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Düsseldorf: Kö-Bogen-Nachbarn wollen schöner werden

Düsseldorf : Kö-Bogen-Nachbarn wollen schöner werden

Die Libeskind-Bauten feierten gerade ersten Geburtstag, die Pläne für den Kö-Bogen II stehen, nun sind neue Baustellen im Umfeld zu erwarten. Im Komplex zwischen Schadowplatz und Berliner Allee wird einiges abgerissen und neugebaut.

Die Bagger und Krane werden noch mindestens vier Jahre Schwerstarbeit im Herzen der Innenstadt leisten. Rund um den Kö-Bogen wird nun dessen Wirkung spürbar, gleich eine ganze Reihe von Immobilien-Eigentümern aus der Nachbarschaft bringt Neubau-Projekte auf den Weg. "Wo so viel Geld in attraktive neue Immobilien investiert wird, zieht dies Folgeeffekte nach sich", sagt Planungsdezernent Gregor Bonin. Die Stadt begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich, weil sichtlich in die Jahre gekommene Gebäude verschwinden und das gesamte Areal noch einmal aufgewertet wird.

Ausgangspunkt der gesamten Entwicklung waren die Libeskind-Bauten, die vor gut einem Jahr eröffnet wurden. Die Politik hat jüngst die Fortsetzung des Gesamtprojekts Kö-Bogen beschlossen, dafür entsteht vor dem Schauspielhaus das sogenannte Ingenhoven-Tal. Im Mittelpunkt der jüngsten Pläne steht nun der Gebäudekomplex zwischen Schadowplatz und Berliner Allee. Die Projekte im Überblick:

Jan-Wellem-Platz 1 Im Gebäude, an dessen Fassade in großen roten Buchstaben "Alte Leipziger-Hellesche" steht, ist der Unterschied zwischen althergebrachter Innenstadtarchitektur und der Formensprache moderner Handelsbauten offensichtlich: Wenn man auf der Schadowstraße unterwegs ist und vom Wehrhahn kommt, wirkt das Gebäude zwischen P & C (Architekt: Richard Meyer) und Libeskind-Bauten wie aus der Zeit gefallen und geradezu hässlich. Die Gebäude rechts und links haben geschwungene Fassaden und viel Glas, der Nachbar in der Mitte wirkt klotzig und trägt die Spuren der zurückliegenden Jahrzehnte allzu sichtbar.

Das Problem ist den Eigentümern wohl bekannt - und die Lösung schon in Arbeit. Dem Vernehmen nach soll es an der Adresse einen Neubau geben, nach RP-Informationen ist Architekt Christoph Ingenhoven wie beim Gründgensplatz in die Planung involviert. Die Modekette H & M, die für das Erdgeschoss noch über mehrere Jahre einen Mietvertrag besitzt, soll den Plänen positiv gegenüberstehen. Details werden in naher Zukunft bekanntgegeben. Der Beigeordnete für die Stadtentwicklung würde eine solche Veränderung begrüßen. "Das ist eine Schauseite an einer der attraktivsten Stellen in der Innenstadt."

Schadowplatz 12 Auch das Eckhaus gegenüber den Libeskind-Bauten wird sein Äußeres verändern. Die Centrum-Gruppe mit Sitz im Medienhafen hat das Objekt vor wenigen Wochen erworben und will es "mittelfristig umfassend revitalisieren". Bisher gibt es ausschließlich im Erdgeschoss Verkaufsflächen (Drogeriemarkt), diese soll es künftig auf mehreren Etagen der Immobilie geben - ebenso wie moderne Glasfronten.

Als mögliche Mieter gelten Anbieter hochwertiger Produkte unterhalb der Luxus-Liga. "Wir gehen davon aus, dass sich mit dem Kö-Bogen II die Laufwege in der Innenstadt verändern", sagt einer der Geschäftsführer der Centrum-Gruppe. "Bisher biegen die Menschen von der Schadowstraße ab zum Schadowplatz und zum Kö-Bogen, künftig werden sie auch direkt zwischen Kö-Bogen und Kö-Bogen II entlanglaufen."

Schadowstraße 28 Die Pläne für das Haus, in dessen Erdgeschoss sich heute ein Mode- und ein Schuhgeschäft befinden, sind schon weiter fortgeschritten. Die Bauvoranfrage für den Abriss und Neubau des Wohn- und Geschäftshauses hat die politischen Gremien bereits erfolgreich passiert. Das bestehende Gebäude wird durch ein sechsgeschossiges ersetzt. Die oberste Etage ist für Wohnungen vorgesehen, darunter sind drei Geschosse Gewerbeflächen und zwei Geschosse für den Handel geplant. Die Ladenflächen umfassen rund 1500 Quadratmeter. Wichtig für die Optik des Projekts ist, dass das Gebäude mit moderner Fassade und in der gleichen Flucht wie die angrenzenden Häuser errichtet wird.

Als wichtig für alle Projekte gilt, dass sie - wie das Ingenhoven-Tal - bis 2018 abgeschlossen sind, damit die Bagger und Krane im Herzen der Innenstadt endlich Pause haben.

Hier geht es zur Infostrecke: Das sind die Projekte rund um den Kö-Bogen

(RP)