Umbau ab 3. Januar: Kö: Sevens wird umgebaut

Umbau ab 3. Januar: Kö: Sevens wird umgebaut

Saturn will von drei auf viereinhalb Stockwerke expandieren. Durch eine Verbindung zur ebenfalls modernisierten, benachbarten Kö-Galerie entsteht an der Einkaufsmeile ein gänzlich neues, riesiges Einkaufszentrum. Am 3. Januar geht der Umbau los, im Herbst will man fertig sein.

Nach der Modernisierung der Kö-Galerie (die noch andauert) wird nun auch das Sevens komplett erneuert. Unmittelbar nach dem Weihnachtsgeschäft rücken in dem Einkaufszentrum an der Kö (Ecke Steinstraße) die Handwerker an. Ab diesem Tag werden sie mächtig aufs Tempo drücken, denn der Shopping-Palast soll im Oktober runderneuert sein. Silke Bosbach vom Centermanagement bestätigte gestern diese Terminplanung. "Wir wollen mit dem Umbau auf jeden Fall im Herbst nächsten Jahres fertig sein!"

Die Neugestaltung will man realisieren, ohne dass der Geschäftsbetrieb eingestellt wird. Allerdings wird im Untergeschoss der Gastronomie-Bereich ab dem 31. Dezember geschlossen. Und einige andere Geschäfte werden ebenfalls wegen des Umbaus schließen. Bei einigen enden zudem die Mietverträge.

Namen Sevens bleibt erhalten

Zurückhaltend ist man noch mit der exakten Darstellung, wie das Sevens nachher aussehen wird, denn es laufen noch Verhandlungen zwischen dem Eigner der Immobilie, dem Unternehmen Saturn und den Architekten.

Aber es gilt als sicher, dass sich vor allem Saturn in dem Projekt erheblich ausweiten wird. Zur Zeit hat der Elektronik-Riese im Sevens die oberen drei Stockwerke belegt und verkauft dort auf rund 5600 Quadratmeter Hi-Fi-Anlagen, IT-Technik, TV, CD, DVD, Kameras, Kaffee-Automaten, aber auch weiße Ware wie Waschmaschinen und Kühlschränke.

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In Immobilienkreisen gilt als sicher, dass Saturn weitere Etagen des Sevens belegen wird — man will die Hälfte des ersten und den kompletten zweiten Stock belegen. Damit hätte Saturn künftig viereinhalb Etagen des Sevens. Bei den Eignern des Elektronik-Händlers laufen derzeit die Gespräche, wie man sich künftig an der Kö präsentieren will.

Die Ergebnisse der Gespräche wird man frühestens nächste Woche vorlegen. Gänzlich verändern wird sich beim Sevens nicht nur der Eingang und die Außenoptik zur Kö, sondern vor allem auch die innere Wege-Organisation des Centers. Von Anfang an war bemängelt worden, dass die Kunden gezwungen werden, für die Nutzung der Rolltreppen jeweils den größten Teil der Etagen-Karrees abzulaufen. Weil viele das zu lästig finden, werden die Aufzüge im Sevens stärker frequentiert als in vergleichbaren Häusern.

Das wiederum führt zu starker Belastung der Lifte und zu längeren Wartezeiten — und ebenfalls verärgerten Kunden. Alles das will man verändern, sagte gestern Center-Managerin Bosbach. Neu wird sich auch der riesige Innenraum zeigen. Bisher ist er oval, künftig wird er eher viereckig ein. Das schafft zusätzliche Flächen, hieß es.

Offenbar ist es außerdem gelungen, nach langen Verhandlungen eine Einigung mit der Firma ece zu erzielen, die die direkt nebenan liegende Kö-Galerie betreibt, und eine Verbindung zu erreichen. Das war schon vor Jahren angedacht worden, nun kommt die Querverbindung der beiden Einkaufszentren an der Kö. Das Sevens gehört einem Konsortium aus der Centrum Beteiligungsgesellschaft, Düsseldorf, und der Signa Real Estate Capital in München.

Offenbar vom Tisch ist der Plan, den Namen Sevens ganz aufzugeben. In der Fachpresse hieß es, man erwäge den Namen Kö 56. Das jedoch wurde gestern von Kennern der Planung dementiert: Das Sevens wird auch in Zukunft Sevens heißen.

(RP)
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