Kommentar zur Dienstwagen-Affäre bei der Rheinbahn

Dienstwagen-Affäre bei der Rheinbahn : Eine Affäre zur Unzeit

Es ist wieder Sand im Getriebe bei der Rheinbahn. Ein Kommentar.

Die Rheinbahn hat harte Zeiten zu bestehen. Über Monate bestimmten negative Schlagzeilen die öffentliche Wahrnehmung, sie reichten von Zugausfällen und massiver Unpünktlichkeit bis zu ausbleibendem Passagierzuwachs. Und jetzt, da sich ein neuer Vorstand formiert hat und es gerade beginnt, etwas besser zu laufen, produziert ein Mitglied der Chefetage eine Dienstwagen-Affäre.

Natürlich: Es ist noch keineswegs ausgemacht, dass sich Vorständin Sylvia Lier unzulässig verhalten hat. Dass sie aber, vorsichtig ausgedrückt, äußerst ungeschickt agiert hat, lässt sich schon jetzt sagen.

Wer benötigt ein E-Auto als Dienstwagen mit privater Nutzung, um anschließend für den Urlaub Geld für einen Leihwagen zu verlangen, weil es ja im Ausland nicht genug Ladesäulen gibt? Zumindest jemand, dem Feingefühl und eine Portion Anstand fehlen.

Was das am Ende bedeutet, muss der Aufsichtsrat entscheiden, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen.