Düsseldorf: Kita-Verbot am Flughafen: Politik unterstützt Klage der Stadt

Düsseldorf: Kita-Verbot am Flughafen: Politik unterstützt Klage der Stadt

Nach dem Verbot des Baus eines Kindergartens in der Airport City durch die Bezirksregierung, reagieren nun auch die Düsseldorfer Politiker. Während sich die Vertreter von CDU, SPD und FDP klar für den Bau der Kita aussprechen, unterstützen die Grünen die Absage von Regierungspräsidentin und Parteifreundin Anne Lütkes.

"Die Kita wird in Unterrath dringend benötigt. Sowohl die Mitarbeiter von Siemens als auch die des Flughafens hatten sich darauf verlassen", sagte Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) auf Anfrage der RP. Die Stadt müsse dringend Kita-Plätze schaffen und den Bau einer solchen Einrichtung zu verbieten, sei eine Posse der Regierungspräsidentin. "Ich bin deshalb sehr froh, dass die Stadt klagen will. Auch, wenn es natürlich schade ist, dass das nun auf dem Gerichtsweg geklärt werden muss", so Strack-Zimmermann. Ähnlich hatten sich in den vergangenen Tagen bereits die Vertreter der CDU und SPD geäußert.

Die Ablehnung der Bezirksregierung konterkariere die U3-Ausbauplanung der Landeshauptstadt, sagte etwa Stephan Friedel, Ratsherr der CDU und stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Jugendhilfe. Frank Spielmann, der Ratsherr der SPD für Unterrath, betonte derweil, wie wichtig der Bau einer neuen Kindertagesstätte für den Stadtteil im Düsseldorfer Norden sei. Seine Partei befürworte daher die Klage, appelliere aber gleichzeitig an die Bezirksregierung, ihre Entscheidung nochmals zu überprüfen. Die Airport City sei ein wichtiger Wirtschaftsstandort für Unterrath und vor diesem Hintergrund sollte auch die Versorgung durch eine Kita gewährleistet sein, so Spielmann.

Unterstützung für die Ablehnung des Baus bekommt Regierungspräsidentin Anne Lütkes hingegen von ihrer eigenen Partei: "Die Bezirksregierung hat richtig gehandelt, die Kita würde mitten in der Schutzzone liegen", sagte Iris Bellstedt, Fraktionssprecherin der Grünen im Rat. Sie verstehe zwar den Frust der Eltern, jedoch könne sich der Lärm schädlich auf die Kinder auswirken. "Ich denke, man findet in Unterrath auch noch ein anderes Gelände für eine Kita. Alle Beteiligten sollten sich zusammensetzen."

(lai)
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