Kirmes in Düsseldorf 2017: Mehr als 3,5 Millionen Besucher

Abschlussbilanz: Mehr als 3,5 Millionen Besucher bei der Rheinkirmes

Sicher, ruhig, entspannt: Die Schützen und die Behörden sind zufrieden mit dem Verlauf der Kirmes. Das Sicherheitskonzept ist aufgegangen, es kamen mehr Familien auf die Rheinwiesen.

Lothar Inden hatte am Ende die Ruhe wiedergefunden. "Wir sind sehr zufrieden." Alles ist gut gegangen mit der großen Düsseldorfer Rheinkirmes. Am Sonntag war der letzte der zehn Tage, der Chef der St. Sebastianus-Schützen freute sich über den friedlichen Verlauf. Gut 3,5 Millionen Besucher (der letzte Sonntag nicht mitgezählt) seien es gewesen. Unter dem Strich, so Kirmes-Architekt Thomas König, sei das Wetter passabel gewesen, wenn auch am Mittwoch der Platz wegen Sturms für zwei Stunden hatte gesperrt werden müssen. Die Bilanz:

Sicherheitskonzept Die neue Regelung mit Lkw-Sperren an den Brückenabfahrten und einem abgesperrten Kaiser-Wilhem-Ring sei aufgegangen, urteilte König. Die verstärkten Bemühungen und die Präsenz von Beamten und Security-Kräften hätten dazu geführt, dass sich gerade die Familien sicherer gefühlt hätten und in größerer Zahl als in den Vorjahren die Kirmes aufgesucht hätten. Das berichten auch Schausteller.

König bat die Polizei, auch im nächsten Jahr mit ausreichend uniformierten Kräften über den Platz zu gehen. Polizeidirektor Jürgen Bielor, Chef der Inspektion Mitte, geht davon, dass die Lkw-Sperren auch im kommenden Jahr eingerichtet werden.

Einsätze Es gab 442 medizinische Hilfeleistungen oder Betreuungen, im Vorjahr waren es 150 mehr. 85 Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, davon 14 mit dem Notarzt. Fünf Kinder gingen verloren, wurden aber wohlbehalten ihren Eltern wiedergegeben.

Die Polizei schrieb 741 Anzeigen (Vorjahr 1014) und nahm drei Personen fest. Die Zahl der Taschendiebstähle ging von 20 auf 16 zurück, Körperverletzungen gab es 17, zwei weniger als zuvor. Fünf Sexualdelikte wurden gemeldet (Vorjahr vier), dabei ging es jedoch um minderschwere Fälle wie Grabschereien oder Beleidigungen.

Verkehr Es gab mehr Kontrollstellen an den Zufahrten in die Anwohnerparkgebiete im Linksrheinischen. 154 Falschparker wurden abgeschleppt (Vorjahr 217). Knapp 200 Autofahrer bekommen eine Verwarnung vom Ordnungsdienst der Stadt, weil sie unberechtigt in das Gebiet einfuhren (2016: 70).

Die Toten Hosen Das Überraschungskonzert der Toten Hosen im Uerige-Zelt am Mittwoch spielte bei der Pressekonferenz noch einmal eine Rolle. Inden wiederholte, es wäre besser gewesen, das Konzert ordentlich anzumelden. Polizeidirektor Jürgen Bielor meinte diplomatisch, die Information am Mittwochvormittag sei "etwas knapp" gewesen. Andererseits ging er davon aus, dass bei einem größeren zeitlichen Vorlauf der Auftritt wohl unterbunden worden wäre. Insofern war die Visite der Toten Hosen auf der Rheinkirmes das Konzert, das es normalerweise nie gegeben hätte.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So war das Abschlussfeuerwerk der Rheinkirmes 2017

(ujr)