Düsseldorf: CSD mit Straßenfest und bunter Parade

Düsseldorf : CSD mit Straßenfest und bunter Parade

Mit einem großen Programm feiern Schwule, Lesben und Transgender am Wochenende den Christopher Street Day. Das CSD-Motto lautet "Da geht noch was!"

Von Freitag bis Sonntag flattert in Düsseldorf die Regenbogen-Fahne, das Symbol für Akzeptanz, Toleranz und Vielfalt. Anlass ist der Christopher Street Day, der in Düsseldorf zum 13. Mal von Schwulen, Lesben, Trangendern und vielen Besuchern gefeiert wird. "Der Düsseldorfer CSD zeugt von der weltoffenen und aufgeschlossenen Atmosphäre in Düsseldorf", sagt Thomas Geisel, Oberbürgermeister und Schirmherr des CSDs in der Landeshauptstadt.

Sängerin Frl. Menke singt NRW-Hits wie "Hohe Berge". Foto: Menke

Start der Feierlichkeiten ist am Freitag um 17.30 Uhr mit einer ökumenischen Andacht in der St. Josephskapelle Altstadt. Um 19 Uhr wird das CSD-Straßenfest auf dem Johannes-Rau-Platz eröffnet. Auf der Bühne sollen die Big Band der Polizei NRW, Sängerin Bo Shannon sowie die Sänger Joe Doll und Max Weyers für gute Stimmung sorgen. Das Straßenfest bleibt bis Sonntag der Mittelpunkt vom Düsseldorfer Christoper Street Day. Es gibt zahlreiche Info- und Verkaufsstände, Getränke- und Imbisswagen sowie eine Tanzfläche.

Der Höhepunkt am Samstag ist der Demonstrationszug. Mehr als 1500 Teilnehmer marschieren mit oder fahren auf Wagen - meist mit lauter Musik und in bunten Kostümen. Start ist um 14 Uhr ab Friedrich-Ebert-Straße. Der bunte Zug führt über die Oststraße, Graf-Adolf-Straße, Königsallee, Heinrich-Heine-Allee, durch die Altstadt, über das Rathausufer bis zum Johannes-Rau-Platz. "Der Samstag ist ein guter Tag für die Parade, weil wir von möglichst vielen Menschen gesehen werden möchten", sagt Kalle Wahle, der mit einem großen Team den CSD organisiert.

Auf der großen Straßenfest-Bühne startet nach Ankunft der CSD-Demo ein großes Programm. Das Moderatoren-Team mit Käthe Köstlich, Andreas Vollmert und Max Weyers präsentiert Live-Musik unter anderem mit Porno Al Forno und dem italienischen Sänger Osvaldo Supino.

Die große CSD-Party findet Samstag ab 22 Uhr im Stahlwerk an der Ronsdorfer Straße statt. In Halle und Club legen die DJs Hildegard und Felix Jackson auf. Bei gutem Wetter ist auch die Open-Air-Area Treibgut geöffnet.

Am Sonntag öffnet das Straßenfest um 12 Uhr. Als Top-Act auf der Bühne wird Frl. Menke ("Hohe Berge") erwartet. Das Düsseldorfer CSD-Wochenende soll gegen 22 Uhr sein Finale erreichen. Gäste und Besucher möchten gemeinsam Luftballons aufsteigen lassen, "um unsere fröhlichen Herzen in die Welt hinaus zu schicken", sagt Wahle.

Das CSD-Motto 2016 lautet "Da geht noch was!". Zwar habe die schwul-lesbische Bewegung schon viel erreicht bei Akzeptanz und Gleichberechtigung, sagt Wahle. In Bereichen wie Sport, Kirche, Politik und Brauchtum aber müssten noch Fortschritte erzielt werden.

Der fast weltweit gefeierte CSD geht zurück auf ein Ereignis in der Christopher Street in New York im Jahr 1969. Schwule protestierten erstmals öffentlich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

www.csd-d.de

(RP)
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