Neue Flugverbindungen in die USA: Köln verliert gegen Düsseldorf

Neue Flugverbindungen in die USA : Köln verliert gegen Düsseldorf

Während die amerikanischen Fluggesellschaft Continental die einzige Langstreckenverbindung der Domstadt im September aufgibt, sind die Maschinen von Düsseldorf nach Nordamerika zu 90 Prozent ausgelastet.

Im Wettbewerb um die wichtigen Langstreckenverbindungen in die USA hat Düsseldorf den Nachbarn Köln endgültig abgehängt. Während die Kölner mit der für sie schlechten Nachricht auf den Markt kommen, dass die amerikanische Fluggesellschaft Continental ihre Verbindung Köln-New York ab September aufgibt, stellt die Lufthansa in Düsseldorf heute ihren 50.000. Passagier seit dem 1. Mai auf ihren drei Nordatlantik-Routen vor.

Als Grund für ihren Rückzug aus Köln nennt die amerikanische Fluggesellschaft neben den explodierenden Treibstoffkosten die Ausweitung des Transatlantik-Angebotes in Düsseldorf. Hier hat die Lufthansa seit Anfang Mai drei Großraum-Flugzeuge vom Typ A 340 stationiert.

Die Langstrecken-Flugzeuge haben in den drei angebotenen Klassen jeweils Platz für 221 Passagiere. Mit ihnen fliegt die Kranichlinie New York sieben Mal pro Woche an, Chicago und Toronto werden sechs Mal bedient. Bei insgesamt 19 Flügen und 50.000 Passagieren ab Mai kommen die drei Airbus-Maschinen auf eine Auslastung von rund 90 Prozent.

"Wir sind mehr als zufrieden, denn wir liegen weit über unserem Plan", sagt Lufthansa-Sprecher Frank Püttmann. Die Hälfte der Passagiere buche Flüge vom amerikanischen Kontinent nach Düsseldorf. Weil die Maschinen aus den USA und Kanada morgens zwischen sechs und acht Uhr landen, kann Düsseldorf seine Stärken als Drehkreuz auch in diese Richtung ausspielen.

Alleine die Lufthansa bietet in dieser Zeit Anschlussflüge zu 70 Zielen in Europa an. Umgekehrt verzeichnet die Lufthansa auch eine Zunahme der Umsteiger aus Hamburg, Dresden oder Berlin für Weiterflüge nach Amerika und Kanada. "Nach Frankfurt und München bewährt sich unser Konzept auch in Düsseldorf", sagt Püttmann. Wenn Continental Köln den Rücken kehrt, rechne die Lufthansa für Düsseldorf auf ihren Transatlantik-Verbindungen mit weiteren Zuwächsen. "Wir sehen Nordrhein-Westfalen insgesamt und verkaufen unsere Tickets von Bielefeld bis Bonn." Ab Oktober will die Kranichlinie ihr Nordamerika-Angebot um sieben Flüge pro Woche nach Miami erweitern.

Neben der Lufthansa bieten Air Berlin/LTU, Delta und Northwest Airlines in Düsseldorf Flüge nach Nordamerika an. "Quer durch alle Gesellschaften" liege die Auslastung der Maschinen bei 90 Prozent, sagt Flughafensprecher Christian Witt. Nichts deute — wie in Köln — darauf hin, dass das Transatlantik-Angebot zusammen gestrichen werde.

(RP)
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