Ferienaktion im Filmmuseum: Kinder drehen Gruselschocker

Ferienaktion im Filmmuseum : Kinder drehen Gruselschocker

Zwei Leichen im Keller, eine weitere im Fahrstuhl und niemand weiß, wer sie umgebracht hat. Szenen, die sonst nur im Kino oder im Fernsehen zu sehen sind. Bei einer Ferienaktion im Filmmuseum drehten Kinder ab Zwölf ihren eigenen Gruselfilm.

Unter dem Motto "Geschichten des Grauens" hatte das Filmmuseum in Düsseldorf am Mittwoch zu einem Filmworkshop eingeladen. Von 11.30 Uhr bis 15.30 Uhr durften Kinder in die Rolle der Gejagten, der Opfer und der Täter schlüpfen und ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. Mit jeder Menge Filmblut und Profischminke.

Matthias Pfetzing, freier Mitarbeiter des Filmmuseums, betreute die Kinder bei dem Vorhaben, einen Gruselfim zu drehen. "Die Geschichte haben sich die Kinder heute morgen ganz spontan ausgedacht. Ein Drehbuch gibt es nicht", sagte er. Und die Phantasie der Jugendlichen war ganz schön makaber. Es sollte um eine Serienkillerin gehen, die im Filmmuseum ihr Unwesen treibt und die Besucher in Angst und Schrecken versetzt.

"Es macht mir natürlich schon Spaß, diejenige zu sein, die alle anderen umbringen darf", sagt Franziska Wolandt. Sie hat sich freiwillig für den "Job" der Mörderin gemeldet. Mit einem schwarzem Ledermantel und einer blutbespritzten Hockeymaske sorgte sie für Panik. Im wahren Leben schaut die 13-Jährige dann doch lieber Komödien wie "Charlie Bartlett" oder die Satire "Mic Macs".

Die Opfer der Killerin spielen unter anderem Elias Gerigk (11) und Lilli-Noor Wouhbé (12). "Ich finde es ganz gut, dass ich umgebracht werde", sagt Elias mit einem breitem Grinsen im Gesicht. Auch Lilli-Noor findet es "ganz lustig" und sagt, dass ja nichts echt ist.

Über das Ende des Films wurde viel diskutiert. Dann entschieden sich die Kinder für die denkbar grausamste Variante. Niemand sollte überleben. Ein von der Killerin manipulierter Fahrstuhl wurde zum Gefängnis, in dem alle erstickten. Insgesamt soll der Film zwischen acht und zwölf Minuten dauern. Den Gruselschocker bekommen die Kinder fertig geschnitten auf DVD per Post zugeschickt.