1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Rheinkirmes

Rheinkirmes Düsseldorf 2022: Kirmes findet dieses Jahr wieder statt Reaktionen

Volksfest in Düsseldorf : Rheinkirmes findet 2022 wieder statt - Reaktionen positiv

Die Rheinkirmes in Düsseldorf geht in diesem Sommer nach zwei Jahren Corona-Pause wieder über die Bühne. Die Schützen versprechen eine besonders glanzvolle Großkirmes. Die Reaktionen sind durchweg positiv.

Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 wird die Rheinkirmes in diesem Jahr veranstalten: „Wir haben ernsthaft diskutiert, alles abgewogen und entschieden: Schützen- und Heimatfest mit der Größten Kirmes am Rhein finden statt“, teilt Schützenchef Lothar Inden am Freitag mit. Vom 15. bis 24. Juli soll das bedeutende Volksfest wieder Millionen Gäste begeistern.

Kirmesarchitekt Thomas König verspricht eine „Kirmes de luxe – denn das sind wir nach zwei Jahren Zwangspause unseren Besuchern schuldig.“ Auf 224.000 Quadratmetern präsentieren sich ab Mitte Juli rund 300 Aussteller aus dem In- und Ausland.

Thomas König, seit vielen Jahren der Organisator des größten Volksfestes am Rhein, kündigt allen Kirmes-Fans einen glanzvollen Mix an – „familienfreundliche Fahrgeschäfte, Adrenalin-Kicks und überraschende Neuheiten“. Auch bei der Gastronomie soll es Überraschungen geben. So wird den Angaben zufolge zum Beispiel auch der beliebte Weingarten wieder eine Anlaufstelle und Rückzugsort für Besucher sein.

  • Parade an der Gubener Straße vor
    Brauchtum in Düsseldorf : Vennhauser Schützen starten die Saison
  • Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller
    Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller : „Der Abzug großer Dax-Konzerne macht mir keine Sorgen“
  • Stefan Stamm, König Andreas Pfeiffer mit
    Brauchtum in Kaarst : Schützen gibt es jetzt zum Sammeln
  • Eine unterirdische Cargo-Achse („Downunderline“) könnte nach
    Positionspapier der IHK : Unterirdischer Güterverkehr und ein zweiter Hauptbahnhof für Düsseldorf
  • Wevelinghovener Schützen verabschieden sich mit dem
    Schützen in Wevelinghoven : Großer Zapfenstreich für Günter Piel
  • Treffen auf dem Schlosshof Garath: Egon
    Ein Fest auf dem Schlosshof : Ein Fest für die Flüchtlinge aus der Ukraine

Sichtbare Polizeipräsenz und private Security-Kräfte sollen sicherstellen, dass Besucher sorgenfrei über die Kirmes flanieren können. Eine hohe Vip-Dichte wird außerdem in Aussicht gestellt beim Schützen- und Heimatfest des St. Sebastianus Schützenvereins von 1316. Die sollen sich bei Ereignissen wie Königsschuss, Ausschießen des Jung-Schützenkönigs und Pagenkönigs und dem Gästevogel-Schießen tummeln.

Sowohl das Schützenfest als auch die „Größte Kirmes am Rhein“ werden in Alleinregie von Ehrenamtlern des St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 organisiert und verantwortet. Vor diesem Großevent feiern die St. Sebastianer am 8. Mai den „Stephanientag“ zu Ehren von Prinzessin Stephanie von Hohenzollern-Sigmaringen, die als „Engel der Armen“ in die Düsseldorfer Stadtgeschichte eingegangen ist.

Bis Freitag hatten sich die Schützen Zeit gelassen mit der Bekanntgabe ihrer Entscheidung. Diese werden sie sich nicht leicht gemacht haben, wie Brauchtums-Experten immer wieder durchblicken ließen. Die Reaktionen sind bislang durchweg positiv. „Wir freuen uns darüber sehr“, kommentiert Albert Ritter, Präsident der Europäischen Schausteller-Union, des Deutschen Schaustellerbundes und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Schaustellerverbände in NRW, die Düsseldorfer Entscheidung auf Nachfrage. Er sagt weiter: „Die Veranstaltungen, die bis jetzt gelaufen sind, waren eine Abstimmung mit den Füßen. Die Menschen wollen wieder raus und mit ihren Familien Schönes erleben.“

Groß ist die Freude auch bei Britta Damm, der Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Düsseldorfer Schützenvereine (IGDS). „Soweit wir informiert sind, feiern auch alle der IGDS angeschlossenen Vereine die Stadtteilfeste, und auch die werden weiter geplant, und die werden nach Kräften von uns allen unterstützt.“ Das Schützen- und Heimatfest mit der Größten Kirmes am Rhein bringe die Menschen aus der gesamten Region zusammen und beschere ihnen gemeinsam unbeschwerte Stunden“, sagt Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU). „Nach zwei Jahren Verzicht durch die Corona-Pandemie ist das vielen ein großes Bedürfnis, und auch ich freue mich schon darauf. Wir werden uns hier aber auch als ein guter Gastgeber zeigen für die Familien aus der Ukraine, die vor dem Krieg in ihrer Heimat bei uns Zuflucht gefunden haben. Sommer- und Winterbrauchtum sind stets gelebte Integration, und das gilt insbesondere bei uns im Rheinland.“

Anders als die Rheinkirmes wurde der Rosensonntagszug, der mal für den 29. Mai geplant war, längst abgesagt – unter anderem mit Blick auf die unsichere Lage mit dem Ukraine-Krieg. Zur Entscheidung des Sommer-Brauchtums meint der Geschäftsführer des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC): „Finde ich absolut super, und es ist der richtige Weg und die richtige Entscheidung.“

Die Veranstaltung der Rheinkirmes ist ein Millionengeschäft. Mit normalerweise fast vier Millionen Besuchern vor Corona ist sie ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Sehnsüchtig warteten auch Dutzende Düsseldorfer Schaustellerfamilien darauf, dass sie wieder stattfindet, sodass auch deren Existenz wieder gesicherter ist. Die Rheinkirmes ist zugleich ein Fest mit besonderer Tradition und Bedeutung. Denn sie gehört zu den drei größten deutschen Volksfesten und findet seit 1901 auf der linksrheinischen Festwiese in Düsseldorf-Oberkassel statt – mit einem Ausblick auf das Panorama der Düsseldorfer Altstadt. Die Tradition des Vogelschießens ist seit 1435 belegt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die schönsten Rheinkirmes-Bilder unserer Fotografen 2018