Landgericht: Kind zu Tode geschüttelt: Vater 5 Jahre in Haft

Landgericht : Kind zu Tode geschüttelt: Vater 5 Jahre in Haft

Im Fall eines zu Tode geschüttelten Kleinkindes ist der Vater des Mädchens am Mittwochmorgen zu einer Haftstrafe von fünf Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Tod des Kindes nicht durch einen Unfall, sondern durch massive Gewalteinwirkung herbeigeführt wurde.

Der 31-jährige Mann aus Düsseldorf war vor dem Landgericht beschuldigt worden, im November 2009 seine drei Monate alte Tochter zwei Mal innerhalb von drei Wochen so heftig geschüttelt zu haben, dass das Kind zunächst erheblich verletzt wurde und durch durch die zweite Misshandlung aufgrund massiver Hirnschäden starb. Der Vater bestritt vor Gericht die Vorwürfe und gab an, das Kind lediglich in seinen Armen gewiegt zu haben.

Sein Geständnis bei der Polizei, dass er das Mädchen geschüttelt habe, sei auf einen Übersetzungsfehler aus dem Polnischen zurückzuführen. Die Anklage ging davon aus, dass der Vater mit der Betreuung des Kindes überfordert gewesen sei, wenn es weinte oder schrie.