte das mehrmals coronabedingt verschobene Benefizkonzert der Düsseldorfer Jonges in der sehr gut besuchten Tonhalle stattfinden – es erbrachte den stolzen Betrag von 40.000 Euro für die „Initiative Lebenshunger“, die von Essstörungen betroffene Menschen betreut. Darüber freuten sich nicht nur die anwesenden Vereinsmitglieder von „Lebenshunger“, sondern auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Vera Geisel. Sie dankte allen, die an der Vorbereitung und Durchführung des festlichen Abends beteiligt waren. Dem schloss sich Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven an, und Landtagspräsident André Kuper lobte die vorbildliche Initiative.

Die „Benefizgala italienische Nacht“, durch die Moderator René le Riche locker führte, wurde musikalisch getragen vom Sinfonieorchester der Camerata Louis Spohr, umsichtig geleitet von Bernd Peter Fugelsang. Der qualitätvoll besetzte Klangkörper zeichnete sich durch vorbildliche Begleitung der vokalen Vorträge aus, glänzte aber auch im Intermezzo sinfonico aus „Cavalleria rusticana“ und dem Preludio aus „La Traviata“.

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Solistin des Abends war die Mezzosopranistin Valerie Eickhoff, 25 Jahre jung, gerade mit einem Preis beim renommierten ARD-Gesangswettbewerb ausgezeichnet und schon festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein. Störten bei ihrer Cherubino-Arie („Hochzeit des Figaro“) noch einige unnötige Härten in der Mittellage, überzeugte die Sängerin in einem Duett aus „La Traviata“. Unbestrittener Höhepunkt des Abends war die grandios gelungene Arie der Rosina aus „Der Barbier von Sevilla“. Die liebreizende Leichtigkeit ihres Vortrags, die souveräne Stimmbeherrschung und die Schönheit ihres bestens geschulten Mezzos wurden zu Recht gefeiert.

Die „Bohemiens – The Tenor Sensation“ waren vor allem für das festliche Finale zuständig. Mit „Torna a Surriento“ und „O sole mio“ brachten sie den Saal zum Kochen. Doch es gab auch Solistisches: Sascha Dücker ließ die Sterne stahlhart blitzen („Tosca“), und Andreas Schönberg gestaltete die Szene des Bajazzo durchgängig im Fortissimo. Ricardo Marinello hingegen erfreute mit Lyrischem („Liebestrank“) und war Valerie Eickhoff ein einfühlsamer Partner („La Traviata“). Als Zugabe war „Nessun dorma“ – von allen interpretiert – die willkommene Wahl, und das jubelnde Publikum durfte den Chorpart übernehmen.