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Düsseldorf: Kinder trainieren zusammen mit Tischtennis-Profi Timo Boll

Düsseldorf : Kinder trainieren zusammen mit Tischtennis-Profi Timo Boll

Kinder sind oft ziemlich direkt: Das erfuhr der 16-malige Tischtennis-Europameister Timo Boll beim "Fielmann Tischtennis-Camp" jetzt am eigenen Leib. "Wie viele Freundinnen hast Du?", wurde Boll von einem der 50 Camp-Teilnehmer gefragt. "Ich habe eine Frau. Das reicht", antwortete der Sportler breit grinsend.

Bevor die acht- bis 14-Jährigen Timo Boll ausfragen durften, hatten sie jedoch bereits drei Stunden Training mit den Übungsleitern der Borussia-Jugendabteilung im Deutschen Tischtennis-Zentrum am Staufenplatz hinter sich. Vom "ABC" für diejenigen, die noch keine Erfahrung haben, bis hin zu Übungen, die Profis wie Timo Boll im täglichen Training absolvieren, reichte das Repertoire der Trainer. "Die Übungen mit dem Tischtennis-Roboter und der Schussmaschine haben mir am meisten Spaß gemacht", sagt der zehnjährige Luis. Er hatte sich genauso wie alle anderen Camp-Teilnehmer bei der "Kleinen Zeitungspost" der Rheinischen Post beworben, war ausgelost worden und konnte Fielmann Tischtennis-Kids-Trikot, Sporthose, Schläger und eine Sporttasche in Empfang nehmen.

Und noch ein zweites Mal hatte Luis Glück: Borussias Cheftrainer Danny Heister wählte ihn aus, als Erster die Aufschläge des Rekord-Europameisters anzunehmen. "Wenn man Tischtennis von den Profis sieht, dann sieht es so leicht aus, aber es ist schwer", hatte Heister gesagt. Luis aber brachte die ersten drei Boll-Aufschläge auf die Platte zurück und sorgte so für verdutzte Gesichter bei Profi und Trainer. Normalerweise springen die Bälle beim Rückschlag von Bolls Aufschlägen in sämtliche Richtungen, aber nicht übers Netz auf die Platte.

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Hauptziel des Fielmann Camps war es, den Kids Spaß am Tischtennis zu vermitteln. "Solche Aktionen finde ich gut. Je mehr Kinder mit Tischtennis in Kontakt kommen, desto besser. Die, die schon Tischtennis spielen, motiviert es, weiter zu machen. Andere kommen vielleicht auf den Geschmack und treten einem Verein bei", meint Danny Heister.

(RP)