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Düsseldorf: Kö-Bogen: Nächster Tunnel ist am 14. Mai offen

Düsseldorf : Kö-Bogen: Nächster Tunnel ist am 14. Mai offen

In wenigen Wochen fahren die Autos von der Berliner Allee in Richtung Norden unterirdisch. Zunächst nur einspurig. Die oberirdische Straße, die am Dreischeibenhaus vorbeiführt, wird zurückgebaut. Der letzte Tunnel startet Ende 2015.

Der Autoverkehr verschwindet im Innenstadt-Bereich zwischen Immermannstraße, Heinrich-Heine- und Maximilian-Weyhe-Allee immer mehr im Untergrund: Beim Großprojekt Kö-Bogen geht am 14. Mai der dritte Autotunnel in Betrieb. Er ist die Verbindung von der Berliner Allee in Richtung Norden, erst kurz vor dem Theatermuseum und der Kreuzung mit der Weyhe-Allee fahren die Autos wieder nach oben. "Wir kommen unserem Ziel, den Verkehr im Herzen der Innenstadt unter die Erde zu legen und damit mehr Flanierzonen für Fußgänger zu schaffen, deutlich näher", sagte OB Dirk Elbers (CDU), der sich am Donnerstag ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten machte.

Düsseldorf: Kö-Bogen: Nächster Tunnel ist am 14. Mai offen
Foto: hans-jürgen bauer

Der Tunnel Insgesamt hat das Bauwerk eine Länge von 510 Metern. Die ersten 200 Meter sind bereits seit Oktober 2013 in Betrieb: Die Einfahrtrampe liegt an der Berliner Allee (zwischen Immermann- und Schadowstraße) und erschließt aktuell nur den Abzweig in Richtung Heinrich-Heine-Allee. Die restlichen 310 Meter (Grafik rot) werden bis zur Ausfahrtrampe im Norden auf Höhe des Theatermuseums führen. Für die unterirdische Trasse wurden 1900 Lkw-Ladungen Erdreich abtransportiert und 12 000 Kubikmeter Stahlbeton eingebaut. Im Rohbau ist der Tunnel fertig — inklusive der Anschlüsse ans Dreischeibenhaus und die Tiefgarage unter dem Gustaf-Gründgens-Platz, jetzt wird die Tragschicht aufgebracht, ab nächster Woche der Asphalt. Am 14. Mai geht der Tunnel zunächst einspurig in Betrieb, weil noch Restarbeiten anstehen. Ab Oktober stehen alle drei Fahrspuren zur Verfügung. Die oberirdische Straße wird dann zurückgebaut.

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Die Technik Deutschlandweit erstmals wird LED-Adaptionstechnik eingesetzt. Dabei passt sich die Beleuchtung bei der Einfahrt auf den ersten 150 Metern den aktuellen Lichtverhältnissen draußen an. Somit ist die Umstellung für die Autofahrer leichter. Wie die anderen Tunnel wird auch dieser an das Verkehrssystemmanagement der Stadt angeschlossen. Bei Störungen werden Autofahrer informiert. Außerdem werden Lärmschutzwände eingebaut, um die Lautstärke an den Tunnelmündern zu dämpfen.

Die Kosten Insgesamt haben alle drei Tunnel im ersten Bauabschnitt Kö-Bogen 196 Millionen Euro gekostet. Damit sei die im Finanzierungsbeschluss angesetzte Summe um fünf Prozent unterschritten worden, betont Verkehrsdezernent Stephan Keller. Das Mitte Mai in Betrieb gehende Süd-Nord-Tunnelstück kostet 23,7 Millionen Euro.

Der letzte Tunnel Parallel wird im zweiten Bauabschnitt des Kö-Bogens an dem Autotunnel gearbeitet, der die abgerissene Hochstraße ersetzen wird (ebenfalls rot in der Grafik). Wenn er Ende 2015 fertig ist, fließt der Autoverkehr vom Theatermuseum bis zu den Ausfahrtrampen an der Johanneskirche und der Immermannstraße. Oben fahren dann nur Straßenbahnen, der Rest gehört Fußgängern und Radfahrern. Die Baugrubenwände sind zu 70 Prozent eingebaut, Teile der Rampen schon betoniert. Derzeit wird eine Fußgängerbrücke errichtet, die beide Teile der Schadowstraße verbindet, während darunter der Tunnel gebaut wird.

(cwo)