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Bert Wollersheim auf Kirmes in Düsseldorf: So schrill war der "Pink Monday"

Bert Wollersheim auf Kirmes in Düsseldorf : So schrill war der "Pink Monday"

Kirmes-Montag ist "Pink Monday" - viele Schwule und Lesben aus ganz Deutschland kamen an die Oberkasseler Rheinwiesen und zeigten sich in teils farbenfrohen Kostümen den tausenden Kirmes-Besuchern. Und dann tauchte plötzlich eine weitere schrille Persönlichkeit auf.

Die Holländer sind die ersten. Sie treffen am Montagnachmittag schon gegen 16 Uhr mit einem großen Bus an der Rheinkirmes ein. Und dass sie zu den vielen Besuchern des "Pink Monday", also des Tages auf der Kirmes, der traditionell den Schwulen und Lesben gewidmet ist, gehören, ist schon von weitem zu erkennen: Schrill sind die Outfits der gut 40 Gäste, die vor dem "Braukessel" stehen, ausgelassen ist die Stimmung. Und das erste Bier wurde auch schon gezapft.

"Wir kommen jedes Jahr extra zum ,Pink Monday' aus Holland hierher. Die Stimmung ist einfach super", sagt der 41-jährige Jean. Der "Braukessel" sei dann jedes Mal die erste Station der Freunde, danach gehe es weiter, von Bude zu Bude. Biertrinken und Partymachen. Dafür sind sie gekommen - so wie viele andere Schwule und Lesben aus ganz Deutschland.

Die kommen aber nicht schon so früh auf die Kirmes wie die Holländer. Voll wird es daher erst so ab 19 Uhr, wenn die Besucher in Scharen auf die Rheinwiesen strömen. Wer zum "Pink Monday" kommt, der will auffallen - und tut es auch: mit bunten Haaren, schrillem Make-Up und ausgefallenen Frisuren. Bei "TONIGHT.de" gibt es alle Bilder vom "Pink Monday".

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Wollersheim schlendet über Kirmes

 Auf der Kirmes entdeckt: Bert Wollersheim und seine Frau Sophia Vegas.
Auf der Kirmes entdeckt: Bert Wollersheim und seine Frau Sophia Vegas. Foto: Ina Lauer

Die größte Party steigt dann wie immer bei der "Schwarzwaldchristel", seit Jahren Haupttreffpunkt der schrill-bunten Besucher. Überall hängen an der Bude Regenbogenflaggen, als Zeichen der Toleranz und Vielfältigkeit. Es läuft Musik und wird - ob mit oder ohne Bier intus - gesungen und getanzt. Und natürlich geht es auch um das Sehen und Gesehen werden: Wer trägt welches Outfit in diesem Jahr und wer schlendert mit wem über den Platz.

 Die Besucher des "Pink Monday" fallen mit schrillen Kostümen auf - so wie Abajur (l.) und Käthe Köstlich.
Die Besucher des "Pink Monday" fallen mit schrillen Kostümen auf - so wie Abajur (l.) und Käthe Köstlich. Foto: Andreas Bretz

Für Aufmerksamkeit sorgte auch der Auftritt von Bert Wollersheim und Sophia Vegas. Beide schlenderten am Montag über die Kirmes. Wollersheim, Düsseldorfer Rotlicht-Größe, Bordellbetreiber und TV-Star, und seine Frau, gekleidet in einem engen Kleid im Leoparden-Look, passten vorzüglich in das bunte Treiben der schrillen Persönlichkeiten.

Vor kurzem war bekannt geworden, dass Wollersheim ein weiteres Bordell in einer ehemaligen Lagerhalle an der Oberhausener Straße in Rath eröffnen will, nur wenige hundert Meter vom neuen Gefängnis in Ratingen und dem ISS Dome entfernt. Und genau dagegen laufen die Anwohner und Stadtteil-Politiker seither Sturm. Sie befürchten, dass ein Straßenstrich entstehen könnte.

Mit einer der größten Razzien im Düsseldorfer Rotlicht-Milieu hatten Ermittler 2012 wegen Verdachts der "organisierten Kriminalität" jene Bordellbetriebe durchforstet, für die einst auch TV-Größe Bert Wollersheim verantwortlich zeichnete. Auch der als "Puff-Daddy" bekannte Bordell-Betreiber saß wochenlang in U-Haft, bis Ermittlungen ergaben, dass ihm jene Tatvorwürfe nicht anzurechnen sind.

Kostenlos: Hier gibt's die App zur Größten Kirmes am Rhein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So pink war der Pink Monday

(lai)