Düsseldorf: Kö-Bogen wird am 17. Oktober eröffnet

Düsseldorf: Kö-Bogen wird am 17. Oktober eröffnet

Spekuliert wurde darüber schon länger, jetzt ist es offiziell: Der erste Teil des Kö-Bogens mit den markanten Gebäuden des Architekten Daniel Libes-kind, wird am 17. Oktober eröffnet.

Wer gerne einkaufen geht, sollte sich den Donnerstag vor den Herbstferien im Kalender reservieren. Denn da wird der erste Bauabschnitt des Großprojekts Kö-Bogen eröffnet — und das bedeutet vor allem ein besonderes Einkaufserlebnis.

Denn in die beiden Libeskind-Gebäude am Nord-Ende der Königsallee werden viele Modemarken vertreten sein, vor allem im Edel-Kaufhaus Breuninger, außerdem Gastronomie und — aller Wahrscheinlichkeit nach — ein Apple Store. Das ist zwar noch immer nicht bestätigt, aber auch die Geheimhaltung bis zum Tag der Eröffnung gehört offenbar zur Strategie des amerikanischen Elektronikkonzerns.

Der New Yorker Architekt Daniel Libeskind, der bereits beim ersten Spatenstich, der Grundsteinlegung und dem Richtfest nach Düsseldorf gekommen war, wird auch diesmal anreisen — und gleich zwei Tage bleiben. Er wird den Gebäudekomplex zwischen Schadowplatz und Hofgarten gemeinsam mit Oberbürgermeister Dirk Elbers eröffnen.

Der größte Mieter ist mit 15 000 Quadratmetern das Stuttgarter Unternehmen Breuninger, das in das östliche Gebäude (nahe Dreischeibenhaus) einzieht. Neben vielen Modemarken im gehobenen und mittleren Preissegment wird das Kaufhaus auch eine große Schuhabteilung (Gerüchten zufolge über 1000 Quadratmeter) und Gastronomie der Sylter "Sansibar" anbieten. In das der Kö zugewandte Gebäude ziehen verschiedene Mode-Geschäfte ein (u.a. Strenesse, Joop, Laurèl, Windsor, Hallhuber), ein Juwelier, ein Laden für edles Schreibzubehör und Gastronomie. Hauptmieter in den oberen Büroetagen ist die Boston Consulting Group.

  • Fotos : Kö-Bogen: Das sagen Verantwortliche und künftige Mieter
  • Fotos : Kö-Bogen-Baustelle im Mai 2013

Auch das Umfeld nimmt immer mehr Form an. Auf der Seite des Steigenberger Parkhotels ist die Neugestaltung am Ufer des Gewässers Landskrone nahezu abgeschlossen: Die Böschung ist begrünt, die Bäume sind gepflanzt, der Weg zur neuen Brücke ist angelegt. Gänse und Enten haben diesen Teil der Landskrone auch angenommen — zur Freude der Passanten.

Auf der anderen Uferseite geht es auch voran: Die Freitreppen, die wegen des Hochwassers in Bayern mit vierwöchiger Verspätung montiert werden konnten, sind jetzt im Rohbau nahezu fertig. Eine Woche vor der Eröffnung werden dort die Japanischen Kirschbäume gepflanzt — als Ausdruck der Freundschaft zwischen Düsseldorf und der japanischen Gemeinde. In den nächsten Tagen beginnt die Pflasterung der oberen Promenade, die untere — direkt entlang des Ufers — wird bis Mitte Oktober zwar noch nicht gepflastert, aber zur Eröffnung gut begehbar sein. Der neu gestaltete Schadowplatz soll pünktlich fertig werden.

Was für die einen ein Anfang sein wird, setzt für andere ein Schlusszeichen: "Die Eröffnung wird für uns der erste Tag vom Ende des Projekts", sagt Stefan Mühling vom Projektentwickler "die developer".

(RP)
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