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Das Festival "Spot On Jazz" will 2022 internationalen Jazz bieten

Festival „Spot On Jazz“ in Düsseldorf : Die Großmeister des Hardbop

Das Düsseldorfer Festival „Spot On Jazz“ will ab 1. April endlich wieder internationale Stars nach Düsseldorf bringen. Zuvor gibt es einen Wettbewerb für Nachwuchs-Schlagzeuger.

Für ein noch junges Festival wie „Spot On Jazz“ in Düsseldorf waren die Corona-Jahre katastrophal. Nach der dritten Ausgabe 2018 hatten sich die Verantwortlichen eigentlich entschlossen, ihr Festival nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. Zwei Mal musste aber die vierte Ausgabe dieses Jazzfests wegen der Corona-Krise verschoben werden, 2020 ebenso wie 2021.

2022 versuchen nun die Spielstätten, die Jazz-Schmiede und der Robert-Schumann-Saal, einen Neustart – in der Hoffnung, dass die pandemische Lage ein Konzertprogramm mit nationalen und internationalen Musikern und Bands zulässt und das Publikum sich motivieren lässt.

Bevor das eigentliche „Spot On Jazz“-Festival startet, gibt es als Vorspiel die Premiere eines neuen Wettbewerbs. Junge Jazzmusiker im Alter von 16 bis 23 Jahren sollen mit dem mit 5000 Euro dotierten „Young Jazz Talent Award“ gefördert werden, im ersten Jahr liegt der Fokus auf dem Schlagzeug. Um den Auswahlprozess zu vereinfachen, werden die Schlagzeug-Professoren Thomas Alkier (Essen) und Jonas Burgwinkel (Köln) je zwei Kandidaten vorschlagen, die am 31. März in der Jazz-Schmiede um den Preis spielen sollen. Eine Jury unter anderem mit den Drummern Jens Düppe und Peter Weiss entscheidet nach den Konzerten. Der Gewinner wird im Herbst mit seiner Band in vier renommierten Jazzclubs live zu hören sein.

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Wie schon bei den ersten drei Ausgaben von „Spot On Jazz“ gibt es auch diesmal wieder Konzerte mit nationalen Gruppen und internationalen Jazz-Größen. Der Leipziger Gitarrist Werner Neumann macht mit seinem Orgeltrio am 1. April in der Jazz-Schmiede den Anfang. Einerseits lassen die drei Musiker die Leistungen der Altvorderen dieser traditionsreichen Besetzung aufscheinen, andererseits halten sie nach nicht alltäglichen Kombinationen von Klängen und Grooves Ausschau – wobei Neumann das „Elektrische“ gerne auch dem Organisten Steffen Greisiger überlässt, um sich auf der akustischen Gitarre auf sein virtuoses Finger-Picking zu konzentrieren.

Für den Namen seiner Band Lotus Eaters hat sich Wanja Slavin von der Mythologie inspirieren lassen. So wie sich die drei Kundschafter Odysseus’ selbst vergaßen, als sie beim Volk der Lotophagen von der Lotuspflanze aßen, will der Berliner Saxofonist mit seinen Musikern im selbstvergessenen Fluss der Improvisation eine neue Ästhetik entwickeln.

Am 2. April wird es dann im Robert-Schumann-Saal international. Aus Schweden und Dänemark kommt ein Trio mit der Sängerin Caecilie Norby, ihrem Ehemann, dem Bassisten Lars Danielsson, und dem Gitarristen Ulf Wakenius nach Düsseldorf. Grundlage sind singbare, fast schon folkloristische Melodien.

Ästhetisch und stilistisch entgegengesetzt wird das Konzert mit The Cookers sein, einem Septett aus den USA, das mit Veteranen des Hardbop besetzt ist. Vor mehr als 50 Jahren standen diese Musiker am Anfang ihrer Karriere; von den alten Helden dieser swingenden Musik aus den USA bekamen sie die Fackel in die Hand gedrückt, um neue Entwicklungen im Jazz anzustoßen. Eine mit George Cables (Piano), Cecil McBee (Bass) und Billy Hart (Drums) besetzte Rhythmusgruppe sorgt für diesen typisch afroamerikanischen, hart auf den Beat gespielten Swing, auf dem sich die Saxofonisten Billy Harper und Donald Harrison sowie die Trompeter Eddie Henderson und David Weiss mit viel rhythmischem Drive und eloquenten Soli austoben können.

Nach den zwei Corona-Jahren, in denen man hierzulande nur selten US-amerikanische Musiker live erleben konnte, ist der Auftritt mit The Cookers ein hoffnungsvoller Schlusspunkt von „Spot On Jazz“.

Info www.jazz-schmiede.de und www.robert-schumann-saal.de