Carlsplatz: Kritik an Geschäftsführer

Carlsplatz : Kritik an Geschäftsführer

Am 2. Oktober soll auf dem Carlsplatz ein Erntedankfest gefeiert werden. Dabei sollen Markthändler ihre Waren zu einem günstigeren Preis anbieten – die Einnahmen gehen an die Welthungerhilfe. Ein Teil der Kaufleute ist schon vorher bedient.

Am 2. Oktober soll auf dem Carlsplatz ein Erntedankfest gefeiert werden. Dabei sollen Markthändler ihre Waren zu einem günstigeren Preis anbieten — die Einnahmen gehen an die Welthungerhilfe. Ein Teil der Kaufleute ist schon vorher bedient.

In einem Brief an Markt-Geschäftsführer Dieter Deimel beschweren sie sich darüber, dass Altstadtbäcker Josef Hinkel einen Stand sponsern will. Kritik kommt von Bäckern, aber nicht nur. Dieter Deimel, Geschäftsführer der Karlplatz GmbH, steht in der Kritik, will sich aber nicht beirren lassen: "Bei Hinkel bleibe ich stur. Wir kooperieren mit der Altstadtgemeinschaft." Hinkel ist deren stellvertretender Vorsitzender.

Mit den Bäckern auf dem Markt ist für Deimel derzeit ohnehin nicht gut Kirschen essen. Er macht keinen Hehl daraus, dass er mit dem Brotangebot nicht zufrieden ist. "Das ist mir zu viel Fabrikbrot." Er hat einen Bio-Bäcker von der Aachner Straße unter Vertrag genommen. Der soll mit einem benachbarten, ebenfalls neuen Bio-Bauern das Angebot qualitativ verbessern. Komplett sperren gegen die Kritik will sich Deimel aber nicht.

Für Anfang September will er zu einer Versammlung einladen, bei der die strittigen Themen besprochen werden sollen. Dazu zählt auch das Installieren von Videokameras und Bewegungsmeldern. So will man gegen nächtliche Zerstörungswut und Einbrüche vorgehen. Gegen den Vorwurf aus Händlerkreisen, er und der Vorsitzende der Karlplatz GmbH, Eric Fehling, agierten bei der Planung des Erntedankfests unprofessionell, sagt Deimel: "Wir sind keine Profis. Wir machen unsere Arbeit ehrenamtlich."

(RP)
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