Kooperationsvertrag zum Bau eines Kinderhospizes in Norwegen in Düsseldorf unterzeichnet

Kinderhospiz in Düsseldorf: Unterstützung für sterbenskranke Kinder und ihre Familien

(ctri) Wenn in Deutschland ein Kind unheilbar erkrankt, brauchen Familien Unterstützung. Derzeit existieren 16 stationäre Kinder- und Jugendhospize in Deutschland, die betroffenen Familien helfen, die verbleibende Zeit möglichst lebensfroh und positiv zu gestalten.

Damit nimmt Deutschland eine Vorreiterrolle in Europa ein, sagt Melanie van Dijk, Geschäftsführerin des Düsseldorfer Kinderhospiz Regenbogenland: „Die Palliativmedizin für Kinder steckt in vielen Ländern noch in der Entwicklungsphase.“

Die Erfahrung machte auch Natasha Pedersen, als ihr Kind vor acht Jahren unheilbar erkrankte. Obwohl sich derzeit über 400 Kindern in einer ähnlichen Situation befinden, suchte die Norwegerin in ihrem Heimatland damals vergeblich nach einer ähnlichen Einrichtung. Also beschloss sie, diesen Missstand selbst anzugehen. Mehrere Monate reiste die Mutter, die ihr Kind inzwischen verloren hat, durch Europa und schaute sich verschiedene Einrichtungen an, die als Vorbild für ihr Vorhaben in Frage kommen könnten. Dabei blieb ihr das Düsseldorfer Kinderhospiz besonders in Erinnerung. „Der Besuch im Regenbogenland war der erste in einer solche Einrichtung. Deswegen hatte es auch den größten Einfluss auf mein Vorhaben“, sagt Pedersen. Deshalb folgten viele weitere Besuche.

Mittlerweile hat Pedersen mit ihrer gegründeten Organisation „Norwegian Associaton for Children‘s Palliative Care“ so viele Spenden gesammelt, dass der Baustart eines Kinderhospizes in Kristiansand unmittelbar bevorsteht. Gleichzeitig wird der Kontakt zum Regenbogenland intensiviert. So unterzeichneten Pedersen, van Dijk und Norbert Hüsson von der Stiftung des Regenbogenlandes jetzt eine Kooperationsvereinbarung. Zuvor hatte sich bereits die norwegische Gesundheitsministerin Ase Michaelsen ein Bild von der Düsseldorfer Einrichtung gemacht. Die Kooperation sieht nicht nur finanzielle Unterstützung durch die Stiftung zum Bau des Hospizes vor, sondern soll auch den fachlichen Austausch fördern. Zudem hilft das Regenbogenland bei der Planung des internationalen Kinderpalliativzentrums mit, das mit dem Bau des norwegischen Kinderhospizes an gleicher Stelle entstehen wird.

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