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Düsseldorf: Künstler tauchen vor Akademie ab

Düsseldorf : Künstler tauchen vor Akademie ab

Zum Rundgang gibt es eine Unterwasser-Performance vor dem Eingang.

Der eine liest zwischen Stehlampe und Zimmerpflanze im Strickpulli in einem Buch, der andere isst eine Banane. Was zunächst wenig spektakulär klingt, gewinnt an Attraktivität, wenn man weiß, dass Marco Biermann und Thomas Kleine diese alltäglichen Dinge unter Wasser erledigen - und zwar in einem zwölf Quadratmeter großen blauen Container, der mit 26.000 Kubikmetern Wasser randvoll gefüllt und an einer Seite komplett mit einer Scheibe versehen ist. Er steht vor der Kunstakademie, und die Performance soll auf den jährlichen Rundgang hinweisen, der ab Mittwoch bis Sonntag täglich von 10 bis 20 Uhr dazu einlädt, die Arbeiten der Studenten kennen zu lernen.

Auch Kleiner und Biermann haben hier studiert, und sie spielten immer schon mal mit dem Gedanken, ganz normale Alltagssituationen für ein breites Publikum durchzuexerzieren, "nur eben unter Wasser und für einen längeren Zeitraum", wie der 27-jährige Kleiner betont. Den Container hätten sie dafür extra aus Wien zur Eiskellerstraße transportieren lassen, ihn mit einigen (beschwerten) Möbelstücken ausgestattet und das Wasser dann mit zwei Heizstäben auf 20 Grad erwärmt, ergänzt der 33-jährige Biermann. "Es soll alles so authentisch wie möglich aussehen."

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In den kommenden Tagen werde bis Sonntag immer mindestens einer der beiden Performance-Künstler seine Zeit unter Wasser verbringen (außer nachts), zwar mit Neoprenanzug und Tauchausrüstung, darüber aber mit Alltagskleidung. "Es ist schon erstaunlich, welch anderen Gesetze unter Wasser herrschen", sagt Kleiner, der seinen Partner auch zu einer Partie Unterwasserschach herausfordern will.

(arc)