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Düsseldorf: Am Wochenende zur Kunst bummeln

Düsseldorf : Am Wochenende zur Kunst bummeln

Ab heute zeigen 20 Düsseldorfer Galerien bei den DC Open ihre Kunst. Wir stellen zehn Ausstellungen vor.

Lange Zeit wollten alle nach Berlin, die Künstler und auch die Galeristen. Seit einigen Jahren jedoch besinnt man sich wieder auf die rheinische Tradition. Früher neideten Düsseldorfer und Kölner Galeristen einander die Erfolge, betrieben sogar Geheimniskrämerei, was Termine und Ausstellungen betraf. Aber man hat gelernt, besinnt sich auf die gemeinsamen Stärken. "Düsseldorf Cologne Open Galleries" heißt die Reihe, bei der sich Galerien in beiden Städten an einem Wochenende präsentieren. Seit sieben Jahren stellen sie das vielfältige Angebot der Region aus. In Düsseldorf nehmen 20 Galerien teil. "Die Stimmung unter den beteiligten Galeristen ist gut", sagt Ljiljana Radlovic, Koordinatorin der Veranstaltung. "Die DC Open ist etabliert". Wir haben zehn Tipps für den Kunstbummel am Wochenende zusammengestellt.

Matias Faldbakken

Der auch als Schriftsteller ("The Cocka Hola Company") bekannte Norweger Matias Faldbakken zeigt in der Galerie Capri wuchtige Installationen. Bei ihm haben die Objekte einen schweren Stand, er legt einen senkrecht stehenden Jacuzzi mit Badezimmerfliesen aus und verweigert dem Ding an sich schlichtweg die Funktion.

Sol LeWitt

Die Doppel-Ausstellung der "Wall Drawings" von Sol LeWitt (1928-2007) in den Konrad-Fischer-Galerien in Düsseldorf und Berlin vereint insgesamt zwölf Arbeiten: farbige und schwarz-weiße "Wall Drawings" aus den Jahren 1979, 1989 und 1993. Die Düsseldorfer Galerie präsentiert die farbigen Arbeiten. Außerdem zeigt die Galerie eine Reihe von Gouachen aus den Jahren 1993 bis 2005.

"Body Bilding"

Eine von Piper Mitchell kuratierte Gruppenausstellung ist in der Galerie Max Mayer zu sehen. Unter anderem werden Werke von Mitchell Anderson und Jo Baer ausgestellt.

Robert Longo

In der Galerie Hans Meyer ist eine Neuinszenierung der dreiteiligen Installation "The Invention of Zero (After Malevich)" von Robert Longo zu sehen. Ergänzt wird die Installation durch eine Serie von Papierarbeiten des Künstlers. Die Ausstellung ist eine eigenwillige Hommage an den Künstler Kasimir Malevich, den Pionier des Suprematismus.

Jan Albers

Der Besucher soll in die Ausstellung in der Galerie Van Horn hineingesaugt werden, sich darin wie in einem Labyrinth aus Formen und Farben bewegen, die Bilder von Jan Albers, die mit Nähe und Ferne spielen, Hitze und Kälte, Chaos, Zerstörung und Ordnung in sich aufnehmen - und sich davon berauschen lassen.

Arik Levy

Kristallische und mineralische Strukturen setzt der Künstler Arik Levy in seinen Skulpturen in Szene. Zu sehen sind seine Arbeiten an diesem Wochenende in der Setareh Gallery.

Julia Bünnagel

In ihrer ersten Einzelausstellung in der Galerie Rupert Pfab zeigt die Kölner Bildhauerin, Installationskünstlerin und Soundperformerin Julia Bünnagel eine Auswahl neuerer Arbeiten. In einer intermedialen Installation aus Sägezeichnungen, Papierarbeiten, Schrift, Licht und kybernetischen Objekten fügen sie sich in den Raum ein und ergänzen ihn.

Ce Jian

Ce Jian beschäftigt sich in der Galerie Philine Cremer mit dem durch moderne technische Bildformen veränderten Sehen. Dabei stellt die Künstlerin die Frage, wie Landschaft als Realität und Raumausblick gegenwärtig noch gedacht werden kann, wo die Abbildung der Welt sich doch auf analytische Modelle, 3D-Animationen und abstrakte Visualisierungen von Daten stützt.

Ian Hamilton Finlay

Der schottische Künstler Ian Hamilton Finlay (1925-2006) ist mit Siebdrucken aus den 1960er bis 70er Jahren bei den DC Open vertreten. Der größte Werkkomplex in der Galerie Linn Lühn umkreist das Thema der Französischen Revolution, ihrer Vertreter, ihres Verlaufs und Gedankenguts.

(RP)