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Knöllchen-Übersicht 2020 für Düsseldorf: Spitzenreiter raste mit 161 km/h durch den Rheinufertunnel

Knöllchen-Übersicht 2020 für Düsseldorf : Spitzenreiter raste mit 161 km/h durch den Rheinufertunnel

Fast eine halbe Million Falschparker und mehr als 200.000 Temposünder wurden 2020 in Düsseldorf erwischt. Die Zahlen klingen gewaltig, sind aber im Vergleich leicht gesunken. Die Düsseldorfer Knöllchen-Übersicht für das vergangene Jahr.

Die Zahl ertappter Verkehrssünder hat laut Stadt im Vergleich zum Vorjahr in allen Bereichen leicht abgenommen. 439.005 Falschparker und 208.009 Temposünder wurden 2020 ertappt - zum Vergleich: 2019 waren es 459.178 Falschparker und 233.478 Temposünder.

208.009 Autofahrer haben im vergangenen Jahr Post erhalten, weil sie im Stadtgebiet zu schnell gefahren sind. Im Rheinufertunnel wurden die meisten Verstöße registriert, nämlich 117.345 (2019: 100.075) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wurde im September 2019 von 70 auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert, sodass die Werte mit dem Vorjahr nicht direkt vergleichbar sind. Spitzenreiter war ein Autofahrer, der im Mai mit 161 km/h statt der erlaubten 60 km/h durch den Tunnel raste.

An den elf sonstigen stationären Überwachungsanlagen waren 32.507 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs (2019: 48.231). Enthalten sind darin auch die Werte der Blitzer auf der A44. Diese Messanlage wurde wegen einer Baustelle jedoch erst im Dezember 2020 wieder in Betrieb genommen. Mit mobilen und einem halb-stationären Messgerät wurden an mehr als 700 möglichen Standorten in der Stadt 58.157 Verkehrssünder ertappt (2019: 75.506).

10.981 Bußgeldverfahren wurden eingeleitet (2019: 9125), weil Autofahrer bei Rotlicht über eine Ampel gefahren sind. Die meisten Verstöße wurden am Nordstern festgestellt, wo 9382 Autofahrer (2019: 7540/Inbetriebnahme Juni 2019) das Rotlicht missachteten.

Im Jahr 2020 wurden laut Ordnungsamt insgesamt 439.005 Halt- und Parkverstöße mit Verwarn- oder Bußgeldern geahndet (2019: 459.178). In den meisten Fällen 176.862 (2019: 185.386) wurde die Höchstparkdauer überschritten oder erst gar kein Parkschein gezogen.

Das illegale Parken auf Geh- und Radwegen wurde 57.828 Mal geahndet (2019: 73.164 Mal). Die Bevorrechtigungen für Menschen mit Behinderungen wurden 5154 Autofahrer (2019: 6163) parkten verbotenerweise auf Behindertenparkplätzen. Insgesamt nahm die Zahl der festgestellten Parkverstöße vor allem während des ersten Lockdowns in den Monaten März und April stark ab.

Von den gesamten Verfahren wurden 30.339 (6,9 Prozent) auf Anzeigen von Bürgern hin eingeleitet (2019: 29.683 Fälle, 6,5 Prozent). Hauptärgernis aus Bürgersicht ist unverändert das Parken auf Geh- und Radwegen, das 13.356 Mal Anlass zu Anzeige war (Vorjahr: 12.209). Auf Platz zwei folgt bei diesen Drittanzeigen das Parken im absoluten Haltverbote mit 5995 Fällen (Vorjahr 5715). Neu auf Platz drei ist das Parken vor Einfahrten und in Kreuzungsbereichen, das 1896 Mal angezeigt wurde (Vorjahr: 965). 8673 Fahrzeuge (2019: 9930) mussten abgeschleppt werden.

Bein den Parkverstößen trugen 49 Prozent der Fahrzeuge ein Düsseldorfer Kennzeichen, auf Platz zwei folgt Neuss mit 6,6 Prozent, dahinter Mettmann mit 6,2 Prozent.

Die Stadt schätzt, durch die Geldbußen im Jahr 2020 16,7 Millionen Euro eingenommen zu haben. 2019 waren es 15,8 Millionen Euro. 9,3 Millionen Euro entfallen auf den ruhenden und 7,4 Millionen Euro auf den fließenden Verkehr (Vorjahreswerte: 9,4 bzw. 6,4 Millionen Euro). Noch seien jedoch nicht alle Verfahren abgeschlossen, die Zahlen daher noch vorläufig. Die Aufwendungen für Personal und Material beliefen sich laut Stadt im Jahr 2020 auf rund 14,2 Millionen Euro.

(csr)