Kommentar: Heinrich-Heine-Kreis lässt jetzt Frauen zu - sehr gut

Kommentar : Schluss mit der Geschlechtertrennung!

Der Heinrich-Heine-Kreis Düsseldorf lässt jetzt auch Frauen zu. Aber was ist mit den anderen geschlechtergetrennten Clubs? Es wird Zeit, findet unsere Autorin.

Männer und Frauen sind verschieden – zum Glück. Das Leben wäre sonst sehr langweilig. Dass sie verschieden sind, darf ihnen aber nicht zum Nachteil gereichen – das haben mittlerweile fast alle begriffen. Deswegen ist es auch nicht in Ordnung, jemandem wegen seines Geschlechts den Zugang zu einem Verein zu verwehren. 

Clubs wie die Soroptimistinnen, wo nur Frauen Mitglied werden, oder die Düsseldorfer Jonges, ein reiner Männerbund, dienen nicht nur ihrem jeweiligen Vereinszweck, sondern auch der Netzwerkpflege. Es ist unfair, das andere Geschlecht davon auszuschließen. Aber selbst wenn man den praktischen Nutzen einer Mitgliedschaft bestreitet – ein Ausschluss von Männern oder Frauen ist anachronistisch und falsch. Niemand stirbt daran, nicht Mitglied des Heinrich-Heine-Kreises oder von Zonta International, dem Club berufstätiger Frauen, werden zu dürfen. Keine Frage. Aber für wie erstrebenswert jemand eine Mitgliedschaft hält, ist ohnehin eine individuelle Entscheidung. Sie kann nicht das Kriterium für Ausschluss oder Zulassung von Frauen oder Männern sein.

Wer behauptet, unserer Gesellschaft etwas Gutes tun zu wollen – wie es gemeinnützige Vereine in der Regel tun –, der macht sich lächerlich, wenn er ohne jeden Grund das andere Geschlecht ausschließt. Schluss damit. Wir sind als Gesellschaft bereits viel weiter.

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