Senioren in Düsseldorf Die Franzfreunde eröffnen das neue Klara-von-Assisi-Haus

Rath · Die Franziskanischen Sozialwerke haben 13,5 Millionen Euro in den Bau des Pflegeheimes investiert, das auch Apartments für Wohnungslose bereithält.

 Beispielhaft wird im Klara-von-Assisi-Haus gezeigt, dass unterschiedliche Zielgruppen sehr gut gemeinsam in einem Haus leben können.

Beispielhaft wird im Klara-von-Assisi-Haus gezeigt, dass unterschiedliche Zielgruppen sehr gut gemeinsam in einem Haus leben können.

Foto: Marc Ingel

Es steht schon etwas länger, bezogen wurde es auch schon, doch erst jetzt feierten die Franzfreunde die offizielle Einweihung des neuen Klara-von-Assisi-Hauses in Rath. Die Franziskanischen Sozialwerke haben rund 13,5 Millionen Euro in den Neubau des modernen Pflegeheimes, das auch Apartments für Wohnungslose integriert, auf ihrem Campus am Rather Broich investiert. Trotz der zurückliegenden Pandemie und Kriegsausbruch in der Ukraine konnten die vorgesehene Bauzeit von 18 Monaten und das geplante Budget eingehalten werden. Wie so oft bei den Franzfreunden wurde versucht, etwas komplett Neues in hoher Qualität für beide Zielgruppen unter einem Dach zu realisieren.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden sind vor Ort inzwischen 76 moderne und vollstationäre Pflegeplätze für Seniorinnen und Senioren und eben jene zehn Apartments und eine Wohngemeinschaft für wohnungslose Menschen. Der Landschaftsverband Rheinland und die Landeshauptstadt Düsseldorf haben das Projekt unterstützt und begleitet.

Bereits Anfang März dieses Jahres konnten die ersten neuen Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, die sich dort bei Bedarf auch selbst versorgen können. Beispielhaft wird im Klara-von-Assisi-Haus gezeigt, dass durchaus unterschiedliche Zielgruppen sehr gut gemeinsam in einem Haus leben können. Dies haben die Franzfreunde ja bereits im vergangenen Jahr mit dem Umbau der leerstehenden Kirche an der Prinz-Georg-Straße in eine Senioren-Tagespflege unter Beweis gestellt. Auch diese Einrichtung grenzt direkt an eine Einrichtung für Wohnungslose.

Nach dem Gottesdienst strahlte dann bei der feierlichen Eröffnung sogar ganz kurz mal die Sonne. Der Geschäftsführer der Franziskanischen Sozialwerke, Dirk Karl Buttler, erinnerte in seiner Rede daran, dass in Zeiten einer Insolvenzwelle unter Projektentwicklern es alles andere als eine Selbstverständlichkeit sei, dass so ein ambitioniertes Bauvorhaben sich finanziell und zeitlich absolut im Rahmen bewegt habe. Auch bei Personal und der anstehenden Belegung habe es keinerlei Probleme gegeben. Jetzt gelte es, den Altbau auf dem Gelände vor Ort zu sanieren.

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