Rheinkirmes: Pink Monday mit dem DJ-Duo Strandpiraten

Düsseldorf: Strandpiraten legen zum "Pink Monday" auf

Auf dem Dach der "Schwarzwaldchristel" hing Montagabend die Regenbogenfahne. Ein sicheres Zeichen dafür, dass der "Pink Monday" anstand, der Abend der Schwulen und Lesben. In der Kirmes-Kneipe legte DJ Helmut Party-Klassiker auf - eine Tradition, die gefühlt schon fast so lange zur Kirmes gehört wie der Schützenzug.

Stargast des Abends war wie im Vorjahr "Conchita 4711", aus Köln stammendes und nach eigenen Angaben erfolgreichstes Double der ESC-Gewinnerin Conchita Wurst.

Passend: Am "Pink Monday" zog sich ein Regenbogen über die Kirmes. Foto: Victoria Kunz

Als gegen 20 Uhr schon so viele Besucher vor der "Schwarzwaldchristel" standen, dass es kaum noch ein Durchkommen gab, fand man auch in den schräg gegenüber liegenden Uerige-Biergarten kaum noch Einlass. Dort feierte das DJ-Duo Strandpiraten aus Starskie und Oliver van Lin seine Kirmes-Premiere. Die Elektro-DJs hatten in diesem Frühsommer einen Riesenerfolg mit ihrer Donnerstags-Reihe am Mannesmannufer gefeiert, bis man wegen zu vieler Besucher die Reißleine zog. Zum ersten Auftritt seitdem hatte man viele Fans mitgebracht. Außerdem gab es starken Wechsel zwischen den benachbarten Party-Orten - so lange das bei dem Gedrängel möglich war.

Der "Pink Monday" hatte seinen Anfang vor 38 Jahren beim Betriebsausflug der Altstadt-Kneipe Nähkörbchen genommen. Inzwischen gilt er als eines der wichtigen Community-Treffen der Region. Die "Schwarzwaldchristel", die eher durch Zufall zu diesem guten Geschäft gekommen ist, beteiligt sich inzwischen freudig am Marketing: Die Mitarbeiter hinter der Bar trugen T-Shirts mit dem Aufdruck: "Pink Monday - das Original".

Zu den Stammgästen gehört Lothar Hörning, Mitgründer der schwulen Karnevalsgesellschaft KG Regenbogen. Was ihm auffällt: Auf dem Rest der Kirmes ist der "Pink Monday" weniger präsent als vor einigen Jahren. Damals waren zum Beispiel an vielen Fahrgeschäften Regenbogen-Fahnen angebracht, mehr Bierzelte richteten "Pink-Monday"-Partys aus. Einerseits sei es ein gutes Zeichen, dass der Tag der Schwulen und Lesen so selbstverständlich dazugehöre, meint Hörning. "Aber ich finde, er könnte wieder sichtbarer sein."

Hier geht es zu den Bildern vom "Pink Monday".

(RP)