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Pläne für Bepflanzung: Kö-Graben: Lob für Tita Giese

Pläne für Bepflanzung : Kö-Graben: Lob für Tita Giese

Nicht nur bei der Stadtspitze, auch in der Politik kommt der Vorschlag Tita Gieses für eine Begrünung des Kö-Grabens gut an. Da unter den schattigen Kronen der Platanen weder Rasen noch anderes Grün wächst, möchte Giese die Böschung mit ausgefallenen Efeu-Sorten bepflanzen, heller Quarzsplit soll den hellen Untergrund bilden.

Ratten, die bereits heute ein Problem an der Kö sind, will sie mit einem speziellen Abwehrsystem fernhalten. Am Dienstag hatte sich OB Dirk Elbers (CDU) in Gieses Atelier das Konzept erklären lassen und war begeistert von der Idee.

Dem schließt sich auch Rüdiger Gutt im Namen der CDU-Fraktion an. Das Konzept müsse aber optisch zur Königsallee passen und unter den Bedingungen gedeihen können, schränkt der Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen jedoch ein. Deshalb soll Gieses Efeu-Teppich zunächst auf einem Teilstück des Kö-Grabens getestet werden.

Manfred Neuenhaus, Chef der FDP-Fraktion, sieht dafür keine Notwendigkeit: "Aus dem Hause Giese kenne ich nur gute Ideen. Eine Testfläche könnte nicht die Wirkung erreichen, die wir uns wünschen." Wenn man etwas als gut erkannt habe, solle man das auch umsetzen. Neuenhaus plädiert dafür, auch im Rahmen des Kö-Bogens so viel wie möglich aus Gieses Konzept zu verwirklichen. Die Künstlerin schlägt vor, in das Hofgarten-Gewässer Landskrone rote Seerosen zu setzen, will am Ufer dazu pink blühende Magnolien und Clematis kombinieren. Über den Magnolien sollen winterharte, hoch wachsende Palmen wie an der Berliner Allee stehen. Als Bodenbelag vor den geschwungenen Libeskind-Bauten plädiert sie für eine ähnlich geformte "Unendlichkeits-Plattierung" aus Betonstein.

"Tita Giese soll ihre Ideen bei der gemeinsamen Sitzung der vier Fachgremien am 27. Januar vorstellen", fordert Gudrun Hock (SPD). Auch der Efeu-Teppich gefällt Hock. Es müsse aber geprüft werden, ob der Denkmalschutz das zulasse. Auch die Kö-Anlieger müssten eingebunden werden. Die sollen sich laut Grünen-Fraktionschefin Iris Bellstedt auch an den Kosten — etwa 550 000 Euro — beteiligen. Die Idee an sich findet sie "pfiffig", plädiert aber auch dafür, das Konzept zunächst unter realen Bedingungen auszuprobieren. Wenig begeistert zeigt sich Kö-Anlieger Albert Eickhoff. Er bezeichnet Gieses Vorschlag im Mode-Jargon als "zu couturig, zu überzogen". "Ich würde lieber die Natur erhalten."

Leserforum Finden Sie, dass der Kö-Graben einen Efeu-Teppich erhalten sollte oder bevorzugen Sie eine andere Lösung? Schreiben Sie uns per E-Mail an stadtpost@rheinische-post.de oder Fax 0211 5052294; Stichwort: Kö-Graben.

(RP/jco/ila)