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Düsseldorf: Kultur-Aktion "Text, Ton, Applaus" startet Freitag

Düsseldorf : Kultur-Aktion "Text, Ton, Applaus" startet Freitag

Das Projekt rückt Düsseldorfer Kreative in den Vordergrund und verbindet Literatur, Schauspiel und Musik.

Sven-André Dreyer ist etwas verärgert. Der Schriftsteller kritisiert, dass der Düsseldorfer Literaturpreis in diesem Jahr erneut an einen Künstler vergeben wurde, der nicht in Düsseldorf wohnt und arbeitet. Dreyer kennt sich aus in dem Thema: Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und etablierte mehrere Literaturveranstaltungen in der Stadt. "Lesen in der Klause" etwa und "Lies, Du Sau!". Am Freitag präsentiert Dreyer erstmals das Kultur-Projekt "Text, Ton, Applaus". Statt sich wie in der Vergangenheit aber ausschließlich auf das geschriebene und gesprochene Wort zu konzentrieren, geht Dreyer mit der Aktion "Text, Ton, Applaus" neue Wege.

"Das Projekt ist eine Verbindung aus Literatur, Schauspiel und Musik", sagt er. Für den Literaturteil werden Dreyer und Wenzel mit ihren aktuellen Texten sorgen. "Es sind Geschichten, die sich mit dem Leben in Düsseldorf beschäftigen - politisch und mit einem Augenzwinkern." Den Schauspiel-Part organisieren Mareike Götzinger vom Schauspielhaus sowie Literatur- und Theaterwissenschaftlerin Verena Meis. Als Kuratorinnen stellen sie den Zuschauern bekannte und weniger bekannte Schauspieler vor, zum Beispiel vom Düsseldorfer Schauspielhaus oder von den kleinen Bühnen der Stadt. Die Schauspieler werden von ihrer Arbeit und von Hintergründen der Theaterszene berichten. Fragen der Zuschauer seien dabei immer willkommen, betont Dreyer. Als ersten musikalischen Gast begrüßt er bei der "Text, Ton, Applaus"-Premiere den Sänger und Songwriter Alex Amsterdam. Er wird Songs singen, die erst ab Ende Januar auf seiner neuen CD "Come what may" im Handel sind.

"Text, Ton, Applaus" soll abwechslungsreiche Unterhaltung bieten sowie die Gelegenheit, in gemütlicher Atmosphäre das kulturelle Angebot in der Stadt kennenzulernen. Aber die Organisatoren möchten auch ein Zeichen setzen. "Düsseldorfer Künstler schaffen sehr wohl viel preiswürdige Kultur innerhalb der Stadtgrenzen", sagt Dreyer. Der Eintritt am Freitag im Café Enuma an der Brunnenstraße 44 ist frei. Beginn ist um 20 Uhr.

(RP)