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Volksfest soll besser vermarktet werden: Neuer Name für die Kirmes

Volksfest soll besser vermarktet werden : Neuer Name für die Kirmes

Die Schützen und die Düsseldorfer Marketing- und Tourismus GmbH (DMT) wollen demnächst über ein besseres Vermarktungskonzept für den Rummel nachdenken. Auch ein besserer Name soll gefunden werden.

Als die FDP-Ratsfrau Monika Lehmhaus gestern die Vermarktung der von ihr ansonsten hochgelobten Kirmes kritisierte, rannte sie bei den Schützen offene Türen ein. Das jedenfalls sagte Schützen-Chef Lothar Inden, der mit seiner Truppe für die Kirmes letztendlich verantwortlich ist. Der Vorstoß der Liberalen hat den Brauchtums-Mann hörbar irritiert. Zumal man schon vor wenigen Tagen erklärt habe, über das Vermarktungskonzept nachdenken und es verbessern zu wollen. Inden räumt allerdings ein, dass die Kommunalpolitikerin mit ihren Aussagen im Grunde nicht falsch liege.

Lehmhaus hatte kritisiert, die Kirmes, die dieses Jahr 4,2 Millionen Menschen angelockt hatte, werde viel zu zurückhaltend beworben und sei im Land kaum bekannt. Anders als beispielsweise das Münchner Oktoberfest sei sie im Bewusstsein der Menschen nicht als großartiges Event verankert.

Alles unter der Lupe

Diese Erkenntnis gibt es wohl auch bei den Schützen. Gemeinsam mit der Düsseldorfer Marketing- und Tourismus GmbH (DMT) hat man daher schon vor einigen Tagen beschlossen, das gesamte Konzept der Werbung und Vermarktung unter die Lupe zu nehmen. Ende des Monats werde man sich im Vorstand der Schützen mit dem Thema auseinander setzen und dann konkret werden. Dabei werde man sicher auch die Hilfe von Profis, also möglicherweise Werbeagenturen, in Anspruch nehmen. Alles das werde auf jeden Fall gemeinsam mit der DMT gemacht.

Auch der Name der Kirmes werde erneut auf den Prüfstand kommen, bestätigte Inden. Ihm und seinen Schützen-Freunden ist die Diskussion schon seit Jahren bekannt. Der Begriff "Größte Kirmes am Rhein" gilt allgemein als zu sperrig, aber mangels einer griffigen Alternative wurde er bislang beibehalten. Inden räumte nun ein, man werde das Thema erneut angehen und über Alternativen nachdenken, möglicherweise auch dabei Experten zu Wort kommen lassen.

Die Bilanz nach der Kirmes war durchweg positiv, mit 4,2 Millionen Besuchern ist man sehr zufrieden. Das Wetter war größtenteils gut, und hätte es nicht in den letzten vier Tagen mehrfach starken Regen gegeben, hätte man einen Rekordbesuch erreicht.

Vor allem mit dem Feuerwerk am Freitag vor dem Kirmesende locken die Schützen Hunderttausende in die Stadt. Neuerdings greift man für dieses Spektakel tiefer denn je in die Uniform-Tasche: 28 Minuten hat das am Ende bejubelte Spiel von künstlichem Blitz und Donner dieses Jahr gedauert. Gekostet hat es über 40.000 Euro — und bezahlt wird es von den Düsseldorfer Schützen.

Ein Special mit vielen Berichten zur Kirmes finden Sie hier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön war die Kirmes

(RP)