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Luxus-Wohnraum für Düsseldorfer Studenten: Kritik an Luxus-Wohnheim

Luxus-Wohnraum für Düsseldorfer Studenten : Kritik an Luxus-Wohnheim

Appartments mit Fußbodenheizung, Echtholzparkett und schicker Einbauküche – der geplante Bau eines 26 Millionen Euro teuren Luxus-Wohnheims für Studenten an der Witzelstraße in Bilk stößt auf herbe Kritik in der Politik. Der Bau entspreche nicht der Bedarfslage in der Stadt, hieß es in einer Mitteilung der SPD-Ratsfraktion von Andreas Rimkus, dem wohnungspolitischen Sprecher der Fraktion.

Appartments mit Fußbodenheizung, Echtholzparkett und schicker Einbauküche — der geplante Bau eines 26 Millionen Euro teuren Luxus-Wohnheims für Studenten an der Witzelstraße in Bilk stößt auf herbe Kritik in der Politik. Der Bau entspreche nicht der Bedarfslage in der Stadt, hieß es in einer Mitteilung der SPD-Ratsfraktion von Andreas Rimkus, dem wohnungspolitischen Sprecher der Fraktion.

Es sei allgemein bekannt, dass besonders im mittleren und niedrigen Preissegment der Mangel an Wohnungen für Studenten ein Problem sei. Der Bau des neuen Wohnheims sei jedoch alles andere als die Schaffung von preiswertem Wohnen: Denn für eine 22 Quadratmeter große Wohnung sollen Studenten dort rund 500 Euro Miete zahlen. Um dauerhaft junge Menschen an Düsseldorf zu binden, bedürfe es nicht solcher Luxus-Appartments, sondern preiswerter Wohnungen, die sich Berufsanfänger leisten könnten, so Rimkus weiter.

Auch die Ratsfraktion der Grünen sieht das Vorhaben kritisch: "Ich bin überrascht über das Ganze und würde gerne wissen, mit wem von der Stadt der Anbieter des Wohnheims überhaupt schon einmal über den Bau gesprochen hat", sagte Antonia Frey, Vorsitzende des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung auf Anfrage unserer Zeitung. Zwar sei sie sicher, dass das Wohnheim gefüllt würde, weil viele Studenten mit gut situierten Eltern nach Düsseldorf kämen. "Aber gewünscht haben wir uns etwas anderes: nämlich preiswerte Wohnheime für alle."

Insgesamt 292 Appartements sollen in dem neuen Wohnheim entstehen. Dessen Bauträger ist die Frankfurter Firma "Youniq", die bisher Studentenwohnungen in München, Frankfurt und Karlsruhe betreibt. Der Bau in Bilk ist das erste Projekt des Unternehmens in NRW. Weil Düsseldorf aus Sicht von Youniq ein aufstrebender Hochschulstandort ist, hatte man sich dazu entschlossen, das 9800 Quadratmeter große Grundstück in Bilk zu kaufen.

(lai)