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Kommentar: Kleine Strafe, große Wirkung

Kommentar : Kleine Strafe, große Wirkung

Kritiker der noch jungen 24-Stunden-Parkregel im Umfeld des Flughafens mögen einwenden, die Sanktionen gegen urlaubende Dauerparker seien angesichts überschaubarer Geldstrafen ein eher stumpfes Schwert. Wer so urteilt, sollte nicht vergessen, warum die Schilder eingeführt wurden. Die Knöllchen dienten dazu, unseriösen Park-Service-Anbietern das Handwerk zu legen. Denn durch das Protokoll erfuhren gutgläubige Reisende häufig erst, dass ihr Fahrzeug nicht etwa gut behütet in einer Halle, sondern irgendwo am Straßenrand abgestellt wurde. Gar nicht so selten versehen mit einem kleinen Kratzer, an dem dann niemand schuld sein wollte.

Mehr als 300 Autobesitzer hatten seinerzeit Strafanzeige erstattet. Die Ermittlungen dauern an. Auch nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft wurde dem unseriösen "Geschäftsfeld" inzwischen der Boden entzogen. So habe es in jüngerer Zeit nur zwei oder drei Anzeigen gegeben. Auch jenseits dieser Wirkung macht die Vorschrift Sinn. Dort, wo sie gilt, gehören Urlaubsparker weitgehend der Vergangenheit an. joerg.janssen@rheinische-post.de

(RP)