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Kirmes am Rhein: Vulkane und Grönlandeis im Turm

Kirmes am Rhein : Vulkane und Grönlandeis im Turm

Die Attraktion "The Tower" feiert Premiere bei der Kirmes am Rhein. Das Hochhaus aus Boxen wächst in den Düsseldorfer Himmel – 35 Meter hoch bis zur Fahnenspitze. Im Inneren erwarten die Kirmes-Besucher Spiele und optische Illusionen.

Die Attraktion "The Tower" feiert Premiere bei der Kirmes am Rhein. Das Hochhaus aus Boxen wächst in den Düsseldorfer Himmel — 35 Meter hoch bis zur Fahnenspitze. Im Inneren erwarten die Kirmes-Besucher Spiele und optische Illusionen.

Unter dem Arm des Kranwagens baumelt an starken Ketten eine große, viereckige Box. Das Bau-Element ist 2,60 Meter hoch, zwei Meter breit, sechs Meter lang und wiegt über zwei Tonnen. Schausteller Charles Blume blinzelt gegen die Sonne. Der Inhaber des "Tower" hat eine große Fernbedienung vor den Bauch geschnallt. Mit deren Hebeln steuert er den Kran.

Einer von Blumes Leuten steht auf den bereits aufgestapelten Boxen. Er nimmt das Element für die nächste Etage des "Tower" in Empfang, dreht es in Position. Dann lässt Blume die Box langsam herunter. Arbeiter auf langen Leitern beginnen gleich, die LED-Leuchten anzuschließen, die den fertigen Turm erleuchten werden.

Premiere auf der Kirmes am Rhein

Zum ersten Mal wächst "The Tower" auf einem Kirmesplatz in den Himmel. "Wir kommen direkt von der Herstellerfirma aus Oberhausen", sagt Matthias Ters. Er arbeitet als Produzent für Blume und hat die Spiele für das Innenleben des Turms entwickelt.

Im Inneren der acht Turm-Etagen erwartet den Gast auf insgesamt 1000 Quadratmetern Fläche ein Parcours mit Spielen und Attraktionen. In der siebten Etage wird ein Café eröffnen. Über der achten Etage befindet sich eine Aussichtsplattform.

Besonders stolz sei er auf sein "Blindenspiel", sagt Ters. Bei dem Spiel könne der Besucher lernen, in Blindenschrift zu buchstabieren. Ein weiteres Spiel ist der TV-Generator. Mit Fahrradpedalen treibt der Gast einen Dynamo an. "Wer fest genug strampelt, kann sich über eine Kamera auf dem Bildschirm sehen", beschreibt Ters.

"Feuerwerk vor den Augen"

In einem LED-Spiegelraum hängen Stangen mit LED-Leuchten von der Decke. Die bunten Lichter und die Spiegel erzeugen durch eine Spezialbrille betrachtet optische Täuschungen. "Ein Feuerwerk vor den Augen", könne der Besucher erleben, so Matthias Ters.

Hindernisse wie Rüttelplatten und Drehscheiben im Boden gilt es zu überwinden. Auch Köpfchen ist gefragt: An Computern wird das Wissen der Teilnehmer in Quiz-Spielen getestet.

Ein weiteres Thema der Attraktionen im Tower sind die Elemente Feuer, Wasser und Luft. Im Orkan-Raum bläst eine Windanlage, "dass die Mützen fliegen". Der Vulkan-Raum soll den Eindruck erwecken, als fließe Lava von den Wänden. Im gekühlten Arktis-Raum "werden sich die Leute fühlen wie auf Grönland", verspricht Matthias Ters.

Brücken zwischen den Türmen

Der fertige "Tower" wird entfernt an die Petronas-Türme im malaysischen Kuala-Lumpur erinnern, eines der höchsten Gebäude der Welt. Doch nicht eine Brücke verbindet die Türme des "Tower", sondern es sind gleich drei. "Vielleicht kommt sogar noch eine vierte hinzu", sagt Ters.

Bis der Kirmes-Turm fertig ist, haben die Schausteller aber noch viel Arbeit vor sich. Matthias Ters ist gespannt. "In wenigen Tagen kommt das Publikum." Er schnauft geräuschvoll, wischt sich über die Stirn. "Da sind wir auf tausend Kanälen tätig." Inhaber Charles Blume umkreist als geschäftiger Bauherr seinen Turm und gibt unablässig Anweisungen. Er zuckt mit den Achseln und lächelt kurz. "Kirmes ist halt ein Knochenjob."

Hier geht es zur Bilderstrecke: "The Tower" wächst