Promi-Auflauf auf der Kirmes Düsseldorfs Stadtgesellschaft schießt den Vogel ab

Düsseldorf · Diese Veranstaltung hat eine große Tradition und eine große Fehlerquote: Jedes Jahr lädt der „Große Verein“ zum Vogelschießen auf die Oberkasseler Festwiese. Doch die Handhabung des Gewehrs will gelernt sein.

Gästeschießen auf der Rheinkirmes
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Gästeschießen auf der Rheinkirmes

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Foto: Döring, Olaf (od)

Pünktlich um 10 Uhr am Dienstag ging es los mit dem traditionellen Gästeschießen auf der Rheinkirmes. Wie jedes Jahr versammelte sich die Düsseldorfer Stadtgesellschaft, um zu netzwerken und wortwörtlich den Vogel abzuschießen, der aus Holz ist. Die Stimmung war heiter, das Wetter mit rund 25 Grad optimal für die Kirmes und der Blick auf den Rhein bezaubernd von der Wiese am Festzelt der Schützen aus.

Mit dabei Schumacher-Chefin Thea Schumacher (im Dirndl), die von ihrer Schwester Flocke und ihrem Papa schwärmte. „Die haben beide einen Jagdschein, meine Schießkünste halten sich dagegen in Grenzen.“ Anders Ex-Venetia und Schützin Sabine Ilbertz. Sie kann nämlich sehr gut schießen – als Polizistin hat sie das gelernt. Miriam Koch, Beigeordnete für Kultur und Integration, war ebenfalls dabei und erzählte amüsiert, dass sie in ihrer Heimatstadt in Niedersachsen bereits zwei Mal Gästekönigin war.

Auf dem Platz stand schon der Stadtwerke-Chef Julien Mounier in Warteposition, er trug als amtierender Gästekönig die Kette um den Hals, um sie an den neuen Gästekönig weiterzugeben: Das ist seit Dienstag um kurz nach 12 Uhr Stadtdechant Frank Heidkamp. Frank Schrader, Marketing- und Tourismus-Chef der Stadt, bekannte: „Ich kann nicht besonders gut schießen, mache aber trotzdem gerne mit. Beim Wehrdienst, wo ich es hätte lernen können, saß ich in der Stube. Auch beim Schießen von Rosen auf der Kirmes bekomme ich meistens eine vom Schausteller geschenkt, weil ich mich so abmühe.“ In der Gesellschaft Reserve sind Schausteller-Chef Oliver Wilmering und Blau-Weiss-Präsident Lothar Hörning, die auch auf dem Platz waren. Freudig berichtete der Karnevalist (und Grohe-Manager) Hörning mit Blick auf die queere Community: „Wir hatten bei den Schützen angeregt, vor dem Festzelt und auch am Eingang zur Kirmes an der Luegallee Regenbogen-Fahnen aufzuhängen. Die haben das erstmals gemacht, finde ich super, um ein Zeichen zu setzen für die weltoffene Kirmes.“

Seit 2011 ist Oberbürgermeister Stephan Keller regelmäßig bei diesem Schützen-Event dabei. „Aber ich schieße total schlecht, ich habe das nie gelernt.“ Stadtwerke-Vorstand Charlotte Beissel amüsierte sich nach ihrem Schuss auf den Holz-Vogel: „Ich weiß nicht, wohin meine Kugel geflogen ist.“ Fortuna-Größe Axel Bellinghausen (schon oft dabei) meinte beschwichtigend: „Das ist ein total schönes Netzwerkertreffen, das Schießen ist doch nur Nebensache.“ Auch Kürzer-Chef Hans-Peter Schwemin bekannte: „Das Schießen liegt mir nicht im Blut.“ Ähnlich sieht das die Stadtmuseums-Chefin Susanne Anna – im Gegensatz dazu ist sie eine sehr erfahrene Dressurreiterin.

 Beim Gästeschießen auf der Kirmes 2023 schoss Stadtdechant Frank Heidkamp den Vogel ab. Im Hintergrund ist sein Vorgänger, Stadtwerke-Vorstand Julien Mounier.

Beim Gästeschießen auf der Kirmes 2023 schoss Stadtdechant Frank Heidkamp den Vogel ab. Im Hintergrund ist sein Vorgänger, Stadtwerke-Vorstand Julien Mounier.

Foto: RP/Sabine Hanna

Ihr Glück am Schießstand der Familie Siegfried Kaiser (sie betreiben auch das Karussell Skater) versuchten noch viele andere Gäste wie etwa Jonges-Baas Wolfgang Rolshoven, Wirtschaftsförderin Theresa Winkels, die Grünen-Politikerin und Bürgermeisterin Clara Gerlach. Kerstin Jäckel-Engstfeld kam nicht nur mit ihrem Mann, dem Grünen-Politiker Stefan Engstfeld, sondern auch mit ihrem einjährigen Sohn, der gemütlich in seinem Kinderwagen lag. Pressekönig wurde in diesem Jahr der Journalist Hans Onkelbach.

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