1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Kultur

Asphalt-Festival 2022 in Düsseldorf: Künstler feiern in der ganzen Stadt

Asphalt-Festival in Düsseldorf : Künstler feiern auf Bühnen in der ganzen Stadt

Das zehnte Asphalt-Festival in Düsseldorf lockt mit über 60 Veranstaltungen an Aufführungsstätten in der ganzen Stadt. Etabliertes, Exotisches, Sinnliches – wer hier nichts findet, ist selber schuld. Ein Überblick.

Das Asphalt Festival ist seit zehn Jahren eine feste Größe in Düsseldorfs Veranstaltungskalender. Das Jubiläum wird vom 23. Juni bis 10. Juli mit über 60 Veranstaltungen gefeiert, darunter zahlreiche Uraufführungen und Koproduktionen. Es ist die Mischung, aus Tanz, Theater, Musik, Performances und Lesungen, die das Publikum seit 2012 begeistert.

Seitdem ist der Sommer der Künste gewachsen und hat immer wieder für ebenso abwechslungsreiche wie interessante Programme und Auftrittsorte gesorgt. So hat sich die Seebühne auf dem Schwanenspiegel, 2020 als pandemiebedingte Notlösung gestartet, inzwischen als beliebter Schauplatz für Lesungen und Konzerte etabliert. Für die zehnte Auflage haben sich die Festivalleiter Christof Seeger-Zurmühlen und Bojan Vuletic mit ihrem Team wieder einiges vorgenommen:

 Billie Kawendé singt Soul und Gospel.
Billie Kawendé singt Soul und Gospel. Foto: Billie Kawende

Seebühne: Auf der schwimmenden Bühne im Schwanenspiegel treffen Soul und Gospel mit Billie Kawendé (23.06./20 Uhr) auf südamerikanischen Power Brass mit dem Desmadre Orkesta (24.06./20 Uhr). Global Pop aus Köln mit den musikalischen Grenzgängern von RasgaRasga (25.06./20 Uhr) setzt Kontraste zur alle Genregrenzen sprengenden Sängerin und Bratschistin Jelena Popržan (27.06./20 Uhr).

  • Tickets, Line-Up, Fakten : Das muss man zu Parookaville 2022 in Weeze wissen
  • Nach zwei Jahren Abstinenz findet dieses
    Techno-Festival in Dortmund : Alle Informationen zum Indoor-Rave Mayday 2022
  • Der russisch-ukrainische Objektkünstler Aljoscha studierte in
    Aljoscha aus Düsseldorf : Russisch-ukrainischer Künstler bringt Installationen in den Krieg
  • An der Brunnenstraße gibt es interessante
    Einkaufen im Stadtteil : Straßenfest am Samstag an der Brunnenstraße
  • Aktuelle Corona-Impfzahlen für NRW : Anteil der Menschen mit Booster-Impfung in NRW steigt um 205 auf 62,7 Prozent
  • Seit dem 27. Dezember wird in
    Aktuelle Corona-Impfzahlen für Deutschland : RKI meldet 23.876 neue Impfungen in Deutschland im Vergleich zum Vortag

Lesestoff: Aktuelle Ereignisse spiegeln sich in den Lesungen des Festivals wieder, wenn Ronya Othmann in ihrem Lyrikdebüt „die Verbrechen“ Flucht und Zerstörung thematisiert (Seebühne 26.06./20 Uhr) und Bachmann-Preisträgerin Tanja Maljartschuk in ihrem Buch „Blauwal der Erinnerung“ von einen vergessenen ukrainischen Volkshelden erzählt (Seebühne 02.07./20 Uhr).

Erst- und Uraufführungen: Mit ihrer Performance „Let it burn“ konfrontieren Marcela Levi und Lucia Russo das Publikum mit überholten und neuen Klischees über schwarze Körper. Zu sehen in deutscher Erstaufführung in Halle 29/Alte Farbwerke (06.07/19 Uhr und 07.07./10 Uhr). Festivalleiter Bojan Vuletic spielt in „Visions of Excess“ mit Erfahrungen des Kontrollverlusts. Seine zeitgenössische Komposition ist als Uraufführung in der Sammlung Philara zu sehen (06.07./20:30 Uhr). Ebenfalls als Uraufführung bringt Schauspieler Peter Trabner das Stück „Das Leben des Diogenes“ auf die Seebühne, in dem er den Umgang mit Konsum und Umweltzerstörung auf humorige Weise unter die Lupe nimmt (06.07./20:30 Uhr).

 Die Gruppe Fix und Foxy bringt mit „Dark Noon“ Westernflair auf die Bühne.
Die Gruppe Fix und Foxy bringt mit „Dark Noon“ Westernflair auf die Bühne. Foto: Soeren Meisner/Søren Meisner

Weltkunstzimmer: Das südafrikanische Schauspieler-Kollektiv Fix und Foxy entlarvt im Stück „Dark Noon – a western about us“ gängige Vorstellungen und romantische Klischees des Westerngenres. Zu sehen im Weltkunstzimmer/Glashalle (23.06./20 Uhr, 24. und 25.06./19.30 Uhr und 26.06./17 Uhr).

Schleimig wird es in der neusten Produktion „Gootopia“ der Wiener Choreografin Doris Uhlich. Die glibberige Substanz vernetzt die Tanzenden und lässt sie immer neue Verbindungen miteinander eingehen. Zu sehen im Weltkunstzimmer/Glashalle (28.06./19:30 und 29.06./20 Uhr).

 Global Pop aus Köln: Rasgarasga.
Global Pop aus Köln: Rasgarasga. Foto: Karl Degenhardt

Asphalt unterwegs in der Stadt: Das Theaterkollektiv Piérre.Vers unter Leitung von Christof Seeger-Zurmühlen schließt mit „Endstation fern von hier“ seine performative Auseinandersetzung in Vier Produktionen mit Ereignissen aus der NS-Zeit, die Düsseldorf und seine Bürger bis heute prägen, ab. Startpunkt ist der Vorplatz des Stadtarchivs (22. bis 30.06./jeweils 18 Uhr).

Tanz: In „Scores that shaped our Friendship” tanzt Lucy Wilke mit Partner Pawel Duduś ein ebenso humorvolles wie sinnliches Pas de deux zur Musik von Kim Twiddle. Die Schauspielerin und Sängerin Lucy benutzt dabei einen Rollstuhl, denn sie wurde mit einer spinalen Muskelatrophie geboren. Aufführung in Halle 29/Alte Farbwerke (23.06/18 Uhr, 24.06./20:30 Uhr, 25.06./16 Uhr).