Das ist das Sicherheitskonzept der Feuerwehr für die Rheinkirmes

Vier Millionen Besucher : So sichert die Feuerwehr die Rheinkirmes in Düsseldorf

Für die Feuerwehr ist die Kirmes wie der 51. Stadtteil Düsseldorfs. Und wie für jeden Stadtteil gibt es auch für die Kirmes einen Stadtplan mit Sicherheitskonzept. Für den Terrorschutz hat die Stadt Lkw-Poller aufgestellt. Einer verursachte in Oberkassel größere Probleme.

400.000 Menschen kommen im Schnitt am Tag zur Kirmes. „Das ist wie eine Großstadt“, sagt Oberbrandrat Thomas Hußmann von der Feuerwehr, der sich um das Sicherheitskonzept auf dem und rund um den Festplatz gekümmert hat.

Er und seine Kollegen behandeln die Rheinwiesen in den nächsten zehn Tagen wie einen eigenen Stadtteil, „den 51. in Düsseldorf“. Es gibt eigene Straßen mit Straßenschildern. Jeder Betrieb, jede Imbiss-Bude und jedes Fahrgeschäft haben eine Hausnummer, die in etwa 2,50 Meter Höhe rechts am Stand angebracht ist. Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Sanitätsdienst, Müllabfuhr und sogar der Postbote wissen genau, wo sich was befindet. Einen detaillierten kleinen Stadtplan haben Feuerwehr und Veranstalter somit ausgearbeitet. Dazu sind Schausteller mit Lautsprechern ausgestattet für Durchsagen, andere mit besonderen Leitern zur Höhenrettung.

Höhepunkt nicht nur für die Besucher ist das Feuerwerk am Freitag, 19. Juli. Dann erwartet die Feuerwehr die meisten Menschen auf den Oberkasseler Rheinwiesen. „Wir haben einen Erkundungsdienst“, sagt Hußmann. Kollegen beobachten die Besucherströme von erhöhten Positionen aus. Der Feuerwehrmann geht davon aus, dass spätenstens um kurz nach 20 Uhr die Menschen geleitet werden müssen, weil es so voll ist. Sie würden dann nur noch in eine vorgegebene Richtung laufen dürfen.

In der Nähe der Rheinkniebrücke haben Feuerwehr, Polizei und das Deutsche Rote Kreuz ein Zeltlager, in dem ein „kleines Krankenhaus“ untergebracht ist, wie Hußmann berichtet. Zum Schutz vor Terroranschlägen wurden an verschiedenen Zufahrten Lkw-Sperren aufgebaut.

Lkw bleibt an Rheinkirmes-Betonpoller stecken

Auf der Luegallee hat eine solche Sperre am Freitag einen Stau verursacht: Ein Lkw-Gespann hatte sich dazwischen festgefahren. Neun Passanten und Autofahrer schoben mit vereinten Kräften einen der Betonpoller zur Seite. Danach rollte der Verkehr wieder. Ob das Ordnungsamt hier nachbessert, war am Freitag noch nicht bekannt.

(nika/sg)
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