Rheinkirmes: Kein Pony-Reiten nach Protest

Düsseldorf : Kirmes verbannt das Pony-Reiten

Der zunehmende Protest hat Wirkung gezeigt: Das "Ponykarussell" ist dieses Jahr auf der Rheinkirmes in Düsseldorf nicht mehr dabei.

Bei der Rheinkirmes wird eine beliebte, aber zuletzt umstrittene Attraktion erstmals fehlen. Die Veranstalter, die St-Sebastianus-Schützen, haben das "Ponykarussell" von der Schaustellerliste gestrichen. In der Attraktion konnten Kinder auf lebenden Ponys im Kreis reiten. Die Absage ist eine Reaktion auf zunehmende Kritik von Besuchern. "Das Publikum akzeptiert immer weniger, dass Tiere auf einer Großkirmes in dieser Weise eingesetzt werden", sagt Kirmes-Sprecher Wolfgang Osinski. "Daraus haben auch die Sebastianus-Schützen als Veranstalter die Konsequenzen gezogen."

Der Betreiber des "Ponykarussells" hatte stets betont, man halte die strengen Vorschriften des Tierschutzes ein. Die Ponys hätten zum Beispiel regelmäßige Pausen, in denen sie Wasser und Heu bekämen und sich hinter der Manege entspannen könnten. Daran erinnert auch Schausteller-Sprecher Oliver Wilmering. "Man muss auch hinter die Kulissen schauen", meint er. Wilmering sieht die Absage "mit einem weinenden Auge. Man darf nicht vergessen, dass es dabei auch um die Existenz einer Schausteller-Familie geht".

Die Rheinkirmes läuft in diesem Jahr vom 17. bis 26. Juli. Alle Neuigkeiten zur Rheinkirmes gibt es auf unserer Facebookseite RP Rheinkirmes.

(RP)
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