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Düsseldorf: Schützenfestzug durch die Altstadt

Düsseldorf : Schützenfestzug durch die Altstadt

Das Schützenregiment mit seinen 29 Kompanien marschiert am Sonntag zur Parade im Hofgarten. Bereits heute wird die amtierende Majestät bei der Investitur im Rathaus offiziell bestätigt. Gottesdienste im Gedenken an den Stadtpatron werden in der Lambertus-Basilika gefeiert.

Die Kirmes ist die Heimat des St. Sebastianus-Schützenverein Düsseldorf 1316 während ihres alljährlichen Festes. Dort gehen sie im Schützenzelt direkt neben der Rhein-Kniebrücke ein und aus, dort schießen sie ihren neuen König aus. Dort wird auch heute das Schützenfest offiziell eröffnet. Um 15 Uhr wird Oberbürgermeister Dirk Elbers zusammen mit Schützenchef Lothar Inden offiziell das erste Fass anstechen. Aber die Schützen bleiben danach nicht auf dem Kirmesplatz, sondern präsentieren sich danach und an den folgenden Tagen nach alter Tradition in der Altstadt.

Für die amtierende Schützenmajestät Christian Benning ist der Samstag ein Höhepunkt seiner Schützenlaufbahn. Er wird bei der sogenannten Schützeninvestitur heute gegen 17.30 Uhr auf dem Balkon des Rathauses, Marktplatz 1, im Rahmen eines städtischen Empfangs offiziell in seinem Amt bestätigt. Vom Kirmesplatz aus zieht das gesamte Schützenregiment aus ab 17 Uhr über die Oberkasseler Brücke zum Rathaus. Nach der Investitur spielt das Tambourcorps St. Maximilian zusammen mit anderen Kapellen den Großen Zapfenstreich.

Historischer Festzug

Am Sonntag haben die Schützen volles Programm. Am Vormittag nehmen sie an einem Schützengottesdienst in der Lambertus-Basilika um 9.30 Uhr teil, danach machen sie sich für den Höhepunkt des Schützenfestes fit: den historischen Festzug durch die Altstadt. Ab 14 Uhr stellen sich die einzelnen Kompanien mit ihren prächtigen, teils historischen Uniformen auf der Cecilienallee sowie historischen Gruppen wie Herolde oder Schlossdamen auf. Um 14.40 Uhr schreiten der König, der Vorstand und Ehrengäste die Front ab, dann setzt sich der Zug um 15 Uhr durch die Altstadt fort (siehe Skizze). Ziel ist die Reitallee zwischen Schloss Jägerhof und Jröner Jong. Dort wird die Parade abgenommen. Gäste können von einer Tribüne aus die 29 Gesellschaften, die 23 Tambour- und Musikcorps, die beiden Reitercorps und die acht berittenen historischen Gruppen anschauen. Oberst Günter Pannenbecker wird hoch zu Ross gegen 16 Uhr die Parade eröffnen und dem König melden, dass etwa 3000 Schützen angetreten sind. Nach einem Picknick im Hofgarten marschieren die Schützen über die Oberkasseler Brücke zurück zum Festzelt.

Das ist dann in den folgenden Tagen Schauplatz für die Schießwettbewerbe. Der Königsschuss der neuen Majestät wird am Dienst gegen 18.30 Uhr erwartet.

Apollinarisvesper

Die kirchliche Verbindung des Schützenfestes wird am Mittwoch, 20. Juli, mit der Apollinarisvesper in der Basilika St. Lambertus deutlich. Der hl. Apollinaris ist der Stadtpatron, seine Gebeine ruhen in einem Schrein in der Lambertus-Basilika. Rund um das Namensfest des Heiligen fand im Mittelalter ein Jahrmarkts- und Kirchweihfest statt — die Ursprünge des Schützenfestes mit Kirmes. Während der Vesper, die um 18 Uhr beginnt, entzündet Oberbürgermeister Dirk Elbers eine Kerze am Schrein. Der Stadtpatron wird dann am Donnerstag, 21. Juli, mit einem Festhochamt ab 19 Uhr gefeiert, es wird die Krönungsmesse von Mozart gesungen.

Zum ersten Mal sind in diesem Jahr 450 Grundschüler zu einer Wallfahrt zum Schrein in der Lambertus-Basilika eingeladen. Sie feiern am Dienstag, 19. Juli, um 13.30 Uhr einen Gottesdienst, den die siebte Klasse der Hauptschule St. Benedikt mit Szenen aus dem Leben des Heiligen gestaltet.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Feierliche Eröffnung der Kirmes 2011

(RP/jul)