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Rheinkirmes in Düsseldorf: Ohne sie läuft bei der Kirmes gar nichts

Rheinkirmes in Düsseldorf : Ohne sie läuft bei der Kirmes gar nichts

Keine Frage: Diese Vier (und ihre Kollegen) gehören zur Kirmes wie die Wilde Maus und die Alpinabahn. Sie haben sogar ein eigenes Zelt, mit Bierbänken und -Tischen, an denen allerdings kein Bier serviert wird. Sie sind ja im Dienst dort.

Dirk Schimanski war früher schon mal da, und ist jetzt seit zwei Jahren wieder mit der Eingreiftruppe dabei, an allen zehn Kirmestagen (nachts übernimmt die Hundertschaft). Das Einzige, was den Polizeibeamten daran stört, ist, dass er diesmal nicht selbst hingehen kann. "Wenn man jeden Tag über den Platz läuft, kriegt man richtig Lust auf Kirmes", sagt er.

Apropos Laufen: So zehn bis 20, wenn nicht 50 Kilometer laufen die drei Doppelstreifen täglich, 1,5 Kilometer ist eine Kirmesrunde lang. Das ist vor allem bei den aktuellen Temperaturen ziemlich anstrengend. Aber keiner klagt. "Kirmesdienst ist beliebt. Es macht Spaß, weil die Leute nett sind." Was nicht heißt, dass Schimanski und Kollegen nichts zu tun haben. Seit Kirmesanfang hat es über 53 Platzverweise und sieben Festnahmen gegeben. Auch das hat einen Grund: "Wir greifen sehr schnell ein und durch." 80 potenzielle Störer haben die Beamten im Vorfeld ermahnt — das funktioniert.

Auch die Feuerwehrleute um Thorsten Fuchs besetzen gerne rund um die Uhr die Kirmeswache. "Der Kontakt zu den Kollegen anderer Dienststellen, ob Ordnungsamt, Polizei oder der Hilfsdienste bewährt sich oft noch lange nach der Kirmes — in der Wache hier sind wir ein großes Team", sagt Fuchs. Wobei die Feuerwehr auf dem Kirmesplatz auch den Brandschutz für die Häuser am Kaiser-Wilhelm-Ring übernimmt — im Ernstfall ist sie ja am schnellsten dort. Weil die Feuerwehrleute anders als die Polizei deshalb die Wache nicht verlassen dürfen, ist traditionell am Donnerstag Feuerwehrtag auf der Kirmes — falls Ihnen also viele Männer in Blau aufgefallen sind: Die hatten frei.

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"Rheinbahner Bernd Möller leitet die Verkehrsorganisation. Für ihn ist es die 20. Kirmes, und mit den Jahren haben sich die Sicherheitsvorschriften immer mehr verschärft. Das aber noch nie etwas Schlimmes passiert ist, ist auch Leuten wie Hannah Feldscher zu verdanken. Die 16-Jährige ist eine von 50 Verkehrskadetten, die jeden Tag nach der Schule ehrenamtlich am Luegplatz im Einsatz sind, um die Kirmesgäste sicher zur Bahn und über die Straße zu geleiten. "Manche finden das lächerlich", sagt Hannah Feldschen, die seit drei Jahren dabei ist. "Aber die meisten finden uns gut." Am Samstag gehen die Kadetten selbst mal feiern. Und viele Schausteller laden sie als Dankeschön für ihr Ehrenamt dann auch mal ein.

(sg)