Blind Date auf der Kirmes 2019 in Düsseldorf - Interview mit Rolf Tups

Blind Date auf der Rheinkirmes : Mit Bezirksbürgermeister Rolf Tups auf dem Riesenrad

Jeden Tag organisiert eine Kirmesreporterin der anderen ein Blind Date. Heute zu Gast: Rolf Tups, CDU-Ratsherr und Bezirksbürgermeister für Heerdt, Lörick, Ober- und Niederkassel.

Herr Tups, herzlich willkommen auf dem Festplatz. Sie schauen ja wahrscheinlich erst mal mit den Augen der Anwohner auf die Kirmes, oder?

Rolf Tups Ja, das ist so. Da geht es viel um Sicherheit und Verkehr. Neulich habe ich ein Foto gefunden, das ich in den 80ern gemacht habe: Das Rheinufer und der ganze Festplatz waren komplett mit Autos zugeparkt. Bauern haben 100 Mark verdient, um die Autos aus dem Schlamm zu ziehen. Da hat sich inzwischen ja viel getan und ich habe volle Hochachtung vor den Ordnungskräften, die das regeln.

Gehen Sie denn auch mal zum Spaß auf die Kirmes?

Tups Ich muss zugeben, ich bin selbst kein großer Kirmesfan, aber ich freue mich zu sehen, dass so ein Volksfest allen Trends zum Trotz immer noch gut angenommen wird. Ich meine, schauen Sie sich das an... (Er zeigt auf die Infinity-Schaukel.) Diese technischen Neuheiten neben einem traditionellen Riesenrad – genau diese Mischung macht die Kirmes zum Magnet.

Was sollen wir denn mal ausprobieren – Infinity-Schaukel oder Riesenrad?

Tups Naja, lassen Sie uns mal Riesenrad fahren. Dann können wir uns den schönsten Stadtteil Düsseldorfs von oben anschauen.

Ich bin so froh, dass Sie das sagen.

Tups Schauen Sie sich das an! (Er zeigt auf das Panorama Oberkassels.) Diese vielen Jugendstil-Häuser – überall steckt Geschichte drin, in manchen haben schon Kolonialbeamte ihre Dienstwohnung gehabt. Und daneben dann so moderne Konzerne wie Vodafone.

Schön grün ist es auch.

Tups Ja, überall sind kleine Parks und viele alte Bäume.

Machen Sie sich Sorgen wegen des Baubooms?

Tups Ich habe nichts gegen bezahlbaren Wohnraum, aber schon etwas gegen sinnlose Nachverdichtung. Eine Stadt kann nicht grenzenlos wachsen, auch wenn der Oberbürgermeister das nicht gerne hört.

Natürlich muss das Linksrheinische auch aufpassen, nicht in eine Neiddebatte hineinzurutschen.

Tups Die Neiddebatte führe ich schon immer. Die Stadt ist aber froh, uns zu haben. Ist schon ein illustrer Stadtteil.

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