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Düsseldorf: Deilmann weist Kritik wegen Quadriennale-Aus zurück

Düsseldorf : Deilmann weist Kritik wegen Quadriennale-Aus zurück

Noch bevor das Ampel-Bündnis im Rat richtig geschlossen ist, wird der Tonfall zwischen den neuen rot-gelb-grünen Partnern und der CDU-Opposition rauer. Der Grund ist das für manche überraschend im Ampel-Vertrag verkündete Ende für das Kunstfestival Quadriennale.

"Hier wird eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe ohne Angabe von Gründen lebendig begraben", ärgert sich Friedrich G. Conzen, CDU-Bürgermeister und Vorsitzender des Kulturausschusses. Er verweist darauf, dass die dritte Auflage des Kunstfestivals in diesem Jahr mit 310 000 so viele Besucher wie nie zuvor gehabt habe.

Conzen kritisiert auch, dass die beteiligten Institute über das Aus nicht vorab informiert worden seien. "Von der viel beschworenen Transparenz, für die die Ampel stehen will, kann hier keine Rede sein." Conzen hätte sich eine Verbreiterung der Quadriennale auf den Bereich Musik - etwa mit Kraftwerk, den Toten Hosen oder Dieter Falk - gewünscht.

Als "unverschämt" bezeichnet Grünen-Kulturexpertin Clara Deilmann Conzens Kritik. "Die CDU tut gerade so, als ob es die Diskussion um die Fortführung des Festivals nicht schon seit langem gegeben hätte." Sie habe Zweifel daran, dass die Institutsleiter wirklich überzeugt von der Quadriennale gewesen seien. "Außerdem frage ich mich, warum die CDU ihre guten Ideen bisher nicht umgesetzt hat."

(dr)