Kommunalwahl 2020 in Düsseldorf - CDU startet Suche nach OB-Kandidaten

Düsseldorf: CDU startet Suche nach OB-Kandidaten

Die Düsseldorfer CDU nimmt die Kommunalwahl 2020 in den Blick. Das wurde beim Parteitag im Palais Wittgenstein deutlich. Saal und Empore waren mit mehr als 200 Mitgliedern besetzt. Die Top-Themen:

Wer fordert Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) heraus? Dafür setzen die Christdemokraten eine Findungskommission ein. Der Startschuss wird bei einer Klausurtagung in zwei Wochen fallen, bei der man Daniel Schranz, Oberbürgermeister von Oberhausen, als Impulsgeber erwartet. Zeitgleich beginnt der Prozess für die Formulierung eines "Regierunsprogramms für Düsseldorf", an dem die Basis mitwirken soll, beispielsweise durch Bürgerbefragungen an Info-Ständen. Bei der Formulierung eines Grundsatzprogramms übernehmen zwei altgediente Christdemokraten Verantwortung: der frühere Bürgermeister Heinz Hardt und der ehemalige Geschäftsführer der Handwerkskammer, Thomas Köster.

Schwerpunktthema des Abends war die E-Mobilität. Die CDU hatte dazu Günther Schuh eingeladen, Professor der RWTH Aachen. Er hat den Streetscooter entwickelt, einen E-Transporter, und wird dieses Jahr den E-Kleinwagen e.Go auf den Markt bringen. Er las der Automobilwirtschaft die Leviten und machte viel Werbung für sein Auto, das es schon für 16.000 Euro geben wird, Batterie inklusive und ohne Mietgebühr. Bei der Diskussion um die Verkehrspolitik in Düsseldorf machte dann David Gabrysch mit, der als Chef des Automobildienstleisters Arwe Car-Sharing-Projekte in die Städte gebracht hat. Der CDU-Mann forderte eine bessere Vernetzung der Mobilitätsangebote und eine viel offensivere und mutigere Stadtpolitik. Als er von 200 reservierten Parkplätzen für Car-Sharer auf der Kö sprach, ging ein Raunen durch den Saal. Ratsherr Andreas Hartnigk machte sich für eine flexiblere Nutzung der Verkehrsflächen stark. Ein Busspur, die 20 Minuten nicht anders genutzt werde, sei nicht sinnvoll.

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Spannend wurde es bei den Anträgen. Mit knapper Mehrheit wurde der Vorschlag der Frauen-Union abgelehnt, die Amtszeit der Bundeskanzlerin/des Bundeskanzlers auf zehn oder zwölf Jahre (je nach Länge der Legislaturperiode) zu begrenzen. Sylvia Pantel, Chefin der Frauen-Union und Merkel-Kritikerin: "Wir wollen die CDU schützen und die Abwahl eines Kanzlers wie im Fall Helmut Kohl verhindern."

(ujr)