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Düsseldorf: Kö-Bogen-Pflaster für 1,7 Millionen Euro

Düsseldorf : Kö-Bogen-Pflaster für 1,7 Millionen Euro

Einstimmig hat sich die Kleine Kommission für die vom Rathaus vorgeschlagenen Steinsorten, Leuchten, Mülleimer und Fahrradständer ausgesprochen. Sie sind für das Umfeld der Libeskind-Bauten vorgesehen.

Beim Großprojekt Kö-Bogen ist ein weiterer Schritt gemacht: Gestern hat das Rathaus den Mitgliedern der Kleinen Kommission Kö-Bogen ihre Empfehlung für die Gestaltung des Umfelds der Libeskind-Gebäude vorgestellt — und breite Zustimmung bekommen. Verkehrsdezernent Stephan Keller und seine Kollegin fürs Grüne, Helga Stulgies, erläuterten im Anschluss die Details.

Bei den Abfallbehältern überzeugtedas Modell „Tara“. Foto: Johannes Tüllmann

Pflaster Als Bodenbelag wurde ein Mix aus dem Naturstein "Herschenberger Granit" und dem Betonstein "Decado Finerro grau" ausgewählt. "Das ist eine optimale Kombination", so Keller. Beide Steine hätten sich im Stresstest bewährt. Dafür waren von der Kommission ausgewählte Steinarten (drei Natur-, vier Betonsteine) auf dem Schadowplatz verlegt worden. Sie mussten den Weihnachtsmarkt und Testreinigungen durch die Awista aushalten. Überprüft wurden auch Druckfestigkeit, Rutsch- und Frostwiderstand.

Zudem wurde die Meinung der Bürger eingeholt. Laut Keller gingen rund 250 Beiträge ein. Dabei kristallisierten sich die Natursteine "Herschenberger Granit" und "Grauwacke" als Favoriten heraus (s. Info-Kasten). Der Granit ist jener, der seit Jahren auf der Kö liegt. Er soll als Verlängerung des Boulevards auf 1950 Quadratmetern auf der oberen Promenade zwischen Libeskind-Bauten und Hofgarten verlegt werden und kostet 300 Euro pro Quadratmeter. Da man auch auf die Kosten achten müsse, so Keller, habe man sich für die weitaus größte Fläche (untere Promenade, Schadowplatz mit 17 450 Quadratmetern) für einen Betonstein entschieden. "Decado Finerro grau" kostet 65 Euro pro Quadratmeter. Somit liegen die reinen Materialkosten bei 1,7 Millionen Euro.

Möblierung Bei den Leuchten empfehlen Rathaus und Kleine Kommission das Modell "City Elements". "Sie passen gut durch ihr schlichtes Design und sind energieeffizient", so Keller. Als Bänke sind moderne Modelle aus Holz vorgesehen. Bei den Abfalleimern hat sich die Kommission für das Modell "Tara" entschieden.

Begrünung Die Baumreihe der Kö soll laut Stulgies entlang der Hofgarten-Promenade durch lockere Bepflanzung fortgeführt werden; vorgesehen ist Japanische Zierkirsche. Auf den Stufen zum Gewässer ist teils Rasen vorgesehen. Barrierefreiheit Außer den beiden barrierefreien Übergängen von der oberen zur unteren Promenade auf Höhe Corneliusplatz und Dreischeibenhaus ist an der nördlichen Kante des einen Libeskind-Gebäudes ein weiterer vorgesehen.

So geht es weiter Am Freitag, 27. Januar, stimmen die Fachgremien für Stadtplanung, Verkehr und öffentliche Einrichtungen sowie die Bezirksvertretung 1 in einer gemeinsamen Sitzung über die Vorlage ab. Später folgt noch ein detaillierter Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss.

(jul)