Kultur für Kinder in Düsseldorf - die besten Kulturangebote

25 Kulturangebote: Kultur-Tipps für Kinder in Düsseldorf

Große und kleine Kultur-Fans finden in Düsseldorf ein ebenso großes wie hervorragend konzipiertes Angebot, um sich kreativ so richtig auszutoben. Wo Ihre Kinder am besten Kultur in Düsseldorf entdecken können, lesen Sie hier.

Im vergangenen Jahr feierte der außerschulische Lernort für kulturelle Bildung bereits sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wurde ein Bildband herausgegeben, der die beispielhafte Zusammenarbeit von Kindern und Künstlern im Akki porträtiert. In mehr als 40 Bildhauerprojekten von 1994 bis heute wurden dauerhafte und temporäre Skulpturen, Installationen und Objekte realisiert, die den Park am Akki-Haus immer wieder neu zu einem Erfahrungs- und Gestaltungsfeld von und für Kunst im öffentlichen Raum machen.

Weitere innovative Kulturprojekte, bei denen sich der Nachwuchs das ganze Jahr über künstlerisch ausprobieren kann, sind das Tanz- und Theater-Festival "Showtime", die Videowerkstatt "Clipper" sowie die alljährliche Sommerferienaktion "Düsseldörfchen", in der über 270 Kinder eine eigene Stadt bauen. Das Besondere am Akki-Angebot ist, dass es keine klassischen Kurse gibt, sondern ausschließlich themenzentrierte Projekte, in denen sich Kinder und Jugendliche aktiv, selbstständig und spielerisch mit verschiedenen Themen auseinandersetzen können.

An der städtischen Musikschule geben 200 Lehrkräfte über 7800 Schülern differenzierten Musikunterricht. Zwei Drittel des Unterrichts findet verteilt in allen Düsseldorfer Stadtteilen statt, die Hauptdependance befindet sich an der Prinz-Georg-Straße in Pempelfort.

Das Angebot umfasst Unterricht in klassischen Fächern wie Instrumentalunterricht, Früherziehung und Singen, aber auch in Stepptanz, Musiktheorie und Komposition. Das Niveau ist durchweg hoch. Das belegt zum Beispiel der Knaben- und Mädchenchor unter der Leitung von Justine Wanat, der 2015 zum besten Chor Deutschlands gekürt wurde. Einmal im Jahr stellt sich die Musikschule mit ihrem breit gefächerten Angebot in der Tonhalle vor. Hier können zahlreiche Instrumente unter professioneller Anleitung ausprobiert werden.

Wer danach immer noch unsicher ist, ob es nun eher das Klavier oder doch lieber die Geige sein soll, kann ein halbes Jahr lang sechs verschiedene Instrumente in kleinen Gruppen in circa vier aufeinanderfolgenden Stunden im "Instrumentenkarussell" ausprobieren.

Im Frühjahr 2015 feierte das Heimatkunde- und Kunstmuseum in Neuss nach aufwendiger Sanierungspause Wiedereröffnung. Auch das pädagogische Angebot präsentiert sich seither ebenso innovativ wie fantasievoll und bietet zum Beispiel unterschiedliche Erlebnisführungen, bei der Geschichte hautnah erlebt werden kann. Bei der Tour "Mit einem Legionär im Museum" etwa zeigt ein römischer Soldat seine Ausrüstung und erzählt aus seinem Leben. Ein Audioguide — von Kindern für Kinder — wiederum lässt ausgewählte Objekte der Sammlung lebendig werden und lädt mittels kurzer Hörspiele zu einem spannenden "Gehör-Gang" ein.

Bereits Kinder ab drei Jahren werden bei "Ich male mir die Welt, wie sie mir gefällt" mit allen Sinnen altersgerecht an die Kunst herangeführt. Jugendliche hingegen werden von Vermittlungsmethoden mit iPod und iPad begeistert sein. Etwa bei dem Format "Ganz nah": Bei dieser Zoom-Führung können kleine Dinge mithilfe eines iPads ganz groß gesehen werden, sodass sich die künstlerische Vielfalt der Werke in einem völlig neuen Umfang erschließt. Top ausgestattete Werkstatt- und Seminarräume bieten zudem die Möglichkeit, auch selbst aktiv zu werden — hier finden auch Kindergeburtstags- und Ferienprogramme statt.

Das Repertoire des Figurentheaters im prachtvollen Palais Wittgenstein richtet sich zum Großteil an Erwachsene, etliche Stücke eignen sich aber auch für Kinder ab acht Jahren. Gemeinsamer Nenner aller mittlerweile 22 abendfüllenden Stücke ist ihr Anspruch sowie ihre zeitkritischen und immer ausgesprochen fantasievoll aufgemachten Inszenierungen. Kein Wunder, dass viele von ihnen preisgekrönt sind und auf Gastspielreisen von Moskau bis Indonesien über Kanada bis nach Polen bereits international gefeiert wurden.

Theaterleiter Anton Bachleitner führt sein Theater aber auch mit jeder Menge Herzblut. Die Figuren, Requisiten und Kulissen werden vom Spielerensemble nach seinen Entwürfen gefertigt, die Bildhauerarbeiten führt er selbst aus. Alles, was auf der Bühne zu sehen ist, entsteht weitgehend in den Werkstätten des Theaters. Zu den beliebtesten Kinderstücken gehören "Die unendliche Geschichte", "Momo" und "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" von Michael Ende, mit dem das Marionettentheater eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Zudem die stets zum Jahreswechsel auf dem Programm stehende genialkohöllische Zauberposse "Der Wunschpunsch", die mit weit mehr als 1000 Vorstellungen auf Platz eins der Publikumsgunst steht.

Hier geht es vor allem um eins: seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. In dem überaus liebevoll aufgemachten Keramikatelier Eigenlob am Fürstenplatz stehen etwa 180 verschiedene Rohlinge wie Becher, Teller, Schalen, Figuren etc. bereit, die mit circa 50 verschiedenen (lebensmittelechten, ungiftigen und wasserlöslichen) Farben verschönert werden können.

Das Ganze funktioniert kinderleicht: Als erstes suchen Sie einen Keramikrohling aus — also etwa einen Becher, eine Schale oder einen Teller. Auf diesen wird der Entwurf für das gewünschte Design zunächst mit Bleistift vorgezeichnet und dann final bemalt. Ideen für Motive und Muster liefern verschiedene Vorlagenbücher und auch die Mitarbeiter stehen mit Rat und Tat zur Seite. Sie erläutern verschiedene Maltechniken, den Umgang mit unterschiedlichen Materialien und übernehmen auch das abschließende Glasieren und Brennen der Keramik. Wichtig: Da das Konzept im Eigenlob auf Selbstbedienung basiert, sollten Kinder unter zwölf Jahren in Begleitung eines Erwachsenen kommen. Ein Besuch ist sowohl einzeln als auch mit einer Gruppe — auch als Geburtstagsfeier — möglich.

Immer wieder sonntags locken zwei der insgesamt vier verschiedenen Düsseldorfer Multiplexkinos die ganze Familie mit besonderen Sparangeboten vor die Leinwand: Im UFA-Palast neben dem Hauptbahnhof etwa zahlen alle Familienmitglieder, die Kinder bis zwölf Jahren ins Kino begleiten, an Sonn- und Feiertagen selbst nur den geringen Kinderpreis. In einem weiteren Familien-Spezialpreis gibt's hier außerdem nicht nur vergünstigte Eintrittspreise, sondern im All-inclusive-Rabatt auch die Verpflegung in Form von Popcorn und Getränken. Im Cinestar in Lörick wiederum zahlen Erwachsene beim Happy Family Angebot an Sonn- und Feiertagen für alle Filme vor 18 Uhr ebenfalls nur den Kinderpreis.

Ob Komödie, Action, Animations- oder Abenteuerfilm — beide Kinos haben stets alle aktuellen Kinder- und Familienfilme im Programm. Da dürfte für jeden was dabei sein, und graue Schlechtwetter-Sonntage sind so für alle Zeiten gerettet.

In der privaten Kunstschule "Hopps mal" von Anke Prätorius-Hopp und Michael Prätorius steht das freie Ausleben der eigenen Fantasie an erster Stelle. "Wir unterrichten Kinder seit vielen Jahren mit großem Engagement, kreativen Ideen und anhaltendem Spaß daran", fassen die Lehrerin und der Theatermaler, Bühnenbildner, Grafiker und freischaffende Künstler ihr Konzept zusammen.

In hellen und freundlichen Räumen werden viele verschiedene Techniken zum kreativen Gestalten vermittelt: Das Malen mit Gouache, Acryl-, Aquarell- und Ölfarben auf Papier, Leinwand oder Holz, das Zeichnen mit Blei- und Buntstiften, Tusche oder Öl-Pastellkreiden, die Herstellung von Collagen oder das Modellieren mit Ton. Auch das Bemalen von Keramik, Seidenmalerei, Bauen mit Pappmaché und Gips, die Anwendung unterschiedlicher Druckverfahren, die Herstellung von Laubsägearbeiten und das Bauen von Bilderrahmen gehören dazu. Die abwechslungsreiche Auswahl der Unterrichtsthemen eröffnet jedem Kind ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten und vermittelt zudem auch kunstgeschichtliches Wissen. Dabei prägen die Assoziationen, Ideen und Wünsche der Kinder die Unterrichtsinhalte. Denn Ziel ist das Finden des eigenen künstlerischen Ausdrucks — nicht das Nachahmen.

Daher gibt es auch kein Richtig oder Falsch, vielmehr soll jedes Kind ganz individuell nach seinen Fähigkeiten und Vorstellungen agieren.

Architektur, Kunst und Natur — selten sind sie so wunderbar miteinander vereint wie hier. Viele unterschiedliche, naturnah angelegte Wege führen durch eine 24 Hektar große, urwüchsige Park- und Auenlandschaft, in die mehrere begehbare Skulpturen eingefügt sind. Weit ab vom hektischen Alltag können Sie hier herrlich spazieren gehen — Kinder können nach Herzenslust herumstreunen, auf Baumstämmen balancieren oder ihren Orientierungssinn im Labyrinth, einer Architekturskulptur des Düsseldorfer Bildhauers Erwin Heerich, testen. Das Herumirren hier ist stets ein großer Spaß.

Unbedingt empfehlenswert ist auch die Einkehr im Museumscafé. Es gehört zu den architektonischen Highlights der Insel und bietet ein bereits im Eintrittspreis enthaltenes, traditionelles Buffet mit Schwarzbrot, Schmalz und hart gekochten Eiern sowie heiße und kalte Getränke. Auch eine Kindertagesstätte ist auf dem Gelände ansässig. Die preisgekrönte "Kinder Insel Hombroich" arbeitet eng mit bildenden Künstlern zusammen, aber auch auf die musische Bildung und das Erkunden der Natur wird besonderen Wert gelegt.

In seinem 40-jährigen Bestehen hat sich das Junge Schauspielhaus als überaus innovatives Jugendtheater mit hervorragenden, teils preisgekrönten Inszenierungen etabliert. Die Spannbreite des Programms reicht von Stücken für die Allerkleinsten ab vier Jahren bis hin zu anspruchsvollen Stoffen für Jugendliche ab 14 Jahren. Ziel ist es, Stoffe umzusetzen, die mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen heute zu tun haben und diese für Sprache und Literatur zu begeistern. Das Repertoire umfasst moderne Stücke, klassische Dramen, Erzählungen und Märchen.

Seit der Spielzeit 2016/17 hat Stefan Fischer-Fels erneut im Chefsessel des Jungen Schauspielhauses Platz genommen. Der gebürtige Berliner leitete es bereits von 2003 bis 2011 und gilt europaweit als einer der renommiertesten Theatermacher. Nach seiner Rückkehr will er gemeinsam mit seinem Vorgänger Christof Seeger-Zurmühlen das Modell eines partizipativen Theaters, also einer Düsseldorfer Bürgerbühne, entwickeln und aufbauen. Nachwuchsmimen können bei verschiedenen Spielclubs mitmachen und selbst Theater spielen.

Seit Michael Becker im ehemaligen Planetarium das Sagen hat, werden schon die Allerkleinsten mit hervorragend konzipierten Programmen an die Freuden der Musik herangeführt. Drei Mal im Jahr richtet sich die Tonhalle sogar eine ganze Woche lang ausschließlich an Zuschauer von null bis zehn Jahren. In unterschiedlichen, zum Teil interaktiven Musik- und Tanzveranstaltungen gibt es dann allerhand fantastische Begegnungen zum Beispiel mit stampfenden Riesen, trippelnden Zwergen, singenden Hofdamen, zitternden Rittern, krachenden Kanonen, tanzenden Troubadouren und schmetternden Helden.

Und auch die Älteren werden mit altersgerechten Programmreihen bedacht: In "3-2-1 Ignition" (ab 13 Jahren) werden Themen wie Liebe, Mode und Rausch musikalisch umgesetzt. Die Reihe "Tonfrequenz" (ab 18 Jahren) bringt angesagte elektronische DJ-Sets unter den Sternenhimmel und bei den "Big Bang"-Konzerten (ab neun Jahren) wiederum stehen Jugendliche selbst im Jugendsinfonieorchester auf der Bühne. Besonders bei den Kinderprogrammen ist frühzeitiges Reservieren unbedingt ratsam.

"Hilf mir, es selbst zu tun" — das berühmte Motto von Maria Montessori ist Leitsatz des außerschulischen Lernortes, der sich zudem an den Richtlinien der Jugendkunstschulen NRW orientiert. Die Kreativitätsschule unterhält zwei Standorte — einen in Kaiserswerth und einen in Urdenbach. Hier wie dort geht es vor allem darum, dass sich kindliche Kreativität in all ihren unterschiedlichen Facetten frei entwickeln und ungestört entfalten kann.

Wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist es, Fantasie, Neugier, Einfühlungsvermögen, Mut, Akzeptanz von Fremdem und Neuem sowie das soziale Miteinander ohne einengende Vorgaben zu fördern. Wesentlich ist zudem der interdisziplinäre Ansatz, der Sparten wie Malerei, Musik, Tanz, Theater, plastisches Gestalten und noch mehr in den Kursen miteinander verbindet. Dafür stehen eine ganze Palette an wöchentlichen Workshops und Ferienprogrammen zur Auswahl.

Die Zielgruppe umfasst Kinder ab einem Jahr bis hin zu Erwachsenen, die ihrer Kreativität ebenfalls wieder einmal richtig freien Lauf lassen wollen.

Mitmachen ist angesagt in dem auf zeitgenössische Kunst spezialisierten Haus am Grabbeplatz — und das gilt für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche gleichermaßen. In Führungen, Künstlergesprächen, Workshops und Kursen werden die Arbeiten verschiedener Künstler zunächst kennengelernt, um anschließend — frisch inspiriert — ans Werk zu gehen und eigene Ideen zu verwirklichen. Die Themen richten sich immer nach den jeweils laufenden Ausstellungen. So konnten Kinder parallel zur Ausstellung der Arbeiten des chinesischen Künstlers Song Dong bei einem Workshop die wunderbare Kunst der chinesischen Schriftzeichen kennenlernen, mit Zaubertusche auf traditionellem Papier geheime Schriften oder Gedanken aufmalen. Zudem wurde es ihnen ermöglicht, Traumhäuser aus alten Kartons, Schachteln, Papprollen und Ästen zu bauen und andere fantastische Behausungen zu gestalten, die ihren Gedanken Flügel verleihen.

Jeden zweiten Sonntag im Monat haben Familien den ganzen Tag freien Eintritt in die aktuelle Ausstellung. An weiteren Sonntagen werden zudem kostenlose Kinderführungen angeboten. Die Termine stehen auf der Homepage. Auch kreative Geburtstage können hier gefeiert werden.

In den drei Häusern der Kunstsammlung NRW begegnen dem Besucher faszinierende Gemälde, Fotografien, Videos, Skulpturen und Installationen aus Moderne und Gegenwart. Die können Sie nicht nur anschauen, sondern auch mit Experten und Künstlern darüber sprechen. Und natürlich können Sie auch selbst kreativ werden. Unterschiedliche altersgerechte Workshops bieten Kindern ab zwei Jahren die Möglichkeit, eigene künstlerische Experimente zu wagen. Da wird gemalt, getöpfert, fotografiert, gefilmt, gezeichnet, Theater gespielt und manchmal auch getanzt. Alle zwei Wochen treffen sich die Mitglieder des Kunstclubs "Die Bilderjäger".

Ein besonderes Highlight ist die Medienwerkstatt, in der Jugendliche mit Kameras und Computer für Projekte mit Fotografie und Video experimentieren können. Für den privaten Ausstellungsbesuch hält die Kunstsammlung außerdem Multimedia-Guides und "Ausstellungstagebücher", in denen Kinder ab sechs Jahre ihre Eindrücke im Museum festhalten können, bereit. Die kindgerechten Texte und Fragen zur Kunst auf den Multimedia-Guides helfen, einen besseren Zugang zu den Exponaten zu finden. Die Ausstellungstagebücher können später mit nach Hause genommen werden.

Ob Zeitungsartikel, Biografie, Lied, Roman, Hörbuch oder Gedicht — den kreativen Ausdrucksmöglichkeiten in Textform sind keine Grenzen gesetzt. Jede Form fordert eine besondere Herangehensweise und stellt unterschiedliche Herausforderungen an ihre Autoren. Das Kulturzentrum Zakk bietet Schreibinteressierten ab etwa zehn Jahren kreative Textwerkstätten an, die sich diesen verschiedenen Textformen widmen.

So wie die offene Literarturwerkstatt "Zwischenruf", die von Pamela Granderath, die seit vielen Jahren junge Literaten und Literatinnen betreut, geleitet wird. Dort können Sie auf Gleichgesinnte treffen, an eigenen Texten arbeiten und natürlich um Rat fragen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, an dem U20-Poetry Slam für Jugendliche teilzunehmen und seine Werke vor Publikum zu präsentieren. Jugendliche, die ernsthaft Lyrik oder Prosa verfassen, bekommen hier auch gute Tipps, wie Sie den Einstieg in die Literaturszene schaffen können.

Mitmachen können alle zwischen 14 und 25 Jahren, eine Voranmeldung ist nicht nötig. Die Werkstatt findet jeden dritten Mittwoch im Monat von 18 bis 19.30 Uhr im Zakk statt.

Singen, Atem-, Sprech- und Stimmspiele, Bewegen und Tanzen, Musikhören, elementares Instrumentalspiel, Bodypercussion, Spiele zur Förderung der sensomotorischen Wahrnehmung — all das steht auf dem Programm der "Eltern—Kind—Musik"-Kurse im Mallet-Institute. Sie richten sich an Kinder von anderthalb bis vier Jahren und werden von der Sängerin und Musikpädagogin Sarah Maria Goebel geleitet. Ebenso wie der darauf aufbauende Kurs in "Musikalischer Früherziehung" (ab vier Jahren).

Der Fokus liegt hier auf der Stimmbildung, dem spielerischen Zugang zu den Orff‘schen Instrumenten — also Rassel, Trommel und Klangstäbe —, dem Hören von Klanggeschichten und dem Tanzen, bei dem auch eigene Choreografien und Bewegungsimprovisationen angeregt werden. Weitere Inhalte sind das Verbinden von Musik mit anderen Ausdrucksformen sowie die elementare Musiklehre. Größere Kinder können verschiedene Instrumente erlernen. Neben Klassikern wie Klavier und Schlagzeug stehen auch seltenere Instrumente wie Vibrafon, Marimba, Drumset und Bodypercussion auf dem Lehrplan.

Jeden Sonntag lädt das schöne Museum Kunstpalast am Ehrenhof zum Familientag ein. Alle Teilnehmer besuchen dann gemeinsam die Ausstellung, diskutieren das Gesehene und können im Anschluss im Museumsatelier selbst kreativ werden. Mitmachen können schon Kinder ab sechs Jahren. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung per E-Mail nötig.

Darüber hinaus warten viele weitere Kunstaktionen wie Mitmachausstellungen, Kreativkurse, Workshops sowie Ferien- und Geburtstagsprogramme auf Kinder ab 4 Jahren bis hin zum Jugendalter. Ein Highlight ist der wöchentlich stattfindende Jugendclub, in dem unter fachkundiger Anleitung und in Kooperation zum Beispiel mit der Kunstakademie, der Tonhalle und verschiedenen Künstlern große Projekte durchgeführt werden. Auch die Gelegenheit, hinter die Kulissen des Museums zu schauen sowie Ausstellungsbesuche und Gespräche über Kunst gehören zum Programm.

Wer das Museum mit seinem Nachwuchs lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich einen Audioguide für Jugendliche ab zehn Jahren ausleihen, der in Zusammenarbeit mit der WDR 5 Radiosendung "Lilipuz" entstanden ist. Der Preis ist im Eintritt enthalten.

"Musik ist viel mehr, als nur einen Ton zu erzeugen", sagt Agata Skopp, die Leiterin der kleinen Musikschule im schönen Kaiserswerth. "Mit ihrer Vielfalt an Formen, Stilen, Klangfarben und Nuancen bereichert sie unser Leben und unseren Geist. Sie bildet die Empfindsamkeit, fördert Konzentration, Kreativität und Fantasie. Kurz gesagt, Musik tut gut!" Die Musik- und Kulturwissenschaftlerin unterrichtet Klavier, Musikgeschichte, Blockflöte und Musikalische Früherziehung.

Zu ihrem Team gehören sieben weitere Profimusiker, die Unterricht in Cello, Querflöte, Gitarre und Geige geben. Auch Kurse in musikalischer Früherziehung, in denen die Grundlagen der Musik kennengelernt werden und in denen vor allem das Spielen auf einfachen Schlaginstrumenten sowie viel Singen, Tanzen und Lachen auf dem Programm steht, gehören zu ihrem Angebot. Zweimal geben die Schüler Kostproben ihres Könnens bei einem Konzert im Bechstein Centrum im Stilwerk und üben so auch den Auftritt vor Publikum ganz selbstverständlich nebenher.

Ob "Das Dschungelbuch", "Michel aus Lönneberga", "Petterson und Findus" oder "Wicki und die starken Männer" — auf der schönen Freilichtbühne auf dem Ratinger Freizeitgelände "Blauer See" sind jedes Jahr Adaptionen der beliebtesten Kinderbuchklassiker zu sehen.

Im Jahr 2016 standen etwa gleich zwei der mitreißendsten Geschichten überhaupt auf dem Programm: "Pippi in Taka-Tuka-Land" und "Neues vom Räuber Hotzenplotz". Von Mitte Mai bis Ende September konnten also gleich zwei äußerst spannende Abenteuer verfolgt werden. Mit Pippi und ihren Freunden Tommy und Annika ging es auf die Südseeinsel Taka-Tuka-Land, wo Pipis Papa, der Seeräuberkönig, von den beiden schaurigen Piraten Messer-Jocke und Blut-Svente in einem Turm gefangen gehalten wurde. Dem Räuber Hotzenplotz hingegen gelang es derweil unter Vortäuschung einer falschen Krankheit, aus dem Spritzenhaus der Feuerwehr zu entkommen. Nun mussten ihn Kasperl, Sepperl und Oberwachtmeister Dimpfelmoser wieder dingfest machen.

Die wunderschöne Kulisse, die tollen Schauspieler und die liebevoll gestalteten Bühnenbilder sorgen stets dafür, dass hier nicht nur die Kinderaugen leuchten.

Theaterspielen macht nicht nur jede Menge Spaß, sondern fördert dazu auch noch die sozialen Fähigkeiten, Selbstbewusstsein, Toleranz und Teamwork. Auch die Fähigkeit, frei vor Publikum zu sprechen, wird dabei ganz spielerisch und fast nebenbei gefördert. In der Schauspielschule Nepumuck von Katja Henkel werden Kinder und Jugendliche zwischen sechs bis 18 Jahren in wöchentlichen Theaterkursen von ausgebildeten Schauspielern und/oder Theaterpädagogen in unterschiedlichsten Schauspieltechniken unterrichtet.

Ferienworkshops widmen sich hingegen immer einem ganz konkreten Thema: Bei "Die Jagd nach dem Römerschatz" werden zum Beispiel jede Menge Abenteuer erlebt und Geheimnisse gelüftet. So ahnen die Schülerinnen und Schüler des Internats Bergheim, dass auf dem Schulgelände ein alter Schatz vergraben liegt. Internatsdirektor Möller weiß von nichts. Können die Freunde den Dieben, die ganz offenbar scharf auf den Schatz sind, zuvorkommen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. In einem Filmworkshop wird hingegen eine eigene Geschichte entwickelt, die dann mit Schauspielübungen und Improvisationen in Filmszenen umgesetzt wird. Zum Abschluss gibt's den fertigen Film auf DVD als Geschenk.

Das bildungspädagogische Angebot der Oper am Rhein ist breit gefächert und bietet ein prall gefülltes, stets erfrischend modern gestaltetes Programm. Neu dabei ist seit Herbst 2015 zum Beispiel der Opernbaukasten. Das überaus lebendige, szenische Format zeigt, wie Oper vor und hinter der Bühne funktioniert. Typische Fragen wie: Was passiert auf der Bühne, wenn der Vorhang noch zu ist? Warum hängen im Zuschauerraum eigentlich Fernseher? Wer arbeitet hinter der Bühne? Dürfen Sie in der Oper mitsingen? Gibt der Dirigent manchmal Hausaufgaben auf? Und was ist, wenn die Sänger ihren Text vergessen? werden hier endlich einmal geklärt.

Daneben gibt es noch viele weitere Mitmach-Möglichkeiten wie Hörspiel- und Patenprojekte, Musiktheaterwerkstätten und Plattformen für junge Talente. Hier bekommen Nachwuchskünstler ab zwölf Jahren die Gelegenheit, eigene Inszenierungen als Regisseur oder Choreograf zu entwickeln. Bei den sonntäglichen Familienführungen hingegen werden spannende Geheimnisse gelüftet, zum Beispiel wie die Hexe ihre krumme Nase bekommt, wie Opernsänger fliegen gelassen werden und warum Opernmitarbeiter eine Türklinke in der Hosentasche haben. Auf der Bühne ist in dieser Spielzeit die Vertonung des wunderschönen Märchens von Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin" als Uraufführung zu erleben.

Kaspars Hund Struppi beim Bellen lernen helfen, die kleine Tanne trösten, weil keiner sie als Weihnachtsbaum haben will oder gemeinsam mit dem Bär Ratz einen Honigdieb überlisten — all das können Kinder ab zweieinhalb Jahren bei ihren allerersten Theatererlebnissen im alteingesessenen Puppentheater an der Helmholtzstraße erleben.

Die meisten Stücke binden die kleinen Zuschauer geschickt mit in das Geschehen ein. Die sind vor Aufregung dann meistens völlig aus dem Häuschen und fiebern lautstark mit den Protagonisten und ihren Abenteuern mit. Wenn es gar zu gruselig wird, hilft es oft, wenn die Handpuppen am Ende in den Zuschauerraum kommen, um sich von den Mutigsten ausgiebig streicheln zu lassen. Alle Inszenierungen sind immer ausgesprochen liebevoll aufgemacht, die Geschichten altersgerecht konzipiert. Bei den Altersvorgaben wird an der Kasse daher strikt auf Einhaltung geachtet. Auch Geschwisterkinder haben nicht die geringste Chance auf eine Ausnahme.

Das Schifffahrtsmuseum im Schlossturm ist eines der ältesten Binnenschifffahrtsmuseen Deutschlands. Mit Exponaten zur Ökologie des Rheins, zur Schiffbaugeschichte, zu Handel und Reisen auf dem Fluss sowie zu vielen anderen Aspekten entfaltet die Ausstellung vom alten Kellergewölbe bis ins Obergeschoss über fünf Etagen ein vielschichtiges Bild der Menschen und der Schifffahrt an und auf dem Strom.

2014/15 wurde das Museum aufwendig saniert und erstrahlt seither in neuem Glanz. Neu sind die vielen interaktiven Stationen, mit denen historische Technik und Handwerk veranschaulicht werden. So können Sie zum Beispiel mit einem Bootsmannstuhl die Wirkungsweise eines Flaschenzuges am eigenen Leib erleben. Mit mehreren, miteinander verbundenen Flaschenzügen lässt sich das eigene Körpergewicht und das des Stuhls in die Höhe ziehen. Am Schiffssimulator mit fast authentischem Steuerstand hingegen können kleine Kapitäne einen alten Dampfer oder ein Containerschiff an das Düsseldorfer Rheinufer steuern. Kinder ab sechs Jahren können zudem an ausgewählten Terminen das Haus bei der Familienführung "Nachts im Museum" zu ungewöhnlicher Stunde exklusiv erforschen.

Das Theatermuseum Düsseldorf informiert nicht nur anschaulich über Highlights aus der Theatergeschichte — über große Regisseure, Schauspieler, Sänger und Tänzer sowie über prägende Bild- und Raumkonzepte, sondern bietet Kindern und Jugendlichen auch unterschiedliche Mitmach-Möglichkeiten. So werden im Jugendclub für Jugendtheaterproduktionen immer mal wieder Schauspieler oder solche, die es werden wollen, gesucht. Theatererfahrungen sind dafür nicht notwendig, vielmehr geht es gerade darum, allen Interessierten die Möglichkeit zu geben, erste Theaterluft zu schnuppern.

Die Teilnehmer proben in der Regel einmal pro Woche auf der hauseigenen Studiobühne und erlernen Grundtechniken des Schauspielens, Sprechens und Improvisierens. Das gemeinsam erarbeitete Stück wird am Ende selbstverständlich aufgeführt. Weitere, zum Teil sogar englischsprachige Workshops befassen sich unter anderem mit der Maske, der Theateranalyse und den unterschiedlichen Gestaltungmöglichkeiten für ein Bühnenbild. Auf die Kleinsten warten regelmäßig herzallerliebste Vorstellungen der Puppenbühne "Bauchkribbeln".

Auf insgesamt 4000 Quadratmetern Fläche widmet sich der gemeinnützige Verein Tanzhaus NRW in acht Unterrichtsstudios und Proberäumen mit durchschnittlich 300 Kursen und Workshops wöchentlich sowie auf zwei Bühnen der Förderung des zeitgenössischen Tanzes. Um speziell Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an den Tanz in all seinen Facetten heranzuführen, gibt es ein extra "Haus im Haus": das "Junge Tanzhaus". Sowohl auf der Bühne als auch im Unterrichtssaal leistet es Pionierarbeit und richtet sich an alle zwischen null und 16 Jahren.

Die besondere Atmosphäre im ehemaligen Straßenbahndepot entsteht neben der atemberaubenden Architektur im Industrie-Look durch die aus allen Teilen der Welt stammenden Dozenten. Sie unterrichten von Ballett und Urban Styles über Kreativen Kindertanz und Samba bis hin zu Modern Dance und Capoeira eine selten große Bandbreite an Tanzarten und prägen mit ihren starken Persönlichkeiten zudem die wunderbar weltoffene Multikulti-Stimmung zwischen den offen gelegten Backsteinmauern. Nach jedem Semester steigt ein großes Fest, bei dem alle (kleinen und großen) Teilnehmer ihr Können auf der Bühne präsentieren.

Das Mini-Theater "Takelgarn" in einer Seitenstraße des Fürstenplatzes verdankt seine Existenz der Idee von Helge Neuber, der als Leiter der Jugendabteilung des Wasser-Sport-Vereins Düsseldorf bei der Weihnachtsfeier 1979 ein Stück mit seinem kleinen Marionettentheater aufführen wollte. Direkt im Anschluss wurde es gegründet. Der Name Takelgarn stammt aus der Seefahrt und bezeichnet ein äußerst strapazierfähiges Garn, mit dem üblicherweise Segel genäht werden. Es eignet sich aber auch ganz hervorragend zum Aufhängen von Marionetten.

Heute dreht sich das Bühnenprogramm nicht mehr ausschließlich um diese Puppen an langen Fäden, sondern inzwischen sind auch viele Clowns, Zauberer und Märchenerzähler regelmäßig zu Gast im Takelgarn. Die Gründer sind den Marionetten treu geblieben, das Figurentheater ist inzwischen jedoch eine eigenständige Theaterform, die sich längst nicht mehr nur auf Puppen beschränkt. Die Klassiker des Hauses, "Der kleine Prinz" und "Der kleine Horrorladen", beweisen eindrücklich, wie anspruchsvoll Unterhaltung mit Tisch-, Wankel- und Klappmaulpuppen sein kann. Klarer Vorteil des Takelgarns ist der hautnahe Kontakt der maximal 60 Zuschauer zu den Künstlern auf der 24 Quadratmeter großen Bühne.

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