Rheinkirmes in Düsseldorf 2018: So kocht man ein Kirmes-Menü

Rheinkirmes in Düsseldorf: So kocht man ein Vier-Gänge-Menü aus Kirmes-Food

Immer nur Pommes und Bratwurst auf dem Rummel ist langweilig. Wir haben ausprobiert, was sich aus Bretzel, Seelachsbrötchen und Fleischspieß vom Festplatz alles zaubern lässt.

Niemand muss auf der Kirmes hungern. Es sei denn, das Portemonnaie ist leer (oder weg). Gebrannte Mandeln, Bratwurst, Langos oder Pizza – an jeder Ecke riecht es anders lecker. Zur Wahrheit gehört aber auch: Irgendwann haben Kirmesreporterinnen alles probiert – und lechzen nach Abwechslung. Zum Glück hat unser RP-Kirmesmobil einen kleinen Gasherd. Außerdem einen Kühlschrank, in dem man etwas Obst und Gemüse aufbewahren kann – rare Kost auf dem Festplatz.

Die Herausforderung: Aus Kirmes-Speisen mit nur wenigen zugekauften Zutaten ein Vier-Gänge-Menü kochen, das sich sehen lassen kann. Hilfsmittel: ein Brettchen, zwei Messer, eine Mini-Pfanne und ein kleiner Topf. Helene kocht, Laura isst und fotografiert. Zweieinhalb Stunden dauert die Aktion, am Ende sind immerhin beide satt.

Das geschmackliche Fazit: Besonders die Crêpe-Blini mit Lachs können sich sehen lassen – könnte man so auch im Restaurant servieren. Panzanella aus Laugenbrezel ist auch ein stimmiges Konzept. Allerdings muss man zugeben, dass außer der Brezel keine Kirmeszutaten in diesem Gericht zu finden sind. Durchaus als Highlight entpuppt sich das Chutney aus Paradiesapfel. Und zwar nicht nur, weil es Riesenspaß macht, einen rot glasierten Zuckerapfel krachend mit dem großen Kochmesser zu zerteilen. Mit ein paar Zwiebeln, Knoblauch, Weißweinessig, Pfeffer und etwas Darjeeling-Beuteltee eingekocht, bildet das Chutney einen leckeren süßsauren Kontrast zur Poutine von der Kirmesfritte mit Altbiersauce (aus Bratwurst, Zwiebeln und Alt) und Käse. Der Nachtisch, liebevoll „Klimawandel-Eisbecher“ getauft, ist optisch nicht der Knaller, schmeckt aber lecker durch süßes Vanilleeis, süße Beeren und einen Wodka-Kick.

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Und der Kostenfaktor? Das Essen hätte vermutlich für vier Personen gereicht. Die Kirmes-Zutaten kosteten zusammen 33,50 Euro, dazu kommen Supermarkt-Zutaten im Wert von circa 20 Euro. Weniger als 60 Euro für vier Gänge – eigentlich gar nicht schlecht. Zumal noch ein paar trockene Brötchen übrig blieben. Für die Getränke würde man auf der Kirmes 14,50 Euro pro Person bezahlen – ohne Pfand und wenn jeder nur ein Glas pro Gang trinkt.

Einziger Wermutstropfen: Das Kochen mit Gas muss Helene Pawlitzki noch üben. Dass sie von der Kirmes eine Brandblase am Finger davonträgt, hätte sie vorher nicht gedacht.

RP-Redakteurinnen Laura Ihme und Helene Pawlitzki berichten zehn Tage lang von der Düsseldorfer Rheinkirmes. Sie testen Achterbahnen und Karussells, treffen sich mit den Menschen, die die Kirmes möglich machen und geben bei Instagram (@rheinischepost) und Facebook (RP Rheinkirmes) Einblicke hinter die Kulissen. Die Artikel, Bilderstrecken und Videos finden Sie auf unserer Rheinkirmes-Seite.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ein Vier-Gänge-Menü mit Zutaten von der Rheinkirmes