Kinder mehr schätzen lernen

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Als Gastgeber für den deutschen Kinder- und Jugendhilfetag fühlte sich Düsseldorf im März gut gerüstet. Schließlich ist die Metropole am Rhein die erste Großstadt jenseits der 500.000 Einwohner, die als familienfreundlich zertifiziert wurde. Dazu will das, was die Familie aus Bilk seit Monaten erlebt, so gar nicht passen.

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Tatsächlich überrascht die Offenheit, mit der Makler, Hausverwaltungen und Eigentümer ihre Beweggründe für eine Ablehnung per Brief, E-Mail, SMS oder Whats-App-Nachricht mitteilen. Wenigstens dem ein oder anderen Makler ist diese rustikale Form der Ehrlichkeit peinlich. "Von Herzen tut es mir leid", schreibt eine Vermittlerin. Von Herzen leidtun sollte es auch der Stadtgesellschaft. Denn Düsseldorf und seine Bürger tun insgesamt viel für junge Familien. Wer Südeuropa kennt, weiß aber auch: Bei der Kinderfreundlichkeit im Alltag gibt es nicht nur in Düsseldorf, sondern im ganzen Land noch jede Menge Luft nach oben.

(RP)