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Cartier: Kö ist ein Schmuckzentrum

Cartier : Kö ist ein Schmuckzentrum

Bundesweit gibt es keine solche Dichte an Juwelierläden wie auf der Königsallee. Alle internationalen Marken sind vertreten. Mit einer "Grande Maison" im Stil des Pariser Mutterhauses setzt nun auch Cartier ein neues Zeichen.

Sie kennt sich gut in Düsseldorf aus. Früher, während ihrer Stationen bei Boss und Escada, war sie regelmäßig zu den Modemessen in der Stadt. In den vergangenen Monaten hatte Patricia Gandji wieder oft Gelegenheit, über die Kö zu flanieren, denn sie musste den Umbau und die Erweiterung von Cartier an der Ecke Steinstraße im Auge haben. "Alles wurde dort auf den Kopf gestellt", sagt die 39-Jährige, seit einem Jahr Chefin von Cartier Northern Europe und damit verantwortlich für das Geschäft in 19 Ländern.

Von der grünen Marmor-Fassade, den Mini-Schaufenstern und alten Vitrinen ist nichts mehr zu sehen. Der Bauzaun ist verschwunden. Seit einigen Tagen hat die französische Luxusmarke ihre neu gestaltete und auf zwei Etagen erweiterte Boutique wieder geöffnet. Gandji, die es als erste Frau im Konzern in eine solche Position geschafft hat, hat in Düsseldorf ihr Meisterstück abgeliefert.

Bekenntnis zum Standort

Während die Boutique in Köln nach dem abgelaufenen Mietvertrag geschlossen wurde, hat sich die Deutsch-Perserin eindeutig zum Standort Düsseldorf bekannt. "Die Stadt hat viel zu bieten, die Struktur ist ausgewogen und stabil, die Kaufkraft hoch." Außerdem sei hier internationales Publikum unterwegs, vor allem aus dem Mittleren Osten. "Die Königsallee ist ohne Beispiel", schwärmt die Chefin. "Sie ist das Luxuszentrum, alle internationalen Marken haben hier viel investiert."

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Düsseldorf ist eine der ersten unter den weltweit mehr als 200 Boutiquen, die nach dem neuen Konzept entstanden sind. Die Glas-Fassade erstreckt sich über zwei Ebenen, die Verkaufsfläche wuchs von 40 auf 160 Quadratmeter. Alles ist hell und großzügig, edle Eiche auf dem Boden, opulente Kristall-Lüster an den Decken. Die Tische und Vitrinen in den einzelnen Salons wurden aus Glas und Bronze gefertigt. Daher auch der Name "Bronze-Konzept" für den neuen Look, den der Star-Architekt Bruno Moinard entwickelt hat.

"Die Tank"

Über die Höhe der Investitionen schweigt sich Gandji aus. Umso lieber redet sie über die zahlreichen Neuheiten, die den Neustart an der Kö begleiten. Denn 2009 ist ein Jubiläumsjahr für die 1847 in Paris von Louis-Francois Cartier gegründete Schmuck-Manufaktur. Vor 95 Jahren wurde die erste "Santos" gefertigt.

Die "Tank", die berühmte Uhr, wird 90 Jahre alt. Seit 85 Jahren gibt es die verschlungenen drei Reifen aus Platin-, Gelb- und Rotgold - er "Trinity" gilt als der weltweit meistverkaufte Ring. "Unsere Marke ist emotional, und so wird sie auch präsentiert", sagt Gandji. "Der Kunde geht durch die einzelnen Salons auf Entdeckungsreise, unsere Produkte sind die Bühne."

Die neue Haute-Horlogerie-Kollektion soll ein Meilenstein werden. "In unserer eigenen Manufaktur mit 900 Mitarbeitern in La Chaux-de-Fonds in der Schweiz und in den Ateliers am Genfer See werden alle 148 Komponenten einer Uhr in mindestens 70 Stunden von Hand gemacht." Eines der neuen Highlights, die "Santos 100 Skeleton", bietet einen besonderen Clou: Die Uhr ist skelettiert, die Brücken des Werks bilden römische Ziffern.

(RP)