Kultur für Kinder in Düsseldorf - die besten Kulturangebote

25 Kulturangebote : Kultur-Tipps für Kinder in Düsseldorf

Große und kleine Kultur-Fans finden in Düsseldorf ein ebenso großes wie hervorragend konzipiertes Angebot, um sich kreativ so richtig auszutoben. Wo Ihre Kinder am besten Kultur in Düsseldorf entdecken können, lesen Sie hier.

Kultur-Tipp 1: Akki — Aktion und Kultur mit Kindern

Im vergangenen Jahr feierte der außerschulische Lernort für kulturelle Bildung bereits sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde ein Bildband herausgegeben, der die beispielhafte Zusammenarbeit von Kindern und Künstlern im Akki porträtiert. In mehr als 40 Bildhauerprojekten von 1994 bis heute wurden dauerhafte und temporäre Skulpturen, Installationen und Objekte realisiert, die den Park am Akki-Haus immer wieder neu zu einem Erfahrungs- und Gestaltungsfeld von und für Kunst im öffentlichen Raum machen.

Weitere innovative Kulturprojekte, bei denen sich der Nachwuchs das ganze Jahr über künstlerisch ausprobieren kann, sind das Tanz- und Theater-Festival "Showtime", die Videowerkstatt "Clipper" sowie die alljährliche Sommerferienaktion "Düsseldörfchen", in der über 270 Kinder eine eigene Stadt bauen. Das Besondere am Akki-Angebot ist, dass es keine klassischen Kurse gibt, sondern ausschließlich themenzentrierte Projekte, in denen sich Kinder und Jugendliche aktiv, selbstständig und spielerisch mit verschiedenen Themen auseinandersetzen können.

Kultur-Tipp 2: Clara-Schumann-Musikschule

An der städtischen Musikschule geben 200 Lehrkräfte über 7800 Schülern differenzierten Musikunterricht. Zwei Drittel des Unterrichts findet verteilt in allen Düsseldorfer Stadtteilen statt, die Hauptdependance befindet sich an der Prinz-Georg-Straße in Pempelfort.

Das Angebot umfasst Unterricht in klassischen Fächern wie Instrumentalunterricht, Früherziehung und Singen, aber auch in Stepptanz, Musiktheorie und Komposition. Das Niveau ist durchweg hoch. Das belegt zum Beispiel der Knaben- und Mädchenchor unter der Leitung von Justine Wanat, der 2015 zum besten Chor Deutschlands gekürt wurde. Einmal im Jahr stellt sich die Musikschule mit ihrem breit gefächerten Angebot in der Tonhalle vor. Hier können zahlreiche Instrumente unter professioneller Anleitung ausprobiert werden.

Wer danach immer noch unsicher ist, ob es nun eher das Klavier oder doch lieber die Geige sein soll, kann ein halbes Jahr lang sechs verschiedene Instrumente in kleinen Gruppen in circa vier aufeinanderfolgenden Stunden im "Instrumentenkarussell" ausprobieren.

Kultur-Tipp 3: Clemens Sels Museum Neuss

Im Frühjahr 2015 feierte das Heimatkunde- und Kunstmuseum in Neuss nach aufwendiger Sanierungspause Wiedereröffnung. Auch das pädagogische Angebot präsentiert sich seither ebenso innovativ wie fantasievoll und bietet zum Beispiel unterschiedliche Erlebnisführungen, bei der Geschichte hautnah erlebt werden kann. Bei der Tour "Mit einem Legionär im Museum" etwa zeigt ein römischer Soldat seine Ausrüstung und erzählt aus seinem Leben. Ein Audioguide — von Kindern für Kinder — wiederum lässt ausgewählte Objekte der Sammlung lebendig werden und lädt mittels kurzer Hörspiele zu einem spannenden "Gehör-Gang" ein.

Bereits Kinder ab drei Jahren werden bei "Ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt" mit allen Sinnen altersgerecht an die Kunst herangeführt. Jugendliche hingegen werden von Vermittlungsmethoden mit iPod und iPad begeistert sein. Etwa bei dem Format "Ganz nah": Bei dieser Zoom-Führung können kleine Dinge mithilfe eines iPads ganz groß gesehen werden, sodass sich die künstlerische Vielfalt der Werke in einem völlig neuen Umfang erschließt. Top ausgestattete Werkstatt- und Seminarräume bieten zudem die Möglichkeit, auch selbst aktiv zu werden — hier finden auch Kindergeburtstags- und Ferienprogramme statt.

Kultur-Tipp 4: Düsseldorfer Marionettentheater

Das Repertoire des Figurentheaters im prachtvollen Palais Wittgenstein richtet sich zum Großteil an Erwachsene, etliche Stücke eignen sich aber auch für Kinder ab acht Jahren. Gemeinsamer Nenner aller mittlerweile 22 abendfüllenden Stücke ist ihr Anspruch sowie ihre zeitkritischen und immer ausgesprochen fantasievoll aufgemachten Inszenierungen. Kein Wunder, dass viele von ihnen preisgekrönt sind und auf Gastspielreisen von Moskau bis Indonesien über Kanada bis nach Polen bereits international gefeiert wurden.

Theaterleiter Anton Bachleitner führt sein Theater aber auch mit jeder Menge Herzblut. Die Figuren, Requisiten und Kulissen werden vom Spielerensemble nach seinen Entwürfen gefertigt, die Bildhauerarbeiten führt er selbst aus. Alles, was auf der Bühne zu sehen ist, entsteht weitgehend in den Werkstätten des Theaters. Zu den beliebtesten Kinderstücken gehören "Die unendliche Geschichte", "Momo" und "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" von Michael Ende, mit dem das Marionettentheater eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Zudem die stets zum Jahreswechsel auf dem Programm stehende genialkohöllische Zauberposse "Der Wunschpunsch", die mit weit mehr als 1000 Vorstellungen auf Platz eins der Publikumsgunst steht.

Kultur-Tipp 5: Eigenlob

Hier geht es vor allem um eins: seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In dem überaus liebevoll aufgemachten Keramikatelier Eigenlob am Fürstenplatz stehen etwa 180 verschiedene Rohlinge wie Becher, Teller, Schalen, Figuren etc. bereit, die mit circa 50 verschiedenen (lebensmittelechten, ungiftigen und wasserlöslichen) Farben verschönert werden können.

Das Ganze funktioniert kinderleicht: Als erstes suchen Sie einen Keramikrohling aus — also etwa einen Becher, eine Schale oder einen Teller. Auf diesen wird der Entwurf für das gewünschte Design zunächst mit Bleistift vorgezeichnet und dann final bemalt. Ideen für Motive und Muster liefern verschiedene Vorlagenbücher und auch die Mitarbeiter stehen mit Rat und Tat zur Seite. Sie erläutern verschiedene Maltechniken, den Umgang mit unterschiedlichen Materialien und übernehmen auch das abschließende Glasieren und Brennen der Keramik. Wichtig: Da das Konzept im Eigenlob auf Selbstbedienung basiert, sollten Kinder unter zwölf Jahren in Begleitung eines Erwachsenen kommen. Ein Besuch ist sowohl einzeln als auch mit einer Gruppe — auch als Geburtstagsfeier — möglich.

Kultur-Tipp 6: Happy-Family und Eltern-Kind-Tag im Kino

Immer wieder sonntags locken zwei der insgesamt vier verschiedenen Düsseldorfer Multiplexkinos die ganze Familie mit besonderen Sparangeboten vor die Leinwand: Im UFA-Palast neben dem Hauptbahnhof etwa zahlen alle Familienmitglieder, die Kinder bis zwölf Jahren ins Kino begleiten, an Sonn- und Feiertagen selbst nur den geringen Kinderpreis. In einem weiteren Familien-Spezialpreis gibt's hier außerdem nicht nur vergünstigte Eintrittspreise, sondern im All-inclusive-Rabatt auch die Verpflegung in Form von Popcorn und Getränken. Im Cinestar in Lörick wiederum zahlen Erwachsene beim Happy Family Angebot an Sonn- und Feiertagen für alle Filme vor 18 Uhr ebenfalls nur den Kinderpreis.

Ob Komödie, Action, Animations- oder Abenteuerfilm — beide Kinos haben stets alle aktuellen Kinder- und Familienfilme im Programm. Da dürfte für jeden was dabei sein, und graue Schlechtwetter-Sonntage sind so für alle Zeiten gerettet.

Kultur-Tipp 7: Hopps mal

In der privaten Kunstschule "Hopps mal" von Anke Prätorius-Hopp und Michael Prätorius steht das freie Ausleben der eigenen Fantasie an erster Stelle. "Wir unterrichten Kinder seit vielen Jahren mit großem Engagement, kreativen Ideen und anhaltendem Spaß daran", fassen die Lehrerin und der Theatermaler, Bühnenbildner, Grafiker und freischaffende Künstler ihr Konzept zusammen.

In hellen und freundlichen Räumen werden viele verschiedene Techniken zum kreativen Gestalten vermittelt: Das Malen mit Gouache, Acryl-, Aquarell- und Ölfarben auf Papier, Leinwand oder Holz, das Zeichnen mit Blei- und Buntstiften, Tusche oder Öl-Pastellkreiden, die Herstellung von Collagen oder das Modellieren mit Ton. Auch das Bemalen von Keramik, Seidenmalerei, Bauen mit Pappmaché und Gips, die Anwendung unterschiedlicher Druckverfahren, die Herstellung von Laubsägearbeiten und das Bauen von Bilderrahmen gehören dazu. Die abwechslungsreiche Auswahl der Unterrichtsthemen eröffnet jedem Kind ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten und vermittelt zudem auch kunstgeschichtliches Wissen. Dabei prägen die Assoziationen, Ideen und Wünsche der Kinder die Unterrichtsinhalte. Denn Ziel ist das Finden des eigenen künstlerischen Ausdrucks — nicht das Nachahmen.

Daher gibt es auch kein Richtig oder Falsch, vielmehr soll jedes Kind ganz individuell nach seinen Fähigkeiten und Vorstellungen agieren.

Kultur-Tipp 8: Insel Hombroich

Architektur, Kunst und Natur — selten sind sie so wunderbar miteinander vereint wie hier. Viele unterschiedliche, naturnah angelegte Wege führen durch eine 24 Hektar große, urwüchsige Park- und Auenlandschaft, in die mehrere begehbare Skulpturen eingefügt sind. Weit ab vom hektischen Alltag können Sie hier herrlich spazieren gehen — Kinder können nach Herzenslust herumstreunen, auf Baumstämmen balancieren oder ihren Orientierungssinn im Labyrinth, einer Architekturskulptur des Düsseldorfer Bildhauers Erwin Heerich, testen. Das Herumirren hier ist stets ein großer Spaß.

Unbedingt empfehlenswert ist auch die Einkehr im Museumscafé. Es gehört zu den architektonischen Highlights der Insel und bietet ein bereits im Eintrittspreis enthaltenes, traditionelles Buffet mit Schwarzbrot, Schmalz und hart gekochten Eiern sowie heiße und kalte Getränke. Auch eine Kindertagesstätte ist auf dem Gelände ansässig. Die preisgekrönte "Kinder Insel Hombroich" arbeitet eng mit bildenden Künstlern zusammen, aber auch auf die musische Bildung und das Erkunden der Natur wird besonderen Wert gelegt.

Kultur-Tipp 9: Junges Schauspielhaus

In seinem 40-jährigen Bestehen hat sich das Junge Schauspielhaus als überaus innovatives Jugendtheater mit hervorragenden, teils preisgekrönten Inszenierungen etabliert. Die Spannbreite des Programms reicht von Stücken für die Allerkleinsten ab vier Jahren bis hin zu anspruchsvollen Stoffen für Jugendliche ab 14 Jahren. Ziel ist es, Stoffe umzusetzen, die mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen heute zu tun haben und diese für Sprache und Literatur zu begeistern. Das Repertoire umfasst moderne Stücke, klassische Dramen, Erzählungen und Märchen.

Seit der Spielzeit 2016/17 hat Stefan Fischer-Fels erneut im Chefsessel des Jungen Schauspielhauses Platz genommen. Der gebürtige Berliner leitete es bereits von 2003 bis 2011 und gilt europaweit als einer der renommiertesten Theatermacher. Nach seiner Rückkehr will er gemeinsam mit seinem Vorgänger Christof Seeger-Zurmühlen das Modell eines partizipativen Theaters, also einer Düsseldorfer Bürgerbühne, entwickeln und aufbauen. Nachwuchsmimen können bei verschiedenen Spielclubs mitmachen und selbst Theater spielen.

Kultur-Tipp 10: Junge Tonhalle

Seit Michael Becker im ehemaligen Planetarium das Sagen hat, werden schon die Allerkleinsten mit hervorragend konzipierten Programmen an die Freuden der Musik herangeführt. Drei Mal im Jahr richtet sich die Tonhalle sogar eine ganze Woche lang ausschließlich an Zuschauer von null bis zehn Jahren. In unterschiedlichen, zum Teil interaktiven Musik- und Tanzveranstaltungen gibt es dann allerhand fantastische Begegnungen zum Beispiel mit stampfenden Riesen, trippelnden Zwergen, singenden Hofdamen, zitternden Rittern, krachenden Kanonen, tanzenden Troubadouren und schmetternden Helden.

Und auch die Älteren werden mit altersgerechten Programmreihen bedacht: In "3-2-1 Ignition" (ab 13 Jahren) werden Themen wie Liebe, Mode und Rausch musikalisch umgesetzt. Die Reihe "Tonfrequenz" (ab 18 Jahren) bringt angesagte elektronische DJ-Sets unter den Sternenhimmel und bei den "Big Bang"-Konzerten (ab neun Jahren) wiederum stehen Jugendliche selbst im Jugendsinfonieorchester auf der Bühne. Besonders bei den Kinderprogrammen ist frühzeitiges Reservieren unbedingt ratsam.

Kultur-Tipp 11: Kreativitätsschule Krea

"Hilf mir, es selbst zu tun" — das berühmte Motto von Maria Montessori ist Leitsatz des außerschulischen Lernortes, der sich zudem an den Richtlinien der Jugendkunstschulen NRW orientiert. Die Kreativitätsschule unterhält zwei Standorte — einen in Kaiserswerth und einen in Urdenbach. Hier wie dort geht es vor allem darum, dass sich kindliche Kreativität in all ihren unterschiedlichen Facetten frei entwickeln und ungestört entfalten kann.

Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist es, Fantasie, Neugier, Einfühlungsvermögen, Mut, Akzeptanz von Fremdem und Neuem sowie das soziale Miteinander ohne einengende Vorgaben zu fördern. Wesentlich ist zudem der interdisziplinäre Ansatz, der Sparten wie Malerei, Musik, Tanz, Theater, plastisches Gestalten und noch mehr in den Kursen miteinander verbindet. Dafür stehen eine ganze Palette an wöchentlichen Workshops und Ferienprogrammen zur Auswahl.

Die Zielgruppe umfasst Kinder ab einem Jahr bis hin zu Erwachsenen, die ihrer Kreativität ebenfalls wieder einmal richtig freien Lauf lassen wollen.

Kultur-Tipp 12: Kunsthalle

Mitmachen ist angesagt in dem auf zeitgenössische Kunst spezialisierten Haus am Grabbeplatz — und das gilt für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche gleichermaßen. In Führungen, Künstlergesprächen, Workshops und Kursen werden die Arbeiten verschiedener Künstler zunächst kennengelernt, um anschließend — frisch inspiriert — ans Werk zu gehen und eigene Ideen zu verwirklichen. Die Themen richten sich immer nach den jeweils laufenden Ausstellungen. So konnten Kinder parallel zur Ausstellung der Arbeiten des chinesischen Künstlers Song Dong bei einem Workshop die wunderbare Kunst der chinesischen Schriftzeichen kennenlernen, mit Zaubertusche auf traditionellem Papier geheime Schriften oder Gedanken aufmalen. Zudem wurde es ihnen ermöglicht, Traumhäuser aus alten Kartons, Schachteln, Papprollen und Ästen zu bauen und andere fantastische Behausungen zu gestalten, die ihren Gedanken Flügel verleihen.

Jeden zweiten Sonntag im Monat haben Familien den ganzen Tag freien Eintritt in die aktuelle Ausstellung. An weiteren Sonntagen werden zudem kostenlose Kinderführungen angeboten. Die Termine stehen auf der Homepage. Auch kreative Geburtstage können hier gefeiert werden.

Kultur-Tipp 13: Kunstsammlung NRW

In den drei Häusern der Kunstsammlung NRW begegnen dem Besucher faszinierende Gemälde, Fotografien, Videos, Skulpturen und Installationen aus Moderne und Gegenwart. Die können Sie nicht nur anschauen, sondern auch mit Experten und Künstlern darüber sprechen. Und natürlich können Sie auch selbst kreativ werden. Unterschiedliche altersgerechte Workshops bieten Kindern ab zwei Jahren die Möglichkeit, eigene künstlerische Experimente zu wagen. Da wird gemalt, getöpfert, fotografiert, gefilmt, gezeichnet, Theater gespielt und manchmal auch getanzt. Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder des Kunstclubs "Die Bilderjäger".