Größte Kirmes am Rhein: Eine Amerikanerin auf der Kirmes

Größte Kirmes am Rhein : Eine Amerikanerin auf der Kirmes

Die Kirmes in Düsseldorf ist einzigartig. Zu diesem Ergebnis kommt unsere amerikanische Mitarbeiterin Sarah Kastner-Ziemann nach ihrem Besuch auf den Rheinwiesen. Lesen Sie hier ihren Erfahrungsbericht.

Der erste Eindruck täuscht: Als ich auf dem Weg zur Kirmes von weitem das große Riesenrad sehe, denke ich, dass auf mich ein Volksfest wartet, wie ich es aus Amerika kenne. Attraktionen wie das Riesenrad gibt es schließlich auch bei uns in den Freizeitparks oder auf der Kirmes.

Schnell sollte ich jedoch merken, dass es zwischen deutscher und amerikanischer Kirmes deutliche Unterschiede gibt: vor allem, wenn es ums Essen geht. Ich habe nie zuvor auf einer Kirmes so eine vielfältige Auswahl an Spezialitäten gesehen: die bunten Lebkuchenherzen, die riesigen Bratwürste, die vielen Fischgerichte, Crêpes, Pommes Frites, Hot Dogs, gebrannte Mandeln, Popcorn und, und, und. Bei uns gibt es in der Regel Hamburger, Pommes Frites und Zuckerwatte auf der Kirmes.

Die vielen Bierzelte sind mir natürlich auch nicht verborgen geblieben. Für mich ein ungewohnter Anblick. Schließlich ist der öffentliche Konsum von Alkohol in meiner Heimat New Jersey verboten.

Neugierig machen mich zudem die Schützen, die überall mit ihren grünen Jacken und dazu passenden Hüten auf der Anlage herumlaufen. Das sind sicher Männer, die gerne traditionelle Kleidung tragen, denke ich zunächst. Später erfahre ich, dass die Kirmes von den Schützen veranstaltet wird.

Bei uns in den Vereinigten Staaten gibt es keine Schützen. Bei uns entstand die Kirmes aus der Tradition vom reisenden Zirkus aus dem 19. Jahrhundert.

An einigen Stellen erinnert mich die Kirmes an meine Heimat. Zum Beispiel beim Autoscooter, wo ich Bilder von alten Hollywood-Stars wie James Dean und Marilyn Monroe sehe. Es gab sogar eine "Las Vegas"-Gewinnspielbude und ein Western-Haus, das wie eine Ranch aussieht. Plötzlich fühlte ich mich wieder ein bisschen wie zuhause.

Fazit: Der Besuch der Kirmes war für mich ein einzigartiges Erlebnis, weil ich Kirmes in dieser Art noch nicht kannte. Ich gehe gerne noch einmal hin.